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Hexenbad


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Bei dem so genannten Hexenbad handelt es sich um die Durchführung Wasserprobe an einer vermeintlichen Hexe. Das Hexenbad geht somit auf eine uralte Gottesurteilsvorstellung zurück. Üblicherweise wurden die Angeklagten hierbei gebunden in ein Gewässer (See oder auch geworfen oder gesetzt. Gingen sie anschließend unter galten sie als unschuldig schwammen sie oben galt dies als starker Hinweis auf ihre

Obwohl die Mitwirkung von Geistlichen bei Durchführung von Gottesurteilen von der katholischen Kirche auf dem IV. Lateran-Konzil im Jahre 1215 untersagt worden war und auch die von weltlichen Gesetzen seit dem Spätmittelalter immer verboten wurde sodass vermehrt seit dem 13. die Folter als Hilfsmittel zur Erlangung eines Geständnisses Einsatz kam tauchte das Gottesurteil der Kalt-Wasser-Probe der Frühen Neuzeit im Zusammenhang mit der Hexenverfolgung als so genanntes Hexenbad wieder auf. wurde das Hexenbad weiterhin von den meisten als Indiz für den Vorwurf der Hexerei Dennoch führte gerade der Volksglaube häufig dazu vermeintliche Angeklagte darum baten sich der Wasserprobe zu dürfen da sie darin eine gute sahen ihre Unschuld zu beweisen ohne dass der Folter unterworfen wurden.

Das Hexenbad ist eine von mehreren Hexenproben die - obwohl offiziell nicht anerkannt immer wieder Anwendung bei Hexenprozessen fand.


Durchführung eines Hexenbades
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Einer der bekanntesten Hexentheoretiker der die Durchführung des Hexenbades mehrfach gelehrte Schriften rechtfertigte war Wilhelm Adolf Scribonius . Von ihm ist auch folgende Durchführungsvariante Hexenbades überliefert:

"[...]/ Als ich den fünff und zwanzigsten deß Herbstmonats / bey euch zu Lemgow / sind zwen tag hernach / [...] auff erkandtnuß des Raths / drey Zäuberinnen ihre vielfaltigen unnd greuwlichen mißhandlung mit Feuwer leben zum todte gebracht. Desselbigen abends auch wiederumb drey / so von den obgemelten jr mitgenossen und rottgesellen angegeben / von Stadtdienern aufgegriffen / und ins Gefengniß gelegt folgendes tages aber / fast umb zwey nach mittag / sind sie vor dem / zu mehrer erforschung der warheit / auff Wasser gebunden / die kleider abgezogen / folgende weise aber war das binden also Die rechte handt war an den lincken Zehen / und wiederumb die lincke hand den rechten grossen zehen verknüpffet / daß sich mit dem gantzen leibe gar nicht kondten / Darauff in beywesen etlicher tausend / sind sie in das Wasser geworffen und ein jede zu drey malen / gleich wie ein holtz oder block oben / unnd keine undergegangen. [...]"

(aus: Sendbrieff / Wilhelm Adoph Scribonij Marpurg / Von erkundigung und Prob der durchs kalte Wasser (1583).)



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