Die Einwohnerzahl der Stadt Hildesheim überschritt 1975 die Grenze von 100.000 wodurch sie Großstadt wurde. Mit ihren heutigen ca. 103.000 ist sie die kleinste Großstadt des Landes
Beschreibung : In geteiltem Schild oben in Silber ein schwarzer goldgekrönter Adler mit schwarzer Zunge goldenem Schnabel; unten von Gold und Rot Auf dem gold-rot bewulsteten Stechhelm mit gold-roten eine Jungfrau wachsend in gold-rot quadriertem Kleid beiden Händen einen rot-weiß quadrierten Rosenkranz haltend. ihrem goldenen Haar liegt ein rot-weiß quadrierter mit einer roten und einer goldenen Straußenfeder. Wappen wird meist jedoch vereinfacht also ohne abgebildet (vgl. Abbildung in der Basistabelle) . Die Stadtflagge ist gelb-rot.
Im Jahre 815 wurde das Bistum Hildesheim gegründet. Daher wurde auch die Stadt in den folgenden Jahrhunderten zu einer bedeutenden Neben der Altstadt entstand im 13. Jahrhundert eine Neustadt. Beide wurden 1583 zu einer Stadt vereinigt doch behielt Neustadt noch bis 1803 ihren eigenen Magistrat. Bereits um 1300 musste der Bischof seine Macht über Stadt abgeben da sich die Bürger ein Stadtrecht gaben. 1367 trat Hildesheim der Hanse bei. 1542 fand die Reformation durch den Mitstreiter Martin Luthers Dr. Bugenhagen Einzug in die Stadt. bestand das Bistum Hildesheim noch weiter bis 1802 säkularisiert wurde. Stadt und Bistum kamen unter die Herrschaft Preußens und 1807 vorübergehend unter französische Hoheit. 1813 wurde Hildesheim dem Königreich Hannover zugeordnet und 1815 wurde die Stadt Sitz eines Amtes ab 1823 zur neu gebildeten "Landdrostei Hildesheim" gehörte. Stadt selbst genoss jedoch von Anfang an gewisse Selbständigkeit. Das Amt Hildesheim wurde mehrfach u.a. wurden 1852 Gemeinden dem benachbarten Amt Marienburg zugeschlagen Sitz sich ebenfalls in Hildesheim befand. 1859 wurden dem Amt Hildesheim 16 Gemeinden aufgelösten Amtes Ruthe zugeordnet.
1866 kam Hildesheim mit dem gesamten Königreich wieder zu Preußen. 1885 erhielt Hildesheim den Status einer Kreisfreien Stadt und wurde Sitz des aus dem Hildesheim hervorgegangenen Landkreises Hildesheim sowie des aus der Landdrostei Hildesheim Regierungsbezirks Hildesheim . Der Landkreis Hildesheim wurde in der mehrmals verändert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die historische Fachwerk -Altstadt von Hildesheim am 22. März 1945 bei einem alliierten Bombenangriff fast vollständig Ab 1948 begann der Wiederaufbau der Stadt und Baudenkmäler. Bereits 1946 wurde der ebenfalls 1885 entstandene Landkreis Marienburg mit dem Landkreis vereinigt.
1970 wurde Hildesheim Hochschulstadt als die "Abteilung der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen" ihren Betrieb in aufnahm. Die Eingemeindungen der 1970er Jahre führten zum Anstieg der Einwohnerzahl dass 1975 die Großstadt-Grenze erreicht wurde.
Im Rahmen der Kreisreform in Niedersachsen 1977 wurde die Stadt Hildesheim dem Landkreis eingegliedert der gleichzeitig um den bisherigen Landkreis (Leine) vergrößert wurde. 1978 erfolgte schließlich die Auflösung des Regierungsbezirks Seither gehört der Landkreis Hildesheim und mit die Stadt Hildesheim zum Regierungsbezirk Hannover .
Im Jahre 815 wurde das Bistum Hildesheim gegründet zu dessen Gebiet die Bewohner Stadt Hildesheim anfangs gehörten. Während die Altstadt Archidiakonat St. Andreas gehörte war die Neustadt seit dem 12. Jahrhundert einem besonderen Archidiakonat dem Dompropst unterstellt. Desweiteren gab es ein St. Nikolai zu welcher die Dammstadt gehörte. um 1300 musste der Bischof seine Macht über Stadt abgeben da sich die Bürger ein Stadtrecht gaben. Daher konnte ab 1542 auch die Reformation durch den Mitstreiter Martin Luthers Dr. Bugenhagen Einzug in der Stadt Danach waren die Klosterkirchen St. Michaelis St. und St. Martini lutherisch während der Dom Stiftkirche Heiligkreuz das Kloster St. Godehard und Maria-Magdalenen katholisch blieben. Der Magistrat der Stadt sich fortan als "oberster Bischof" der Stadt der Neustadt) doch setzte er als Verwaltungsbehörde "Konsistorium" mit einem Stadtsuperintendenten ein. Das Bistum bestand jedoch weiter bis es 1802 säkularisiert wurde. Stadt und Bistum kamen unter die Herrschaft Preußens und 1807 vorübergehend unter französische Hoheit. 1813 wurde Hildesheim dem Königreich Hannover zugeteilt die protestantischen Kirchengemeinden der Stadt gehörten somit zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers . Hier wurde die Stadt Sitz eines Dessen Amtsbezirk wird heute als Sprengel bezeichnet aus mehreren Kirchenkreisen besteht. Die Kirchengemeinden der Hildesheim gehören heute - sofern es sich um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt. Innerhalb Landeskirche gibt es auch eine Landeskirchliche Gemeinschaft. gibt es auch eine Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in die zur Evangelisch-reformierten Kirche gehört.
