Von Thurn wurde am 24. Februar als Sohn protestantischer Eltern geboren und erhielt Kaiser Rudolf II. wegen seiner Dienstleistungen in einem Feldzug die Türken die Stelle eines Burggrafen von Karlstein Böhmen verliehen.
Heinrich Matthias von Thurn war einer Verfasser des Majestätsbriefs an Ferdinand II. und von den böhmischen Ständen zu einem der Defensoren ihres protestantischen Glaubens ernannt. Am 23. Mai 1618 begann der Aufstand der protestantischen Bevölkerung Böhmen und von Thurn war der Anführer ständischen Heeres mit dem er am 6. Juni und am 26. November 1619 vor Wien stand. Nach der Niederlage der Aufständischen der Schlacht am Weißen Berg ( 1620 ) an der er als Regimentskommandant teilnahm Ferdinand II. im Anschluss and den Prager alle Rädelsführer des böhmischen Aufstandes ächten darunter Heinrich Matthias von Thurn der seinen gesamten Besitz verlor.
In der Folgezeit kämpfte Thurn deshalb gegen die Habsburger und beteiligte sich als und Feldherr am Dreißigjährigen Krieg. Er befehligte ein kleines Korps in Schlesien. Danach diente als Generalleutnant im schwedischen Heer König Gustav II. Adolf und nahm an der Schlacht bei Lützen ( 1632 ) teil. Am 11. Oktober 1633 wurde von Thurn mit seinem schwedischen bei Steinau ( Sachsen ) vom Heer Wallensteins eingeschlossen und gefangengenommen. Er blieb jedoch lange in Gefangenschaft und zog sich danach Privatleben zurück das er in Pernau ( Livland ) verbrachte. Dort starb er am 28. Januar 1640 und fand seine Grabstätte im Dom Reval . In seiner in Schweden verfassten „Defensionsschrift“ Thurn die Ereignisse von 1618 als verantwortungsbewusste Verteidigung des eigenen Glaubens.
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