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Hermann V. von Wied


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Hermann V. von Wied (* 14. Januar 1477 ; † 15. August 1552 auf Burg Wied) war von 1515 bis 1547 Erzbischof des Erzbistums Köln .

Leben

Hermann war der vierte Sohn von Graf Friedrich IV. von Runkel zu Wied-Isenburg dessen Ehefrau Agnes von Virneburg.

Im Alter von 6 Jahren wird im Jahr 1483 dem Kölner Domkapitel zur Erziehung übergeben. Seine Brüder Adam Dietrich waren bereits Domherren in Köln und Trier . Als sein Bruder Adam kurz darauf gleichen Jahr verstirbt erhält Hermann dessen Position Domherr zu Köln. Im Jahr Jahr 1487 wurde Hermann nachdem sein Vater gestorben Vollwaise seine Mutter war bereits im Jahr 1478 verstorben.

Am 8. Dezember 1493 immatrikulierte er sich in der juristischen der Universität zu Köln. Nach dem Tod Erzbischof Philipp II. von Daun wurde er am 14. März 1515 vom Kölner Domkapitel zum neuen Erzbischof von Köln gewählt. Am 26. Juni 1515 erfolgte von Papst Leo X. die Bestätigung der Wahl. Es sollten zur feierlichen Inthronisierung des neuen Erzbischofs jedoch drei Jahre vergehen da der Papst auf noch durchzuführende Priester- und Bischofsweihe bestand.

Hermann nahm 1519 an der Reichsversammlung in Frankfurt teil der Karl V. zum neuen Kaiser des Heilgen Römischen Reiches Deutscher Nation gewählt wurde. Zur Wahl standen neben von Habsburg noch Franz I. von Frankreich und Heinrich VIII. von England . Die Wahl Karls erfolgte durch die Hilfe von Jakob Fugger so erhielt auch Hermann ca. 40.000 Wahlentschädigung für seine Stimme.

Am 23. Oktober 1520 krönte Hermann den gewählten Karl V. in Aachen feierlich zum Kaiser bei den anschließenden Festlichkeiten in Köln wurden die Schriften Luthers mit seiner Zustimmung öffentlich verbrannt. Hermann der Reformation zu diesem Zeitpunkt kritisch und gegenüber.

Auf dem Reichstag zu Worms im Jahr 1521 stimmte er für Ächtung von Martin Luther . Er gehörte zu den Unterzeichnern des Wormser Edikts . 1523 schließlich verbat er das Lesen und der Schriften von Martin Luther im Erzbistum Irrgläubige wurden verhaftet und ausgewiesen. Auf dem zu Speyer im Jahr 1529 stimmte er für die Einberufung einer zur Wiederherstellung des Religionsfriedens. Im selben Jahr 28. September loderten Scheiterhaufen in Köln der Rat der Stadt die Ketzer Peter Fliesteden und Adolf Clarenbach zum Tod verurteilt. Als Erzbischof Herr geistlichen Gerichtsbarkeit im Erzstift hätte Hermann einschreiten er tat es jedoch nicht.

1531 wird Ferdinand I. ein Bruder von Kaiser Karl V. zum deutschen König gewählt. Die Wahl war besonders unter evangelischen Fürsten umstritten trotzdem salbte Hermann den 1532 wurde er Administrator von Paderborn nachdem sein Bruder Friedrich den Bischofsstab reformatorischen Aufständen niedergelegt hatte. Die Ruhe stellte mit der Hilfe von Truppen der Grafschaft wieder her.

1536 rief Hermann ein Provinzialkonzil der Erzdiözese Köln ein. Seinem Ruf folgten viele Kleriker so auch die Bischöfe der Suffraganen Leiden Minden Münster Osnabrück und Utrecht. Auf dem Provinzialkonzil unter Leitung wurden verschiedene Verordnungen zu kirchlicher Lehren Gebräuchen erlassen.

Um 1540 hatte Hermann sich zu dem Entschluß im Erzstift Köln statt nur einer Reform Reformation durchzuführen. Er lud deshalb im Februar 1542 Martin Bucer zu einer Besprechungen mit dem Bonner Propst Gropper nach Köln ein. Im Dezember beauftragte Hermann Martin Bucer eine evangelische Predigt am Münster in Bonn zu halten.

Propst Gropper bekämpfte daraufhin den Reformationsversuch auf das Schärfste. Das Domkapitel verlangte die sofortige Entfernung des lutherischen Ketzers Bucer. Hermann sah sich gezwungen die von Bucer wieder einzustellen. Bei den Landständen Erzstiftes fand Hermann in Frühjahr 1543 Unterstüzung er holte Philipp Melanchthon und andere evangelische Theologen nach Köln.

Das Domkapitel appellierte im September des 1544 öffentlich an den Papst und den Kaiser dem Erzbischof Hermann Einhalt zu gebieten. wurde er auch am 18. Juli 1545 vom Papst nach Rom und vom Kaiser nach Brüssel zur Verantwortung geladen. Hermann ließ sich einen Gesandten vor dem Kaiser rechtfertigen und die päpstliche Ladung.

Am 2. Januar 1546 erhielt Hermann durch den päpstlichen Legaten Verallo von Rossano das Schreiben seiner Suspendierung Papst Paul III. . Am 16. April folgte seine Exkommunikation durch den Papst am 3. Juli schließlich erklärte ihn Papst Paul III. für abgesetzt und ernannte den Koadjutor Adolf III. von Schaumburg zum Administrator. Nach dem Empfang der päpstlichen Bulle erklärte Hermann jedoch öffentlich dass er Papst in Rom nicht mehr anerkenne und die Absetzung nichtig sei.

Am 24. Januar 1547 erreichten die kaiserlichen Kommissare Lalangus und Köln und verlangten von den Landständen des dem designierten Adolf III. von Schaumburg die Treue zu schwören. Hermanns Unterstüzung den Landständen war jedoch noch weitgehend ungebrochen. drohte nun ein Aufstand da große Teil Volkes im Erzstift bereit waren für Hermann kämpfen. Um dieses Unglück zu verhindern entband das Volk vom Treueeid und trat am 25. Februar 1547 als Erzbischof von Köln zurück.

Hermann zog sich auf die Burg zurück. Dort starb er am 15. August 1552 nachdem er das Abendmahls nach lutherischem empfangen hatte. Er wurde bei seinen Eltern der Kirche zu Niederbieber beigesetzt.


Vorgänger:
Philipp II. von Daun
Erzbischöfe von Köln Nachfolger:
Adolf III. von Schaumburg



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