Da das Bistum Hildesheim nach der nicht aufgehoben wurde gab es in Hildesheim auch Katholiken . Das Verhält war etwa 1/3 zu 1802 wurde das Bistum Hildesheim säkularisiert und 1824 wieder neu festgelegt. Bis 1930 gehörte es zur Kirchenprovinz Köln dann zum Erzbistum Paderborn und 1995 wurde es der neu gegründeten Kirchenprovinz ( Erzbistum Hamburg ) zugeordnet. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören Dekanat Hildesheim das aus 5 Seelsorgeeinheiten besteht.
Ferner ist Hildesheim der Sitz des ganz Deutschland zuständigen Bistums der Serbisch-Orthodoxen Kirche (im Stadtteil Himmelsthür).
An der Spitze der Stadt stand der bischöfliche Stadtvogt doch befragte die Bürgerschaft seit dem 12. Jahrhundert den "burgenses" oder "Besten" also eine Bürgermeister. Ein Rat ist seit 1236 nachweisbar. Dieser hatte 36 Mitglieder von je 12 jährlich in der Ausübung der wechselten. Ab 1345 ist ein "Bürgermeister" bezeugt. 1635 wurde die Zahl der Ratsmitglieder auf ab 1703 sogar auf 6 reduziert. Mit dem der Stadt an Preußen endete der jährliche Wechsel im Rat. dahin war die Verwaltung der Altstadt und Neustadt ziemlich ähnlich. Lediglich die Zahl der war unterschiedlich. 1806 wurden Alt- und Neustadt endgültig verschmolzen die nunmehr vereinigte Stadt von einem Magistrat Diesem gehörten ein Stadtdirektor als Leiter 1 2 Polizeisenatoren 1 Syndikus und 1 Großkämmerer Von 1808 bis 1813 galt die französisch-westfälische "Maireverfassung". 1815 führte das Königreich Hannover eine neue Stadtverfassung mit einem administrativen einem Justizmagistrat ein die später mehrmals verändert im Grundsatz aber bis 1933 beibehalten wurde. Mit der Bildung des Stadtkreises Hildesheim 1885 erhielt der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister . Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Stadtoberhaupt von der NSDAP eingesetzt.
1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. gab es einen vom Volk gewählten Rat. wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2001 wurde in Hildesheim die Doppelspitze in Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er seit 2001 direkt vom Volk gewählt.
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit 1803
1803 - 1843 : Georg Otto Ferdinand Lohde Bürgermeister
1843 - 1848 : Dr. Carl Christoph Lüntzel Bürgermeister
Universität Hildesheim ; Ursprünglich gab es in Hildesheim eine aus der 1643 eine philosophisch-theologische Lehranstalt und schließlich ein Priesterseminar hervorging. 1946 wurde im Alfeld (Leine) eine Pädagogische Hochschule errichtet. Aus Einrichtungen ging 1989 die Universität Hildesheim hervor.
Fachhochschule Hildesheim/Holzminden ; gegründet 1971 aus mehreren Vorgängereinrichtungen für Handwerk Baugewerbe Sozialpädagogik mit den Standorten Hildesheim und Holzminden . 1974 wurde in Göttingen ein weiterer Standort eröffnet. ( Website )
Niedersächsische Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege ; Die Fachhochschule nahm im August 1979 ihren Betrieb auf nachdem die Landesregierung bereits 1974 den Beschluss gefasst hatte die Ausbildung die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der Verwaltung künftig als Studiengang Fachhochschule einzurichten. Die Fachhochschule bildet Beamtenanwärter in Fachbereichen Allgemeine Verwaltung Rechtspflege Steuerverwaltung und Polizei
Das Stadtgebiet Hildesheims gliedert sich in Stadtbezirke bzw. Stadtteile . 8 Stadtteile bilden jeweils eine eigene Ortschaft zwei weitere Stadtteile bilden zusammen eine gemeinsame Ortschaft im Sinne der Niedersächsischen Gemeindeordnung Jede Ortschaft hat einen Ortsrat der je Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen 7 und 11 hat. Dem Ortsrat steht ein Ortsbürgermeister vor. Die Ortsräte werden von den und Bürgern direkt gewählt und sind in Gebiet zu allen wichtigen Angelegenheiten zu hören. hinaus gibt es für die Ortschaft Marienburg Ortsvorsteher als Ansprechpartner vor Ort.
