Das gesamte Werk von Heinz Musculus ein einziges Plädoyer für Menschlichkeit im besten
In seiner Jugend ist es das des Menschen dass sich in feinen Bleistiftzeichnungen beiden Großmütter und auch in ersten Aktstudien äußert. Menschlicher Charakter und menschliche Schönheit in dieser Zeit in den Bildern von Musculus ihren Platz.
Materielle Not und seelische Verzweiflung der werden uns in detailreichen Federzeichnungen wie “Sieg” Kreuzigung” “Das Stundenhotel” “Der Hunger” und “Die sehr eindringlich vor Augen gebracht. Doch auch dieser Zeit kommt der Humor nicht zu wenn etwa “Die lebende U-Bahn” Richtung Krumme losrauscht...
Mit zunehmender Distanz zur Kriegszeit treten Themen in den Vordergrund: die vertrauten menschlichen das Streben nach Geld Gütern und Privilegien Aufstieg”) die in Tiermord (“Die Tragik der Unfrieden (“Entflogen”) und - in weitem Vorgriff spätere Zeiten - die Zerstörung der Natur Umwelttragödie I-III”) münden.
Doch kommen auch die liebenswürdigen Seiten Schwächen nie zu kurz wenn etwa die zur einzigen Wahrheit der Alkoholiker (“Der Alkohol”) oder sich ein armer Säufer in “Die Warteschlage” einreiht. Wer ist hier der Schwache der Säufer oder die kritisch Dreinschauenden die völlig harmlose Durchbrechen der gewohnten Ordnung nicht können? Wie selbstverständlich wird das Plädoyer für immer wieder durch Menschenansammlungen geprägt in denen vorkommt: Ruppigkeit Heiterkeit Entzücken Frivolität Herdentrieb die Blicke und die kritisch beäugten Individualisten in Masse. In den Zeichnungen von Heinz Musculus eben “immer etwas los”!
| 31.10.1917 | Geburt in Wesenberg (Mecklenburg). Er war einzige Kind seines Vaters Richard Wilhelm August (geb. am 2.11.1892 in Berlin) und seiner Frida Luise Karoline (geb. am 27.11.1893 in Geburtsname Bruhne). |
| 26.12.1917 | Taufe in weihnachtlichen Tagen auf die Heinz Wilhelm Richard. |
| 1923 | Umzug der Familie nach Berlin und |
| 1930 | Erste [nachgewiesene] Zeichnungen. |
| Vor 1935 | Besuch der Graphischen Fachschule Berlin Andrasstraße. |
| 1935 | “Höhere Reichswerbeschule” in Berlin am Wittenbergplatz. Erwerb des Anschlussdiploms für Ausstellungs- und Messebaubau. |
| 1939-1945 | Soldat in der deutschen Wehrmacht . Während des Krieges u.a. in Prag Motorradfahrer für General Hans-Jürgen von Arnim und bei den deutschen Besatzungstruppen in Dänemark. |
| 1945 | Kurier in Westdeutschland für die USA. Rückkehr nach Berlin. |
| Ab 1945 | Beginn der Arbeit als Karikaturist in |
| 1946 | Zwei Karikaturen im Kinderbuch “Frischer Wind” Auflage April 1946) und eine Illustration in Zeitschrift “Junge Welt” (am 10.11.1946). |
| Ab 1946 | Karikaturen in der “BZ am Mittag” “Nachtexpress” im “Eulenspiegel” in der [Ost-]“Berliner Zeitung” [Ost-]“Berliner Illustrierte” der “Jungen Welt” in der “Die Arbeit” “Palette Ausbau” (VEB Ausbau) “Journal der V.V.B. Chemie” und vermutlich weiteren Zeitungen Zeitschriften der “DDR”. |
| 1946-1952 | Karikaturen im “Neuen Deutschland”. |
| 1948 | Gründung des “Verbandes Bildender Künstler Deutschlands” zusammen mit drei weiteren Kollegen. |
| 1947-1951 | Karikaturen in der Ost-Berliner “Berliner Zeitung” am 26.7.1947 10.1.1951 und 8.9.1951. |
| 1948 | Tier-Illustrationen der Geschichte “Wie der Igel Weltfrieden rettete” im Kinderbuch “Stachelwanst” (4. Auflage 1948) mit sieben Tierzeichnungen. |
| 1950-1965(?) | Trickfilme. Näheres hierzu ist derzeit noch |
| 1950-1951 | Karikaturen im “Bauernecho” in “Der freie “der BZ am Abend” der “FDGB”-Tageszeitung “Tribüne” der “Neuen Berliner Illustrierte” (“NBI”). |
| Dez. 1952 | Umzug in eine Wohnung in der heute Frankfurter Allee 4. In der 7. des Hauses standen Heinz Musculus neben seiner ein Atelier für seine graphischen Arbeiten (und ein weiteres Atelier für seine Arbeiten an zur Verfügung. Beide Ateliers hatten Fenster zur (später Frankfurter Allee) und zum Dachterrasse des |
| 1952-1953 | Differenzen mit “kommunistischen” Funktionären; danach keine Publikationen bis 1954 und überhaupt keine Publikationen in aktuellen Tageszeitungen wie “BZ am Mittag” "Nachtexpress". |
| 1954 1955 | Politische Karikaturen in der Zeitschrift “Sport Technik” (Hg. “Gesellschaft für Sport und Technik”) |
