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Herzogtum Kleve


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Herzogtum Kleve (manchmal auch Herzogtum Cleve ) ist ein ehemaliges Herzogtum im ehemaligen Kreis zu beiden Seiten des Rheins zwischen Hochstift Münster der Abtei Essen dem Herzogtum Berg Brabant und Geldern gelegen. Der Sitz des Regenten war Stadt Kleve . Es umfaßte ein Areal von 2200 das vom Rhein der Ruhr der Emscher Lippe der Maas der Niers und der Yssel bewässert 100.350 größtenteils kath. Einwohner (das Mörs inbegriffen) zählte.

Das Ländchen früher Grafschaft Kleve ( comitatus Cliviae ) gehörte ursprünglich den Grafen von Teisterbant um 1000 an die Herren von Anton (in Flandern ) als Reichslehen und nach dem Erlöschen Mannesstamms derselben mit Johann I. 1368 an Grafen von der Mark . Kleve wurde 1417 vom Kaiser Siegmund zum Herzogtum erhoben. Herzog Johann III. der Friedfertige seit 1511 Herzog von Jülich (s. d.) und vereinigte 1521 diese Herzogtümer mit Kleve. Er führte 1533 die Reformation in seinen Staaten ein und schloß dem Herzog Karl von Geldern einen Erbvertrag dem zufolge nach des letzteren kinderlosem 1538 Geldern und Zutphen an Kleve fielen; doch mußten jene schon 1543 an den Kaiser Karl V. abgetreten werden. Nachdem Johann Wilhelm IV. ohne Erben gestorben war erhoben mehrere fürstliche Ansprüche auf seine hinterlassenen Länder Jülich Kleve Mark Ravensberg Ravenstein was den jülich-klevischen Erbfolgestreit siehe Herzogtum Jülich) herbeiführte. Kleve kam während 1609 in vorläufigen 1666 in definitiven Besitz der Kurfürsten von Brandenburg . Von 1609 bis 1672 hielten indes die Generalstaaten die festen von Kleve mit ihren Truppen besetzt und der Große Kurfürst von Brandenburg vereinigte nach der ständischen Sonderrechte Kleve völlig mit dem Staat. Nachdem Kleve 1757 - 1762 in französischer Gewalt gewesen war blieb Preußen im Besitz des eigentlichen Herzogtums bis Baseler Frieden 1795 in welchem es den Teil auf linken Rheinseite (etwa 990 km²) an Frankreich das denselben mit dem Roerdepartement vereinigte. Die Zevenaar Huissen und Malburg kamen 1803 an die Batavische Republik . 1805 trat Preußen auch den auf der Rheinseite gelegenen Teil von Kleve an Frankreich Napoleon I. schlug Stadt und Festung Wesel zum Roerdepartement und den übrigen Teil dem 1806 gegründeten Großherzogtum Berg ; 1810 aber verband er das nördlichste Stück mit dem französischen Departement Overijssel . Nach dem Sturz Napoleons I. wurde mit dem linken Rheinufer an Preußen zurückgegeben; die Distrikte Zevenaar Huissen und Malburg kamen Geldern an die Niederlande . Kleve hatte nun von 1816 bis 1821 eine eigne Regierung wurde aber darauf Regierungsbezirk Düsseldorf geschlagen.

[Dieser Artikel basiert in Teilen auf dem aus Meyers Konversationslexikon von 1888-90.]

Literatur

  • Char Geschichte des Herzogtums Kleve Kleve 1845

Weblinks

  • Kleve in: Meyers Konversationslexikon 4.Aufl. 1888-90 Bd.9



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