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Hergé


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Georges Remi (* 22. Mai 1907 Etterbeek bei Brüssel ; † 3. März 1983 ) bekannter unter dem Namen Hergé war ein belgischer Comic-Autor und Zeichner. Initialen umgedreht zu "R.G." und französisch ausgesprochen den Künstlernamen Hergé . Sein bekanntestes und umfangreichstes Werk sind Abenteuer von Tim und Struppi die er von 1929 bis zu seinem Tod schrieb und Das 24. Abenteuer Tim und die Alpha-Kunst blieb unvollendet. Mit seinem Werk beeinflusste die Comic-Kultur in Europa wie kaum ein

Seine Geschichten zeichneten sich durch eine Menschlichkeit und ihre detailtreuen und realitätsnahen Zeichnungen Hergé unternahm teilweise die Reisen die er selbst und sammelte so Bilder und Eindrücke er dann in die Geschichten einfließen ließ. typische Art zu zeichnen die Ligne claire mit ihren klar begrenzten Figuren ohne war stilbildend und wurde oft kopiert.

Andere Serien die Hergé zeichnete und Jo Jette und Jocko und Stups und Steppke .

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und frühe Karriere

Georges Remi wurde 1907 geboren. Seine Eltern Alexis und Elisabeth lebten in Brüssel . Seine vier ersten Schuljahre fielen in Zeit des Ersten Weltkriegs (1914 - 1918) in dem Brüssel den Deutschen besetzt wurde. Georges dessen Zeichentalent bereits zeigte kritzelte auf die Ränder seiner Bilder der deutschen Soldaten. Außer ein paar die er später an der Saint-Luc-Schule besuchte er nie eine Ausbildung im Zeichnen oder

Wie viele andere katholische Knaben trat den Pfadfindern bei. Viele europäische Länder lernte in verschiedenen Sommerlagern kennen. Seine Arbeit an Comics war stark geprägt von der Ethik Pfadfinderbewegung und von seinen frühen Reiseerlebnissen.

Nach dem Schulabschluss 1925 arbeitete Georges bei der katholischen Zeitung Le XXe Siècle . Im folgenden Jahr veröffentlichte er seine Cartoons Die Abenteuer von Totor im Pfadfindermagazin Le Boy-Scout Belge . 1927 absolvierte er seinen Militärdienst. 1928 wurde ihm die Verantwortung für die Le Petit Vingtième des Le XXe Siècle übertragen. Er begann Geschichten im Le Petit Vingtième zu illustrieren was ihm erste Anerkennung Verlag brachte ihn aber nicht ganz zufrieden Er beschloss eine eigene Geschichte zu zeichnen Stil der amerikanischen Comic Strips mit Sprechblasen den Text der einzelnen Figuren enthielten. Tim im Lande der Sowjets von Hergé erschien im Le Petit Vingtième vom 10. Januar 1929 bis 8. Mai 1930 .

Im Januar 1930 veröffentlichte Hergé einen Comic Strip über zwei Straßenjungen aus Brüssel Stups und Steppke im Le Petit Vingtième . Viele Jahre produzierte Hergé diese weniger Serie parallel zu Tim und Struppi . Im Juni begann er das zweite von Tim und Struppi Tim im Kongo (damals noch eine belgische Kolonie ) gefolgt von Tim in Amerika und Die Zigarren des Pharaos .

1932 heiratete er Germaine Kieckens die Sekretärin Direktors von Le XXe Siècle . Die Ehe blieb kinderlos und wurde 1975 geschieden.

Für jedes der frühen Abenteuer von Tim und Struppi brauchte Hergé ungefähr ein Jahr Zeit es ganz fertig zu schreiben. Als eigentliche wurden sie vom Verlag Casterman herausgegeben. Hergé die Geschichten regelmäßig für die folgenden Auflagen wurden spätere Auflagen in Farbe herausgegeben. Auch eigentliche Geschichte wurde überarbeitet da Hergé teilweise damit war. Vorurteile mussten korrigiert die technische berücksichtigt und der Stil verbessert werden. So einer Szene aus Tim im Kongo in der Tim den schwarzen Schülern der Missionsschule eine Geographiestunde erteilt. "Meine lieben " erklärt Tim "heute erzähle ich euch über euer Land: Belgien". In den späteren wurde daraus eine Mathematikstunde.

