Noch zu seiner Schulzeit war Wehner der Sozialistischen Arbeiterjugend ( SAJ ) geworden die er jedoch schon 1923 wieder verließ. Nach der Mittleren Reife 1924 begann Wehner eine Kaufmännische Lehre in Dresden . Wegen seiner radikalen politischen Betätigung verlor 1926 seine Anstellung arbeitete anschließend als Journalist und engagierte sich in der Gewerkschaft .
Ab 1933 setzte er seine politische Arbeit für inzwischen verbotene KPD in der Illegalität in fort. 1935 dann emigrierte als Mitglied des Zentralkomitees KPD nach Moskau . Er wohnte dort im berühmt-berüchtigten "Hotel entging aber den stalinistischen Säuberungen denen die deutschen Exil-Kommunisten zum Opfer fielen. 1941 reiste er mit Parteiauftrag ins damals Schweden wo er 1942 in Stockholm verhaftet und dann interniert wurde. Hier sich nach eigenem Bekunden sein Bruch mit Kommunismus .
1946 kehrte er nach Deutschland zurück und sogleich Mitglied der SPD in Hamburg . Hier arbeitete er auch als Redakteur die sozialdemokratische Zeitung "Hamburger Echo".
Nach dem Regierungswechsel 1969 wurde er Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Hier er sich schnell den Ruf eines "Zuchtmeisters" die Fraktion an der Seite der von Willy Brandt geführten Regierung hielt. Allerdings hatte er großen Anteil an der Demontage des Bundeskanzlers (Zitat: "Der Kanzler badet gerne lau; so einem Schaumbad") und schließlich an dessen Rücktritt der Guillaume -Affäre 1974 .
Nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition 17. September 1982 und der Wahl von Helmut Kohl zum Bundeskanzler am 1.10.1982 kam es im März 1983 zu Neuwahlen. Zu diesen Wahlen hat nicht mehr kandidiert. Als Grund gab er "Es reicht mir."
Bis zu seinem Ausscheiden aus dem hat er 14 Jahre lang der SPD-Fraktion
In den 34 Jahren als Bundestagsabgeordneter er sich 78 Ordnungsrufe eingefangen und ist Rekordhalter auf diesem Gebiet.