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Helm


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Der Ausdruck Helm bezeichnet eine stabile schützende Kopfbedeckung gegen mechanische Einwirkungen bis in die Neuzeit hinein vor allem gegen Waffeneinwirkung.

Helme bestanden ursprünglich aus Leder Kupfer Bronze Eisen oder Stahl aber auch aus verstärkten Textilien und aus Gold . Heute bestehen Helme i.d.R. aus widerstandsfähigem Plastikmaterial z.B. Kevlar .

Nach Einsatz unterscheidet man im

Hinweis : Nach der Form des Helmes sind Berge benannt unter anderem der markante 2433m-Gipfel Karnische Alpen ) zwischen Ost - und Südtirol .

Inhaltsverzeichnis

Übersicht über historische (antike mittelalterliche und frühneuzeitliche ) Helme:

Geschichte des Helms

Frühe Helme

Es ist davon auszugehen das die bereits seit vor - und frühgeschichtlicher Zeit versucht haben die empfindliche Kopfpartie Waffenwirkung zu schützen. Dabei dürfte man Kopfbedeckungen verstärkten Textilien Fell Leder und Ähnlichem verwendet Die ältesten erhaltenen Helme stammen aus dem sumerischen Kulturkreis. Die Sumerer benutzten seit Anfang 3. Jahrtausend v.Chr. schlichte Bronzehelme die über einen Ohrenschutz verfügten Stirn Gesicht aber ungeschützt liessen. Für Angehörige der Oberschicht wurden offenbar Helme aus Gold angefertigt. In derselben Epoche dürften auch Ägypter Bronzehelme verwendet haben zudem kamen Kopfbedeckungen verstärktem Leinen zum Einsatz. Die ersten Eisenhelme wurden wahrscheinlich seit dem 14. Jahrhundert von den Hethitern verwendet. Von den schlichten konischen Helmen Hethiter wurden manche offenbar mit Hörnern versehen. die Dorer die seit dem 12. Jahrhundert v.Chr. das heutige Griechenland vordrangen benutzten Eisenhelme. Die dort vorherrschende mykenische Kultur verwendete noch Bronzehelme zudem kamen zum Einsatz an deren Außenseite die Zähne etwa 30-40 Ebern angebracht waren und die Eberzahnhelme genannt werden.

Antike griechische Helme

Durch die Einwanderung der Dorer wurde griechischen Kulturkreis die Eisenzeit ausgelöst doch fertigten die Griechen noch Helme aus Bronze. Es entstanden verschiedene Helmarten nach der jeweiligen griechischen Region benannt sind der sie zuerst gebräuchlich wurden. Bei dem Helm handelt es sich um den wohl griechischen Helmtypus. Er entstand zu Beginn des Jahrhunderts v.Chr. und wurde aus einer einzigen geschmiedet. Der korinthische Helm richtete sich stark der menschlichen Schädelform und schützte mit seinen und dem Nasenteil einen Großteil des Kopfes. dem korinthischen Helm entwickelte sich der chaldikische der seinem Träger ein größeres Blickfeld liess. Helmarten liessen sich leicht bis zur Stirn um in einer Gefechtspause ein uneingeschränktes Blickfeld eine ungehinderte Atmung zu ermöglichen. In der des 4. Jahrhunderts v.Chr. kam im griechischen der böotische Helm auf der vom Gesicht die Stirn schützte und das Sichtfeld nicht Da für die Reiterei eine ungehinderte Sicht war als für die in einer dichten Phalanx kämpfenden Hopliten wurde der böotische Helmtypus bei ihr beliebt.

Römische Helme

Die Helme der Römer wurden in der frühen römischen Geschichte von anderen Kulturen beeinflusst besonders von der etruskischen keltischen und griechischen. Varianten des chaldikischen Helms bei den Römern üblich sowie schlichte konische Zu Zeiten der späten Römischen Repulik kamen konische Helme mit großem Nackenschirm Stirnkamm und flexiblen Backenstücken auf die bis Ende des Römischen Reiches von den meisten Legionären getragen wurden. Römer scheinen als erstes Volk dazu übergegangen sein spezialisierte Helmarten anzufertigen insbesondere für Gladiatorenkämpfe . Der bekannteste Gladiatorenhelm ist der des genannten Myrmillo . Dieser Helm besitzt einen großen Stirn- Nackenschutz und einen gitterartigen Gesichtsschutz. Zudem ist mit einem großen Kamm ausgestattet der mit Helmzier versehen werden konnte.

