Er gilt als der bedeutendste deutsche vor Johann Sebastian Bach und neben Claudio Monteverdi als der wichtigste Komponist des 17. überhaupt. Bereits zu Lebzeiten wurde er als nostrae musicae modernae" also "Vater unserer (d.h. deutschen) modernen Musik" tituliert. Lange vergessen wurde erst ab Ende des 19.Jahrhunderts zunehmend gewürdigt.
Erstmals 1617 ging Schütz nach Dresden zur damals in Deutschland führenden Hofkapelle er die Stelle des Hof kapellmeisters erhielt die er bis zu seinem innehatte. Sein Wechsel nach Dresden geschah gegen Willen des Landgrafen Moritz und war seit bereits Gegenstand diplomatischer Auseinandersetzungen die 1619 dann dem "Sieg" des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen endeten. Im Rahmen dieser Tätigkeit war Schützens Aufgabe allen Arten von Ereignissen am einen musikalischen Rahmen zu geben neben geistlichen entstanden so auch zahlreiche weltliche Werke die ihres Charakters als "Gebrauchsmusik" und mangelnder Veröffentlichungsmöglichkeiten alle verlorengingen.
Genau zu dieser Zeit im Jahre 1618 brach der Dreißigjährige Krieg aus dessen verheerende Auswirkungen gut ein der deutschen Bevölkerung das Leben kostete und dem fast völligen Zusammenbruch deutscher Kultur einherging. schrieb selbst davon wie "die löbliche Music den anhaltenden gefährlichen Kriegs-Läufften in unserm lieben Teutscher Nation nicht allein in grosses Abnehmen sondern an manchem Ort gantz niedergeleget worden" musste seine Ansprüche an Aufführungspraxis und Instrumentarien verringern "damit mein von GOtt verliehenes Talentum solcher edlen Kunst nicht gantz ersitzen bleiben nur etwas weniges schaffen und darreichen möchte" des ersten Teils der "Kleinen geistlichen Konzerte" 1636 ). Anlässlich der Hochzeit der ältesten Tochter Kurfürsten allerdings komponiert er um einen Text Martin Opitz die "Tragicomoedia von der Dafne" die erste deutsche Oper gilt (Musik verloren).
Um den Anschluss an das musikalische nicht zu verlieren besuchte Schütz 1628 zum zweiten Mal Italien wo er Claudio Monteverdi begegnete der seinem Werk maßgebliche neue gab und war von 1633 - 1635 in Kopenhagen als dänischer Hofkapellmeister tätig eine Position die er 1642 bis 1645 ein weiteres Mal bekleidete. In Wolfenbüttel er 1655 in Zeitz 1663 zum Hofkapellmeister ernannt jeweils "von Haus Seine immer wieder eingereichten Gesuche um die in den Ruhestand werden von Johann Georg allesamt abschlägig beschieden erst nach dessen Tod sein Sohn Johann Georg II. von Sachsen einen weitgehenden Rückzug nicht aber ohne ihn noch zum Oberhofkapellmeister zu ernennen.
Den Lebensabend verbringt Schütz in seinem in Weißenfels .
Am 6. November 1672 stirbt Heinrich im hohen Alter von 87 Jahren an Schlaganfall in Dresden.
Otto Brodde Heinrich Schütz. Weg und Werk Kassel 1979 ISBN 3761801599
Irene Hempel Heinrich Schütz. Biographische Briefe und Dokumente Leipzig 1985
Martin Gregor-Dellin Heinrich Schütz. Sein Leben sein Werk seine München 1987 ISBN 3492029191
Michael Heinemann Heinrich Schütz und seine Zeit Laaber 1993 ISBN 3890071163
Michael Heinemann Heinrich Schütz Hamburg 1994 (= Rowohlts Monographien Bd. ISBN 3499504901
Michael Heinemann Heinrich Schütz in Kassel und Venedig in: Heiner Borggrefe Vera Lüpkes Hans (Hgg.): Moritz der Gelehrte. Ein Renaissancefürst in Europa 1997 S.301ff.