| 1954-1959 | Karikaturen in der Zeitschrift “Elternhaus und |
| 1954-1959 | Karikaturen in der Zeitschrift “Junge Welt”. |
| 1955-1957 | Politische (“Lieschen und der Stupo Schnüffelnase” und weitere Karikaturen wie z.B. die Zukunftsphantasie 1999” von 1957 in der Zeitschrift “Schulpost” “Gesellschaft für Sport und Technik” GST). |
| 1955-1958 | Karikaturen in der Zeitschrift “Wochenpost” (z.B. Heft 18/1958). |
| 12/1956-08/1957 | Farbige Titelbilder und farbige Cartoon-Geschichte (“Abenteuerliches Schnalle und Keule”) in monatlicher Folge in Jugendzeitschrift “Robinson” |
| 1956-1960 | Karikaturen in der Jugendzeitschrift “Atze” (z.B. 1960 ein ganzsietiges farbiges Bilderrätsel) in der Lehrerzeitung” der “Sportrevue” der Zeitschrift “Der Rundfunk Unser Rundfunk” sowie in der Jugendzeitschrift “Robinson” farbige Titelbilder und die monatliche farbige Cartoon-Geschichtenfolge von Schnalle und Keule”). |
| 12/1956-1960 | Farbige Titelbilder und farbige Cartoons in monatlich erscheinenden Jugendzeitschrift “Fröhlich sein und singen” ( http://www.orlandos.de/coanze4.htm ) |
| 1957-1961 | Schnellzeichner der DFF-Fernsehreihe “Sport und Musik”. |
| 1958-1959 | Illustration der drei Kinderbücher “Bärenjagd in (1958) “Die Jungen aus der Grützebartstraße” (1958) “Von Wilddieben Butterkremtorten und unruhigen Geistern” (1959); farbig Buchinhalt schwarz-weiß. Diese drei Bücher erschienen Rahmen der Kinderbuchreihe ”Bunte Bären-Bücher”. |
| 03/1959 | Illustration in der Monatszeitschrift “Welt und |
| 11/1959-06/1960 | Illustration der Comic-Reihe “Latsch und Bommel” Folgen) in der monatlich erscheinenden Kinderzeitschrift “Rakete”. |
| 01/1960-12/1960 | Alle Titelseiten der Monatszeitschrift “Wort und (farbig). |
| 1960 | Illustration des Kinderbuchs “Der große Schlager”; farbig ( ) Buchinhalt schwarz-weiß. Dieses Buch im Rahmen der Kinderbuchreihe ”Robinsons billige Bücher”. |
| 1960 | Plakat von Heinz Musculus und Artur mit der politisch motivierten Losung “Plane mit Arbeite mit - Regiere mit ( http://www.dhm.de/ausstellungen/grundrechte/katalog/90-92.pdf ). |
| Zwischen 1960 und 1962 | Auszeichnung für “Das beste Kinderbuch des |
| 1961 | Illustration des Kinderbuchs “Von Schlingen Pfannkuchen jungen Hunden”; Titelbild farbig Buchinhalt schwarz-weiß. Dieses erschienen im ”Kinderbuchverlag Berlin”. |
| 1961-1965 | Mitarbeit in der Karikaturisten-Gruppe “Die 5” von der ostdeutschen “Einheitsgewerkschaft FDGB” initiierter Zusanmmenschluß fünf Karikaturisten Artur Grimmer Heinz Musculus Henryk Herbert Böhnke und Herbert Reschke. Die Zeichnungen Gruppe behandelten v.a. beruflich-betriebliche sportliche alltägliche und Themen. Augenzwinkernd karikierte Heinz Musculus hier den der Menschen und veröffentlichte zwischen 1961 und ca. 50 aktuelle Karikaturen zu Beruf und in Betriebs- und Kreiszeitungen. Die Zeichnungen im Rahmen der Gruppe “Die wurden allen Betriebs- und Kreiszeitungen zugänglich gemacht sich daraus nach Bedarf bedienen und veröffentlichen Oft geschah dies dann auch stark zeitversetzt auch bei der erst 1968 veröffentlichen Karikatur Heinz Musculus in der Betriebszeitung “Neues Schaffen”des Henningsdorf. Signet der Gruppe “Die 5” war eine mit schwarzem Stiel und weißer “5” darauf dem Namenszug darunter. 1965 kündigte Heinz Musculus seine Zusammenarbeit in Karikaturistengruppe auf weil es Unstimmigkeiten gab und nicht gezwungen werden wollte politische Propaganda-Karikaturen zu |
| 15.09.1962 | Illustration in der Zeitschrift “Neues Schaffen” des LEW Henningsdorf). |
| 1962 | Medaille für “Ausgezeichnete künstlerische Leistungen” vom (“DDR”-gewerkschaftsbund “Freier Deutscher Gewerkschaftsbund”). |
| 29.10.1965 | Karikatur zu einem “Sportbeschluss” in einer von Straßberg. |
| 1967 | Heinz Musculus heiratet Genunea Dimitrovici. |
| 01.10.1968 | Illustration in der Betriebszeitung “Neues Schaffen” des LEW Henningsdorf). Letzte Veröffentlichung in der |
| 1975 | Umsiedling nach Berlin (West). |
| 26.05.1976 | Erste Ausstellung im Westteil Berlins (Berlin-Frohnau). daran anschießend auf dem Weg von der in ein Restaurant Tod infolge einer Lungenembolie. |