Völkerwanderung und Frühmittelalter

Der dominierende Helmtypus dieser Zeit war von den Sarmaten eingeführte Spangenhelm der sowohl bei Römern und Byzantinern als auch bei den germanischen Völkern rege Verbreitung fand. Dieser Helm bestand 3-6 durch einen Stirnreif fixierten Metallbügeln. Die zwischen Stirnreif und Metallbügeln wurden mit Metallplatten Ein Spangenhelm der über ein Nasenstück verfügt als Nasalhelm bezeichnet. Spangenhelme verfügten oftmals über flexible und einen Nackenschutz aus Kettengeflecht. Skandinavier Rus und Angelsachsen verwendeten zum Teil Spangenhelme mit einem Augenschutz ( Brillenhelm ) auch ein Gesichtsschutz aus Kettengeflecht oder anthropomorphe Gesichtsmaske ( Maskenhelm ) war gebräuchlich. Der Spangenhelm und seine blieben das ganze Frühmittelalter hindurch der wichtigste europäische Metallhelm.

Hochmittelalterliche Helme

Im Hochmittelalter wurde die Schmiedekunst verbessert so dass dem 10. Jahrhundert n.Chr. konische Helme mit Nasenschutz auftauchten aus einer einzigen Eisenplatte gefertigt wurden. Zudem es üblich Spangenhelme und auch Helme aus Platte mit einem Nasenstück zu versehen das unteren Ende hin immer breiter wird. Dieser Nasalhelm wird manchmal fälschlicherweise als Normannenhelm bezeichnet obwohl er im Hochmittelalter in weit verbreitet war. Im 12. Jahrhundert traten neben den konischen Nasalhelm zylindrisch Helme. Diese Helme besassen zunächst auch ein das schnell von einem fixierten Visier mit und Luftschlitzen verdrängt wurde. Daraus entwickelte sich Topfhelm der im Laufe der Zeit der leicht angepasst wurde und deshalb nicht mehr war. Etwa zur selben Zeit entstanden Helmarten der schlichte Eisenhut mit breiter Krempe und die dem angepasste Beckenhaube die bis auf das Gesicht den Kopf schützte und oftmals unter dem Topfhelm wurde. Der Topfhelm blieb bis in das 14. Jahrhundert hinein der effektivste Kopfschutz des europäischen

Helme des Spätmittelalters und der frühen

In der Mitte des 14. Jahrhunderts sich aus der schlichten Beckenhaube die so Hundsgugel mit spitz zulaufender Glocke und einem hundeschnauzeartigen Visier. Die Hundsgugel wurde meistens durch Kettengeflecht zum Schutz von Hals und Nacken und bot eine bessere Sicht und besseren als der Topfhelm. Zudem wurden spezielle Turnierhelme wie zum Beispiel der Froschmaulhelm der über Kilogramm wiegen konnte. In der ersten Hälfte 15. Jahrhunderts kamen Helme wie der Armet und der Schaller auf welche die Hundsgugel verdrängten. Der umschloss den gesamten Kopf und besass ein Visier. Aus dem wegweisenden Armet sollte später geschlossene Helm hervorgehen. Der stromlinienförmige Schaller entstand dem Eisenhut und wurde durch einen am befestigten Kinn- und Halsschutz vervollständigt. In der des 15. Jahrhunderts kam in Italien die Barbuta auf die ganz im Sinne der Renaissance an den antiken korinthischen Helm erinnert. Beginn des 16. Jahrhunderts entstand der geschlossene Helm bei dem Visier und der Kinnschutz an der selben seitlich am Helm fixiert waren. Der geschlossene wurde schnell zum wichtigsten Kopfschutz der schweren und existierte in mehreren Varianten.

