Nach seinem Abitur studierte er Kunstgeschichte Archäologie und Germanistik in Heidelberg und später in München. Dorthin ging Lenz 1937 wo er seine spätere Frau Hanne kennen lernte die er 1946 heiratete. Als Soldat im zweiten Weltkrieg geriet er 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft . Um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren arbeitete von 1951 bis 1971 als Sekretär des baden-württembergischen Schriftstellerverbandes in Vaterstadt Stuttgart.
Hermann Lenz lebte lange Jahre in bevor er 1975 nach München umzog. 1993 gründete er eine Stiftung zur Förderung Autoren und Literaturwissenschaftler. Nach seinem Tode wurde 1999 aus dem traditionsreichen Petrarca-Preis der Hermann-Lenz-Preis einem jährliches Treffen von Freunden der und Poesie gestiftet von Dr. Hubert Burda.
Lenz wurde lange Jahre wenig beachtet sich dann doch Anerkennung und Ruhm einstellten. Peter Handke verhalf ihm 1973 zum Durchbruch. Lenz hat zwischen 1936 und 1997 mehr als 30 Bücher veröffentlicht. "Ich eben ein schwäbischer Dickschädel" sagte Hermann Lenz seinem 85. Geburtstag am 26. Februar 1998 - noch kurz vor seinem Tode Mai desselben Jahres.
Hauptfigur seines Romanwerks ist Eugen Rapp er selbst als die "Volksausgabe des Schriftstellers Lenz" bezeichnete und der Mittelpunkt seiner siebenteilige Chronik" ist. Wie Eugen Rapp sind auch anderen Figuren seiner Romane keine Helden sondern geprägte Alltagsmenschen. So faszinieren seine Bücher auch durch Inhalt und dramatische Handlung als durch Wirkung der bildhaften Sprache.