Qualtinger betätigt sich nach dem Krieg Journalist ist Gasthörer am Max-Reinhardt-Seminar und spielt auf einer Studentenbühne. Erste als Kabarettist folgen ab 1947 im Studio der Hochschule in Wien in der Kabarett-Revue Die Grimasse . Seinen ersten öffentliche Auftritt hatte er schon 1945 als selbsternannter Kulturkommissar .
Qualtinger war berühmt-berüchtigt für seinen Schabernack "practical jokes". 1951 erlangte Qualtinger internationale Popularität als er schaffte die Zeitungsente zu platzieren in der der Wien-Besuch berühmten Eskimodichters Kobuk angekündigt wurde. Zahlreiche Reporter versammelten sich 3. Juli 1951 am Wiener Westbahnhof. Dem entstieg statt des erwarteten Gastes Helmut Qualtinger Pelzmantel und -mütze. Von einem Radioreporter nach ersten Eindruck von Wien befragt antwortete er: is'".
1961 tritt Qualtinger im Der Herr Karl als Feinkostmagazineur auf und schafft damit Durchbruch im deutschen Sprachraum. Der Herr Karl im Keller eines Lebensmittelladens und erzählt einem Mitarbeiter von seinem Leben vor während und dem Krieg. Äußerlich erscheint der Herr Karl netter Kerl mit liebem Blick. Doch nach nach erfährt der Zuschauer von dem Wendehals Opportunisten Herrn Karl der eigentlich ein gefährlicher unberechenbarer Mitläufer ist. Hier ist seine Intonation von einer Bewunderung der Nazis auf Wienerisch er schlagartig in eine Art verordneten Ekel der Hochsprache. Zusammen mit Carl Merz der einem tatsächlich lebenden Feinkostmagaziner Herrn Carl inspiriert schuf Qualtinger eine Schreckensfigur die ihm in viele Feinde und sogar Morddrohungen einbrachte; so hat vor ihm noch niemand den Durchschnittbürger Mittäter entlarvt und dargestellt.
Er gilt als eher schonungsloser Kritiker gemeinen Mannes denn als Kritiker der Mächtigen. wird ihm nachgesagt dass er mit dem "der Papa wird's schon richten" den Rücktritt damaligen Ministers der Bundesregierung bewirkte; sein Sohn in einen Autounfall mit Todesfolge verwickelt. Seine und Kommentare schreibt er in einer bürgerlichen dem Kurier.
Ab den 1970er Jahren verstärkt Qualtinger seine schriftstellerische Tätigkeit geht vermehrt auf Lesetourneen. Neben und vor nach seinen Kabarettzeiten spielt er unzählige Theater- Film - und Fernsehrollen zuletzt den Pater Remigio da Varagine in Der Name der Rose von Umberto Eco an der Seite von Sean Connery .
Im Alter von 57 Jahren stirbt am 29. September 1986 in seiner Geburtsstadt
"Der Name der Rose" 1986 Remigio da Varagine Regie: Jean-Jacques Annaud mit Sean Connery F. Murray Abraham Christian Slater Elya Baskin Michael Lonsdale Volker Prechtel Althaus Valentina Vargas Ron Perlman