Im weiteren Verlauf des 16. Jahrhunderts schlichtere Helme auf die zumeist vom Fussvolk wurden. Dazu zählten der Birnhelm mit hoher spitz zulaufender Glocke und Krempe und der Morion mit an Vorder- und Hinterseite spitz Krempe und mit hohem Kamm in seiner Variante. Da die Schlachten im Laufe des Jahrhunderts im stärker von Formationskämpfen und Sichteinschränkungen Pulverdampf geprägt wurden wählten immer mehr Reiter der Mitte des Jahrhunderts die offene Sturmhaube Kopfschutz. Die Sturmhaube verfügte über einen Nacken- Wangenschutz und einen Augenschirm. Diesen Helm gab als Variante mit einem nach unten aufklappbaren Der geschlossene Helm wurde bis in das 17. Jahrhundert hinein verwendet da er den besten bot doch wurden Helme die eine uneingeschränkte garantierten immer gebräuchlicher. In der ersten Hälfte 17. Jahrhunderts wurden fast nur noch Varianten Sturmhaube und der aus Ungarn stammenden Zischägge verwendet die ebenfalls über Nacken- und sowie einen Augenschirm verfügte. In der zweiten des 17. Jahrhunderts kamen Rüstungen fast gänzlich Gebrauch und somit auch Helme. Als Ausnahme sich die schweren Helme nennen die von Sappeuren bei Belagerungen getragen wurden. Auch die hielt vereinzelt am Tragen eines Helmes fest geschah dies eher aus repräsentativen Gründen. Im 18. Jahrhundert ging man vereinzelt dazu über bei Brandbekämpfung Helme zu tragen. Die Österreicher trugen speziell im Kampf gegen die Türken bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Helme.

Helme der Neuzeit

Militär

Während der napoleonischen Kriege wurden repräsentative Helme wie der Tschako allen europäischen Armeen gebräuchlich. Einige Jahrzehnte später in Preußen die aus Leder bestehende Pickelhaube eingeführt die aber eher dekorativen Zwecken Die gewaltigen Fortschritte der Waffentechnologie im Zeitalter Industrialisierung entluden sich in den großen Schlachten ersten Weltkrieges . Zahlreiche Soldaten erlitten in diesem Krieg Granatsplitter schwerste entstellende Kopfverletzungen so dass ein Kopfschutz notwendig wurde. Als erste Nation stattete Frankreich sein Heer im Jahre 1915 mit Stahlhelmen aus kurze Zeit später Großbritannien . Im darauf folgenden Jahr - rechtzeitig den beispiellosen Materialschlachten an der Somme und bei Verdun - wurden die deutschen Soldaten mit ausgestattet. Sämtliche Stahlhelme des ersten Weltkrieges schützten vor langsam heranfliegenden Splittern und Gewehrschüssen aus Entfernung doch wurden so zahlreiche Menschenleben gerettet. im zweiten Weltkrieg verwendeten Helme unterschieden sich nur geringfügig denen des ersten Weltkrieges doch setzte sich eine Helmform durch die an den deutschen erinnert.

In der Nachkriegszeit ging man schnell über die verschiedensten Kunstfasern für die Herstellung Helmen zu verwenden. Die bekannteste dieser Fasern Kevlar welches man bei manchen Helmen auch spezielle Gesichtsmasken verwendet. Auch Panzerglas wird zum des Gesichts verwendet vor allem von Sondereinheiten Polizei. Die heutige Entwicklung geht hin zu hochtechnisierten multifunktionalen Helm mit integriertem Funkgerät Infrarotsicht Schutz vor biologischen und chemischen Waffen.

Zivil

Jahrtausendelang wurden Helme in erster Linie Schutz vor Waffeneinwirkung getragen doch seit dem der Industrialisierung ist die Zahl an spezialisierten Helmen gestiegen.

In Folge des rapide gestiegenen technologischen und der immer zahlreicher werdenden Freizeitmöglichkeiten entstanden 19. und vor allem im 20. Jahrhundert Taucherhelme Feuerwehrhelme Sturzhelme (Integralhelme) Helme speziell für diverse und viele weitere.

Literatur

  • "Bildwörterbuch der Kleidung und Rüstung" von Harry ISBN 3520453010
  • "An Historical Guide to Arms & Armor" Stephen Bull ISBN 0816026203



Bücher zum Thema Helm

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