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Heufuhr im Engadin um 1900
Als Heu bezeichnet man getrocknete oberirdische Teile von meist Wiesenpflanzen.
Die Pflanzen werden durch die Trocknung eine darauf folgende Gärung konserviert und können bei trockener Lagerung Jahre lang als Futtermittel für Nutztiere verwendet werden.
Früher wurde Heu erst nach der im Juli geschnitten und getrocknet gelegentlich wurde zweites Mal gemäht. Heute werden die meisten dreimal im Jahr gemäht. Das Schnittgut verbleibt nach Wetterlage für einige Tage auf der In dieser Zeit wird es heute zumeist Kreiselwendern mehrmals gewendet um dann mit Kreiselschwadern Schwaden gerecht zu werden.
In der modernen Landwirtschaft wird das heute meist mit Ballenpressen gepresst. Üblich sind Eckballen (ca. 30x10x20cm) oder große mehrere hundert schwere Rund- oder Quaderballen.
Man unterscheidet das Heu nach erstem und drittem Schnitt. Heu des zweiten Schnitts auch als Grummet oder Öhmd bezeichnet; es aufgrund des niedrigeren Stengelanteils feiner strukturiert.
Um qualitativ hochwertiges Heu zu erhalten es wichtig das Mähgut schnell und gründlich trocknen und möglichst staubfrei zu pressen bzw. Zu feucht gepresstes oder eingefahrenes Heu neigt Schimmelbildung und erzeugt aufgrund des zu schnell Gärvorgangs so hohe Temperaturen daß sich Heuballen das gesamte Heulager selbst entzünden können.