Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Heinrich von Kärnten (* 1265 (andere Quellen sprechen von 1273 ; † 2. April 1335 in Schloss Tirol Tirol ; eigentlich Heinrich VI. Herzog von Kärnten Graf von König von Böhmen und Polen ) war Sohn des Herzogs Meinhard II. Görz-Tirol und Elisabeths von Bayern einer Tochter Herzog Otto II.
Als Heinrich VI. übernahm er nach Tode seines Vater zusammen mit seinen Brüdern Regentschaft in Kärnten und Tirol . Durch Unterstützung seines Schwagers Albrecht I. in der Schlacht bei Göllheim 1298 erhielt er Reichslehen. Nach der Ermordung Wenzels ( 1306 ) und dem Tod von Albrechts Neffen ( 1307 ) wurde er am 15. August 1307 gegen den Widerstand der Habsburger zum König von Böhmen gewählt (begründet durch seine Erbansprüche infolge Vermählung). Nachdem aber im Herbst 1310 Böhmen von Johann einem Sohn Heinrichs VII. besetzt wurde musste er sich aus Prag zurückziehen.
Durch einen Ausgleich mit den Habsburgern ( 1311 ) erreichte er dass besetzte Gebiete in geräumt wurden. Trotz grosser Anstrengungen schaffte er aber nicht Besitzungen des Bistums Bamberg in Kärnten zu erwerben da diese an Heinrich_VII. verpfändet wurden. Dennoch aber schaffte er in Tirol die Lehenshoheit der Trienter und Brixener Bischöfe zurückzudrängen.
Im deutschen Thronstreit zwischen Friedrich dem Schönen und Ludwig dem Bayern vermittelte Heinrich VI. 1325 einen Ausgleich. Nachdem ihm Ludwig der Bayer 1330 zugesichert hatte dass seine Töchter ihm Anspruch auf die Reichslehen folgen dürften was aber in einem Geheimvertrag mit den Habsburgern im gleichen Jahr widerrief konnte Habsburg nach Tod 1335 das Herzogtum Kärnten in Besitz nehmen. zweite Landesteil Tirol nämlich blieb aber wie in den Händen der Tochter Heinrichs Margarete Maultasch nachdem die Stände dies einmütig beschlossen