Eine Wende kam mit dem fünften und Struppi Abenteuer Der Blaue Lotos . Hergé erwähnte am Schluss des vorherigen dass Tim nach China reisen wird. Pater Gosset der Kaplan chinesischen Studenten an der Universität von Louvain an Hergé und bat ihn vorsichtig zu bei dem was er über China schreibt. Frühjahr 1934 trafen sich Hergé und Gosset der mit Tschang Tschong-Jen bekannt machte einen jungen an der Brüsseler Académie des Beaux-Arts. Die jungen Künstler wurden rasch Freunde und Tschang Hergé in die chinesische Geschichte Kultur und die Technik der chinesischen Kunst ein. Beeinflusst diese Erfahrungen wollte Hergé fremde Kulturen und so exakt wie möglich beschreiben. Als ein der Dankbarkeit fügte er einen erfundenen Tschang Der Blaue Lotos ein ein junger Chinese den Tim und der sein Freund wird.

Eine andere Auswirkung seiner Freundschaft mit war dass sich Hergé der Probleme bewusst die der Kolonialismus mit sich brachte speziell Interessen des japanischen Reiches in China. Der Blaue Lotos hat eine deutliche anti-imperialistische Botschaft und damit im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung im die den Interessen der Japaner wohlgesonnen war. verschiedener Seite gab es scharfe Kritik als Der Blaue Lotos erschien sogar japanische Diplomaten protestierten beim Außenministerium. Der weitere Verlauf der Weltgeschichte gab recht. Tschang beendete sein Studium in Brüssel kehrte nach China zurück. Der Kontakt brach bei der Eroberung Chinas durch die Japaner. als vierzig Jahre sollten vergehen bis sich beiden Freunde wieder trafen. 1935 zeichnete Hergé für die französische Wochenzeitschrift Coeurs vaillants die ersten Seiten der Serie Jo Jette und Jocko . Davon erschienen fünf Bände.

Der Zweite Weltkrieg

1939 wurde Hergé von Song Meiling der Frau Chiang Kai-sheks nach China eingeladen weil er in Der Blaue Lotos zu Gunsten des chinesischen Volkes Stellung hatte. Der bevorstehende Krieg machte die Reise Im gleichen Jahr wurde Hergé in die Armee einberufen. Die Arbeit am neuesten Abenteuer Reiche des Schwarzen Goldes" wurde unterbrochen. Nach Besetzung Belgiens durch die deutschen Truppen 1940 wurde er aus der Armee entlassen.

Le Petit Vingtième in dem Tims Abenteuer bisher veröffentlicht wurde von den Besatzern eingestellt. Hergé nahm ein Angebot des Le Soir Brüssels führender französischsprachiger Zeitung an einen Tim und Struppi Comic zu produzieren. Le Soir wurde damals als Sprachrohr der Nazi-Besatzungstruppen Hergé musste Kompromisse eingehen und "Im Reiche Schwarzen Goldes" unvollendet lassen wegen der anti-faschistischen der Geschichte. So begann er die Arbeit Die Krabbe mit den goldenen Scheren das erste von sechs Alben die während des Krieges herausgab.

Während des Krieges ergaben sich zwei Änderungen in der Arbeitsweise von Hergé. Wegen Papiermangels wurden nicht mehr zwei Seiten pro produziert wie beim "Le Petit Vingtième" sondern ein drei bis vier Bilder umfassender Bildstreifen ein echter Comic-Strip. Um trotzdem Spannung zu baute Hergé mehr Gags und mehr Action die Geschichten ein. Auch konnte Hergé nicht auf aktuelle Ereignisse eingehen um das Erscheinen zu gefährden. So produzierte er eher phantastische Eine Expedition zu einem Meteoriten ( Der geheimnisvolle Stern ) eine Schatzsuche ( Das Geheimnis der Einhorn und Der Schatz Rackhams des Roten ) sowie eine Geschichte um einen alten ( Die sieben Kristallkugeln und Der Sonnentempel ). In diesen Geschichten wurden die handelnden mehr in den Vordergrund gerückt und die Figuren neben Tim wurden eingeführt: Kapitän Haddock Professor Bienlein. Die Änderungen wurden von den gut aufgenommen und die Buchausgaben dieser Geschichten zu den beliebtesten der Serie.

