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Hethiter


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Über den Ursprung der Hethiter ist leider noch recht wenig bekannt. Sprache zählt zur anatolischen Untergruppe der indoeuropäischen Sprachfamilie . Vermutlich sind sie aus Süd russland über den Kaukasus nach Anatolien eingewandert. Als Zeitraum der Einwanderung wird zweite Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr. Da weder eine gewaltsame Invasion noch eine im großen Stil stattfand ist keine genaue möglich. Anscheinend wanderten indogermanische Gruppen nach und nach in Anatolien und vermischten sich teilweise mit der einheimischen hattischen Bevölkerung . Etwa gleichzeitig kamen auch andere indoeuropäische Einwanderer: Die Luwier ließen sich im Süden und Westen die Palaier im Norden und Nordwesten Anatoliens

Die Hethiter übernahmen von den Hattiern die Bezeichnung Hatti für das Land. Sprache nannten sie dagegen Nesisch nach der Kanisch /Nesa.

Die Hauptstadt war zur Grossreichszeit Hattuscha (heute türk. Bogazköy/Bogazkale) im Norden von etwa 150 km. östlich von Anakara.

Inhaltsverzeichnis

Hethitische Fürstentümer

(ca. ?–1700 v. Chr.)
In der hethitischen Frühzeit wurde der Kulturraum von hethitischen Fürstentümern beherrscht. Über einen regen Handelsaustausch mit Zweistromland (Assur) bildete sich Kanisch/Nescha als bedeutendste Handelsmetropole heraus. In dieser Zeit entwickelte sich Einfluss der Handelsbeziehungen die hethitische Kultur weiter Übernahme der altassyrischen Keilschrift fand nicht statt) noch keine politische Einheit. So wurde ca. v.Chr. Hattuscha von einem verfeindeten hethitischen Fürsten In diesem Zeitraum gingen auch die Handelsbeziehungen Assyrien abrupt zu Ende wohl durch Blockade Reisewege durch die in Syrien einwandernden Hurriter.

Die Zeit des hethitischen Alten und Reichs

(ca. 1600–1350 v. Chr.)
Der erste hethitische Großkönig der in Hattuscha seine Residenz nahm ursprünglich aus der Stadt des einstigen Zerstörers. nahm aber den Namen Hattuschili „der von an. Unter seiner Herrschaft kam es zur der mesopotamischen Keilschrift in einer nordsyrischen Variante Keilschriftliteratur ) die mit dem Zusammenbruch des assyrischen aus Anatolien wieder verschwunden war. Daraus entwickelte eine anatolische Schreibtradition die zur Überlieferung einer von Daten auf beschrifteten Tontafeln geführt hat: Staatskorrespondenz und -verträge sind ebenso erhalten geblieben Gesetzessammlungen Kultvorschriften Orakel und altorientalische Literatur. Die 1906 ausgegrabenen Archive von Hattuscha mit rund Tontafelfragmenten bilden den Hauptfundus.

Großkönig Hattuschili I. betrieb den Ausbau Reiches durch gezielte Eroberungen in Inneranatolien und Expansion nach Süden über das Taurusgebirge hinweg Nordsyrien. Sein Nachfolger Murschili setzte die Eroberungen Süden fort deren Ziel die Ausschaltung der Stadtstaaten und die KontroRaubzug nach Babylon (1200 km Luftlinie von Hattuscha!) beendete von Hammurapi . Bald darauf wurde Murschili ermordet und folgte eine Zeit der Unruhe. Der direkte Machtbereich war am Ende dieser Zeit wieder die zentralanatolischen Gebiete geschrumpft und der Staat sich in einer tiefen Krise.

Die Zeit des hethitischen Großreichs

(ca. 1350–1180 v. Chr.)
Großkönig Schuppiluliuma I. reformierte das Reich konnte seine mächtigen Gegenspieler das Volk der im Bereich von Euphrat und Tigris (heute Nordsyrien und Nordirak) zurückdrängen. Auch das im gelegene zwischenzeitlich zur Grossmacht aufgestiegene Reich Arzawa wurde zerschlagen. Das Hethitische Reich beherrschte fast ganz Kleinasien und Syrien. Das hethitisches in Syrien grenzte direkt an die nördlichste des ägyptischen Pharaonenreiches und so kam es zwischen diesen beiden Mächten bald zu Kämpfen.
Als eines der bedeutendsten historischen Ereignisse hethitischen Geschichte zählt die Schlacht von Kadesch 1274 v. Chr.) und der nachfolgende Vertrag Ramses II. und Hattuschili III. (ca. 1259 v. Hierbei handelt es sich um den ältesten Friedensvertrag der Welt von dem unter anderem Kopie – als ein Symbol für den – im UNO -Gebäude in New York zu sehen ist.

