Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Herrenhäuser Gärten in Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover setzen sich aus dem Berggarten dem Großen Garten und dem Georgen- und Welfengarten zusammen.
Der Berggarten wurde 1666 als Gemüsegarten angelegt. Als Standort diente abgetragener Sandberg nördlich des Schlosses von Herrenhausen. Sophie wandelte den Berggarten jedoch in einen für exotische Gewächse um wofür er 1686 ein Gewächshaus erhielt.
Parallel dazu hatte der Garten aber weiterhin wirtschaftliche Aufgaben. Er diente als Experimentierfeld die Anzucht südlicher Pflanzen in Niedersachsen. Dieses scheiterte zwar bei der Reiszucht gelang aber der Zucht von Tabak und Maulbeerbäumen. So ab 1706 die Seidenraupen der Königlichen Seidenraupenmanufaktur Hameln mit Herrenhäuser Maulbeerbaumblättern ernährt. Langfristig lohnte jedoch diese Zucht nicht. 1849 wurde das von Laves erbaute Palmenhaus nach fünf Jahren die wertvollste und umfangreichste Europas beherbergte eröffnet. 1880 kam das Große von Richard Auhagen hinzu. Es handelt sich um ein 30 m hohes palastförmiges Gewächshaus Glas und Eisen mit Galerien und Wasserfontainen.
Nach der kompletten Zerstörung der Gewächshäuser britische Bomberverbände im Zweiten Weltkrieg wurde der Berggarten nach und nach aufgebaut. Als Ersatz für das legendäre Palmenhaus zur Weltausstellung im Jahr 2000 das Regenwaldhaus eröffnet worden in dessen Inneren eine aufgebaut wurde und in der auch tropische leben.
Herzog Georg von Calenberg ließ 1638 Herrenhausen das damals ein selbständiges Dorf war Garten mit Gebäuden anlegen. Sein Sohn Johann ließ sich hier ein Schloss erbauen und beauftragte seinen Gärtner Michael mit dem Bau eines Lustgartens.
Unter Kurfürst Ernst Augusts Frau Kurfürstin wurde der Große Garten ausgebaut. Kurfürstin Sophie hatte ihre Jugendzeit den Niederlanden verlebt und ließ den Garten in an die dortigen Barockanlagen gestalten. Der Große Garten in seiner Gestalt entstand bis 1714 . Der Grundriss umfasst ein verschobenes Rechteck. wird durch Alleen und die Graften (Kanäle) umgeben. Bis die Mitte des 19. Jahrhunderts geriet der Große Garten schließlich in weil sich die folgenden in Personalunion regierenden von Hannover und Großbritannien in London aufhielten und sich daher nicht um Garten kümmerten. Dies entpuppte sich als Glücksfall den Garten: Während im 18. Jahrhundert viele Fürsten anfingen ihre Barockgärten der entsprechend in Landschaftsgärten umzugestalten blieb der Große unverändert. 1862 unter Georg V. von Hannover wurde zur ständigen königlichen Residenz. Doch nach dem Krieg gegen Preußen und die Annexion Hannovers dieser neuen wichtigen Bedeutung des Großen Gartens 1866 ein jähes Ende gesetzt und die begann erneut zu verwahrlosen.
1936 kaufte die Stadtverwaltung von Hannover den Garten und renovierte ihn vollständig. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss Herrenhausen durch britische Brandbomben völlig zerstört. Der Garten musste erneut angelegt werden und war im Jahr 1966 schließlich fertiggestellt. Restaurierungsarbeiten sind bis heute im Gange. Der Große Garten zählt heute den bedeutendsten barocken Gartenanlagen Europas. Jährlich im findet dort bei klassischer Musik ein internationaler Feuerwerkswettbewerb statt der sich zum lokalen Anziehungspunkt hat. Als fester Programmpunkt der Festwochen Herrenhausen hat sich zudem das Kleine Fest im Großen Garten zu einem der beliebtesten Kleinkunstfestivals Deutschlands Das Festival findet jedes Jahr im Sommer verschiedenen Tagen statt und bietet auf vielen und mobilen Bühnen ein breitgefächertes künstlerisches Angebot. Großen Garten befindet sich als eines der ihrer Werke die künstlerisch ausgestaltete Grotte von Niki de Saint Phalle die erstmals im Jahr 2003 für Publikum geöffnet wurde.
1700 wurden im Überschwemmungsgebiet der Leine (Leinemasch) des Hofadels des Königreiches Hannover errichtet. 1768 kaufte Graf Johann Ludwig von Wallmoden-Gimborn dazugehörigen Gärten auf und fasste sie zum zusammen. 1782 kam das Wallmodenschloss hinzu. Es beherbergte Kunstsammlung des Grafen.
1835 bis 1841 wurde der Park in einen Landschaftspark englischem Vorbild umgebaut. Man ließ die Wasserläufe ehemaligen einzelnen Gärten zu Teichen vergrößern. Der Park wurde nach Georg IV. von Hannover Georgengarten umbenannt. Das Wallmodenschloss nannte man fortan Heute beherbergt es das Wilhelm Busch -Museum.
1921 kaufte die Stadt Hannover den Park. Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände als Gemüsebeet genutzt. waren nach dem Krieg Erneuerungsarbeiten nötig um alte Form des Georgengartens wieder herzustellen. Die 1726 durch den Park angelegte 2 km Herrenhäuser Allee wurde ebenfalls zerstört. Bis in 1970er Jahre wurde die Allee vollständig erneuert.
1717 wurde nördlich der Allee der Wohnsitz Grafen Platen "Schloss Monbrillant" erbaut 1857 jedoch schon wieder abgerissen. An seine trat das Welfenschloss umgeben vom Welfengarten . Vor Fertigstellung des Baus annektierte Preußen nach dem verlorengegangenen Krieg 1866 Hannover . So wurde das Gebäude zum Universitätsgebäude vor dem das niedersächsische Wappentier das steht. Auch der Welfengarten wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Nach dem Krieg wurde er Universitätscampus wiederhergerichtet.