Hergé traf 1943 Edgar Pierre Jacobs einen Comic-Zeichner den anstellte um ihm bei der Überarbeitung der Geschichten zu helfen. Jacobs wichtigste Arbeit an Serie waren seine Zeichnungen der Kostüme und Hintergründe in den Buchausgaben König Ottokars Zepter . Er arbeitete auch an Die sieben Kristallkugeln mit.

Nachkriegswirren

Die Besetzung Belgiens endete am 3. September 1944 . Die Veröffentlichung von Tims Abenteuer wurde Ende von Die sieben Kristallkugeln unterbrochen weil die Alliierten Le Soir schlossen. Während der chaotischen Zeit nach Besetzung wurde Hergé von verschiedenen Gruppen insgesamt inhaftiert. Er wurde beschuldigt ein Nazi-Sympathisant gewesen sein eine ziemlich unbegründete Behauptung. Die während Krieges herausgegebenen Abenteuer von Tim und Struppi frei von politischen Äußerungen. Einzig in Der geheimnisvolle Stern gibt es ein Bild das die Expedition mit einer amerikanischen Flagge zeigt. Tatsächlich man in den vor dem Krieg produzierten mehrere kritische Äußerungen über den Faschismus . In König Ottokars Zepter wird der Anschluss Österreichs an Deutschland kritisiert. Wie andere frühere Angestellte der von Nazis kontrollierten Presse wurde Hergé von keinem mehr angestellt. Die nächsten zwei Jahre arbeitete zusammen mit Jacobs und der neuen Assistentin Devos. Sie waren damit beschäftigt die alten in Farbe herauszubringen.

Am 6. September 1946 endete Tims und Hergés Verbannung. Der und Résistance -Kämpfer Raymond Leblanc startete das Magazin Tintin zusammen mit Hergé. Es wurde wöchentlich mit jeweils zwei Seiten Tim und Struppi anderen Comics und ausgewählten Reportagen. Nun endlich der Abschluss von Die sieben Kristallkugeln veröffentlicht. Tintin starte gut und erreichte rasch eine von über 100'000 Exemplaren jede Woche.

Tim und Struppi wurde immer mit "von Hergé" signiert Edgar Pierre Jacob und Hergés andere Assistenten Als Jacobs Anteil an den Arbeiten zunahm er als Koautor genannt zu werden. Hergé ab und die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit endete. produzierte eigene Comics für Tintin inklusive die erfolgreiche Serie Blake und Mortimer .

Krisen

Die Arbeit am Tintin -Magazin beanspruchte Hergé sehr. 1949 während der Arbeiten an der neuen von Im Reiche des Schwarzen Goldes (die erste Version wurde wegen des nie fertiggestellt) erlitt Hergé einen Nervenzusammenbruch. Vier dauerte die Erholung. Ein zweiter Zusammenbruch folgte 1950 .

Um Hergé zu entlasten wurde am 6. April 1950 das Studio Hergé gegründet. Das Studio beschäftigte verschiedene Assistenten Hergé bei der Produktion der Abenteuer von Tim und Struppi zu helfen. Der Künstler Bob De war einer von ihnen. Er arbeitete bei weiteren Geschichten mit und zeichnete Details und so auch die imposanten Mondlandschaften in Schritte auf dem Mond . Mit Hilfe des Studios schaffte es 1954 und 1956 Kohle an Bord zu veröffentlichen. Der Fall Bienlein gilt bei vielen Kennern als das schönsten gezeichnete Album der Serie.