Unter Muwattalli verlor Hattuscha für kurze die Rolle der Hauptstadt. Er verlegte seine nach Süden (Datassa in Tarhuntassa bisher noch nicht wiederentdeckt). Aber schon Nachfolger Murschili III. kehrte nach Hattuscha zurück jedoch bald von seinem Onkel Hattuschili III. Unter diesem Großkönig und seinem Sohn Tudhaliya erlebte die Stadt offensichtlich noch einmal eine Hattuscha war nicht nur politische Hauptstadt sondern das Kultzentrum des Landes – die Residenz „Tausend Götter des Hatti-Landes.“

Wiederum konnten Thronfolgestreitigkeiten Missernten und feindliche den Staat gegen Ende des 13. Jahrhunderts Chr. schwächen. Es war eine Zeit der im gesamten Ostmittelmeerraum bei der besonders die Länder unter dem Ansturm von Piraten den genannten Seevölkern zu leiden hatten. Der letzte bekannte Schuppiluliuma II. . berichtet von Kämpfen vor und auf Zypern und in Arzawa (Westanatolien). Überall fanden statt und in Zentralanatolien ergab sich kein für die Reichsstruktur der Hethiter – das kehrte in einen Zustand bäuerlicher teilweise nomadischer zurück. Das Ende der Bronzezeit fällt mit Zusammenbruch des Hethiterreiches und zeitgleich mit der von Troja (heth. vermutlich Wilusa) zusammen.

späthethitischen Fürstentümer

(1200–700 v.Chr.)
Etwa um 1200 v.Chr. ziehen sich Hethiter nach Südostanatolien und Syrien zurück wo Bevölkerung und/oder Oberschichten in den so genannten Fürstentümern noch einige Jahrhunderte die Kultur des weiterpflegen bis sie dem neuassyrischen Reich zum fallen.

Dann verschwinden die Hethiter aus der

Liste der hethitischen Großkönige (Daten nach Kurzchronologie)

(Zu den Schreibungen: Die heth. Aussprache Keilschriftzeichens Schin ist umstritten deshalb findet sich der Literatur die Umschrift 's' neben 'sch')

  • Pithana
  • Anitta
  • Huzziya 0.
  • Labarna I.
  • Hattuschili I.
  • Mursili I. (1531 Plünderung Babylons)
  • Hantili I.
  • Zidanza I.
  • Ammuna
  • Huzziya I.
  • Telipinu
  • Tahurwaili (Platzierung unsicher)
  • Alluwamna
  • Hantili II.
  • Zidanza II.
  • Huzziya II.
  • Muwatalli I.
  • Kantuzzili (?)
  • Tudhaliya I. (II.)
  • Arnuwanda I.
  • Tudhaliya II. (III.)
  • Suppiluliuma I. (um 1330)
  • Arnuwanda II.
  • Mursili II.
  • Muwatalli II. (1274 Schlacht von Kadesch)
  • Mursili III (Urhiteschob)
  • Hattuschili III. (Friedensvertrag mit Ägypten 1253)
  • Tudhaliya IV.
  • Kurunta (?)
  • Arnuwanda III.
  • Suppiluliuma II. (um 1200)

Weblinks

Berichte zu den aktuellen Ausgrabungen und des DAI in Hattuscha:
Ausgrabungen in Hattuscha

Ein Onlinebericht über Hattuscha liefert auch brauchbaren historischen Abriss über die Hethiter:
http://www.hattuscha.de

Literatur:

  • E. Akurgal Die Kunst der Hethiter
  • K. Bittel Die Hethiter 1976.
  • ders. Hattuscha Hauptstadt der Hethiter 1983.
  • P. Neve Hattusa Stadt der Götter Tempel. Neue Ausgrabungen in der Hauptstadt der 1996.



Bücher zum Thema Hethiter

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