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Hildebrandslied


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Das Hildebrandslied ist eines der frühesten Textzeugnisse in Sprache. Es ist das einzige noch existierende eines althochdeutschen Heldenlieds. Andere Lieder sind nur der nach 1200 entstandenen altisländischen "Edda Saemundar" finden.

Inhaltsverzeichnis

Handschriftenbeschreibung

Das überkommene Fragment wird in der Murhardschen Bibliothek in Kassel unter der Signatur 2° Ms. theol. 54 aufbewahrt. Es handelt sich bei dieser des Hildebrandsliedes um den einzigen erhaltenen Textzeugen.

Der Text des Hildebrandsliedes befindet sich den Seiten 1 r und 76 v eines frühmittelalterlichen Kodexes also auf der Vorderseite des Blattes und der Rückseite des Blattes 76. Bei Seiten handelt es sich um die Außenseiten Buches.

Es ist in einer Pergament -Handschrift die wahrscheinlich um 830 geschrieben wurde notiert und dürfte ein Eintrag des 4. Jahrzehnts des 9. Jahrhunderts sein. Der Kodex wurde wahrscheinlich in Kloster in Fulda niedergeschrieben und enthält außer dem Hildebrandslied die in lateinischer Sprache verfassten biblischen Texte Sapientia Salomonis und Jesus Sirach .

Es ist in althochdeutscher Sprache in altsächsisch-oberdeutschem Dialekt verfasst. Das Stabreimgedicht ( H iltibrant enti H adubrant untar h eriun tuem. ) besteht aus Langzeilen von denen nur erhalten sind.

Inhalt

Das Hildebrandslied ist das einzige so aus dem süddeutschen Sprachraum überlieferte Heldenlied. Geschildert eine Episode aus dem Sagenkreis um Dietrich von Bern .

Es handelt sich um eine Zweikampf-Situation Hildebrand und seinem Sohn Hadubrand. Da der des Textes verloren ist kann nicht mit Sicherheit gesagt werden ob das Ende eventuell gestaltet war.

Zeitlich dürfte die Handlung im 5. einzuordnen sein als der Skire Odoaker der im Jahr 476 zum Kaiser Westroms ausgerufen wurde gegen Ostgotenkönig Theoderich den Großen kämpfte. In der germanischen Sage wurde dann Dietrich von Bern genannt.

Literatur

Faksimile

  • Hanns Fischer: Schrifttafeln zum althochdeutschen Lesebuch Tübingen 1966 ISBN 3484100087

Ausgaben

  • Elias von Steinmeyer: Die kleineren althochdeutschen Sprachdenkmäler Berlin 1916
  • Wilhelm Braune Ernst A. Ebbinghaus: Althochdeutsches Lesebuch 17. Auflage Tübingen 1994 ISBN 3484107081

Übersetzungen

  • Walter Haug u. Benedikt Konrad Vollmann (Hrsg.): Bibliothek des Mittelalters. Band 1. Frühe deutsche und lateinische Literatur in Deutschland 800-1150 Deutscher Klassiker Verlag Frankfurt am Main ISBN 3618660154
  • Siegfried Gutenbrunner: Von Hildebrand und Hadubrand. Lied Sage Mythos Heidelberg 1976 ISBN 3825323625
  • Althochdeutsche poetische Texte. Althochdeutsch/Neuhochdeutsch ausgewählt übersetzt und kommentiert von Karl Wipf (=Reclams Universal-Bibliothek Band 8709) Stuttgart 1992 ISBN 3150087090

Bibliographien

  • Helmich van der Kolk: Das Hildebrandslied Amsterdam 1967 (bis 1967)
  • Verfasserlexikon. Die deutsche Literatur des Mittelalters herausgegeben von Kurt Ruh et al. York 1981 Band 3 Seite 1240-1256 ISBN 3110087782

Aufsätze

  • Hans Heinrich Meier: Die Schlacht im 'Hildebrandslied' in: Zeitschrift für deutsches Altertum (ZfdA) 119 1990 Seite 127-138

Weblinks



Bücher zum Thema Hildebrandslied

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