Wieder kamen persönliche Probleme auf Hergé Nach fünfundzwanzig Jahren Ehe kam es zu großen Krise in der Beziehung zu seiner Germaine. Er hatte sich in Fanny Vlaminck junge Zeichnerin verliebt. Zudem hatte er Alpträume träumte von weißen Flächen. Er konsultierte einen Psychoanalytiker der ihm riet die Arbeit an Tim und Struppi aufzugeben. Stattdessen schrieb Hergé Tim in Tibet die wahrscheinlich stärkste aller Tim und Struppi -Geschichten.

Von September 1958 bis November 1959 veröffentlicht handelt Tim in Tibet von Tims Suche nach seinem Freund mit dem er sich in Der Blaue Lotos angefreundet hatte. Die Suche führt ihn hinein in den Himalaja und erlaubte so seine Alpträume künstlerisch zu verarbeiten. Die sonst Vielfalt an Charakteren wurde über weite Strecken ein Minimum reduziert: Tim Kapitän Haddock und Sherpa Tharkey. Hergé bezeichnete später dieses stark gefärbte Abenteuer als seine Lieblingsgeschichte. Die Vollendung Geschichte schien auch in Hergés Leben einen Abschnitt einzuleiten. Seine Alpträume hörten auf und trennte sich von seiner Frau. Die Ehe aber wahrscheinlich erst 1975 geschieden und Hergé heiratete Fanny Vlaminck 1977 .

Die letzten Jahre

Die letzten drei kompletten Abenteuer von Tim und Struppi wurden in wesentlich längeren Abständen produziert: Die Juwelen der Sängerin im Jahr 1961 Flug 714 nach Sydney 1966 und Tim und die Picaros im Jahr 1975 . In dieser Zeit eroberte Tim aber Medien. Tim wurde im französischsprachigen Europa ein Star und ein gesuchter Werbeträger. Ein erster wurde 1960 gedreht Tim und das Geheimnis um das Goldene Vlies . Tim wurde vom jungen Belgier Jean-Pierre gespielt der ihn auch 1964 im Film Tim und die blauen Orangen spielte. 1969 wurde der erste abendfüllende Trickfilm produziert: Der Sonnentempel .

Hergé reiste nun viel. Es gelang den Kontakt zu Tschang Tschong-Jen wiederherzustellen. Nach Kulturrevolution arbeitete Tschang als Strassenkehrer in den Jahren wurde er Leiter einer Kunstschule in 1981 trafen sich Hergé und Tschang nach vierzig Jahren wieder. 1985 zog Tschang nach Paris um wo 1998 auch starb.

1982 benennt die belgische Astronomische Gesellschaft zum Geburtstag von Hergé einen Asteroiden nach ihm. kurz zuvor entdeckte Asteroid Hergé liegt im zwischen Mars und Jupiter.

Hergé starb am 3. März 1983 im Alter von 75 Jahren an einer Blutarmut an der er seit einigen litt. Er wurde auf eigenen Wunsch auf Friedhof am Dieweg im Brüsseler Stadtteil Uccle Dieser Friedhof auf dem auch viele berühmte beerdigt sind ist ein Symbol für den Umgang der Religionen und Kulturen miteinander denn liegen Katholiken Juden und bekennende Agnostiker gemeinsam Der Friedhof wurde 1950 für neue Gräber für Hergé wurde eine Ausnahme gemacht.

Hergé verfügte in seinem Testament dass nach ihm Tim und Struppi weiterführen sollte. So wurde auch sein Abenteuer Tim und die Alphakunst nur als eine Serie von Skizzen Notizen veröffentlicht. 1987 schloss Fanny die Hergé Studios und die Hergé Stiftung. 1988 stellte das Magazin Tintin sein Erscheinen ein.

Literatur

  • Jose-Luis Bocquet u. a.: Die Abenteuer von eine Biografie als Comic ISBN 3551744092
  • Tim und Struppi ein Blick ins Atelier zur Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum Hannover 2001 ISBN 3551747954

Weblinks

  




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