Die Stadtbezirke der Stadt Hildesheim mit amtlichen Nummern (die Ortschaften sind durch eine gekennzeichnet):
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis handelt es sich meist um Schätzungen danach Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.
Dom-Museum Hildesheim; Dieses Museum betreut neben anderen Werken kirchlicher Kunst auch Teile des Domschatzes.
Neisser Heimatmuseum
Roemer- und Pelizaeus-Museum; Dieses Museum ist durch Ausstellungen gegen Ende des 20. Jahrhunderts weltweit geworden. Es bewahrt eine ausgezeichnete alt-ägyptische Sammlung bedeutende völkerkundliche und naturwissenschaftliche Objekte auf. Eine des Roemer- und Pelizaeus-Museums ist das Stadtgeschichtliche im Knochenhaueramthaus
Hildesheim Marktplatz mit Rathaus und Rolandbrunnen koloriertes um 1900
Seit in den 1980er Jahren das berühmte auf wenige Teile komplett verloren gegangene und Fotografien rekonstruierte Knochenhauer Amtshaus und mehrere Fassaden zerstörter Gebäude nachgebildet konnte bietet der so genannte historische Marktplatz ein ähnlich geschlossenes Bild wie das einstige Bürger- und Handelszentrum im Spätmitteltalter.
Hildesheim besitzt zahlreiche nach 1945 wiederaufgebaute die oftmals im Kern bis in die romanische Zeit zurückgehen; zu nennen sind insbesondere: St. Marien (romanisch Fundamente z.T. vorromanisch) St. ( ottonisch Anfang 11. Jh.) St. Godehard (hochromanisch Zweiten Weltkrieg nur leicht beschädigt in den Jahren des 20.Jh. Mauerwerkssanierungen) St. Andreas (romanisches Westwerk im Kircheninneren erhalten gotische Markt- und Bürgerkirche) und St. Mauritius außerhalb (romanische Stiftskirche barockisiert ; 1945 nicht zerstört; Kreuzgang). Auch die Teilen mittelalterliche Kirche zum Heiligen Kreuz mit Kreuzgangbereich wurde nach 1945 wiederaufgebaut. Der Domschatz die Michaeliskirche stehen auf der UNESCO-Liste des
Der erste Dombau entstand im 9. Jahrhundert unter Bischof Alle Nachfolgebauten erheben sich auf dessen Fundamenten. der Kriegszerstörung wurde die Barockisierung des Doms und eine Wiedererrichtung in angenommenen "frühromanischen" Formen Weltberühmt sind die Bronzegüsse aus der Zeit Bernwards (993-1022): Bernwardstür (mit Darstellungen aus der Heilsgeschichte ) und Christussäule (mit Darstellungen der Taten Weitere Schätze sind der Heziloleuchter (roman. Leuchterkrone der Vierung "himmlisches Jerusalem") und der spätromanische Berühmt ist außerdem der "tausendjährige" Hildesheimer Rosenstock an der Domapsis der den Feuersturm Zweiten Weltkriegs überstanden hat.
Die Michaeliskirche wurde von Bischof Bernward zu Beginn des 11. Jahrhunderts als Grabeskirche begonnen und unter Bischof Godehard fertiggestellt. vorromanische ("ottonische") Baukonzept verbindet den Gedanken der mit einer geometrisch-quadratischen Raumgliederung. Im 12. Jahrhundert bis auf 2 alle Langhaussäulen erneuert und der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts schließlich Westchor erweitert sowie die bemalte Langhausdecke (Stammbaum ausgeführt. Neben dieser Deckenmalerei als bedeutendes Ausstattungsstück der nördliche Teil der spätromanischen Chorschranke erhalten. zahlreichen Veränderungen im Lauf der Jahrhunderte wurde Michael nach der Kriegszerstörung in der ursprünglichen wieder aufgebaut. Sie ist eines bekanntesten Fotomotive Stadt ist kann somit als Wahrzeichen der Stadt bezeichnet werden.
St. Godehard wurde im 12. Jahrhundert der Heiligsprechung des Benediktinerabts und späteren Hildesheimer Godehard (Gotthard) als benediktinische Klosterkirche im hochromanschen erbaut und ist bis heute ohne wesentliche erhalten (Ausmalung und Ausstattung 19. Jh.). Teile Klausurbereichs (Ostflügel mit Kapitelsaal Südflügel mit spätmittelalterlichen Kellerräumen) sind erhalten jedoch wurden die südlichen bei einer Umbaumaßnahme in der 2. Hälfte 20. Jh. in der Substanz beeinträchtigt.
Ev.-luth. Kirche; um 1140 als romanische erbaut; teilweise im Mauerwerk des heutigen Turms Stift seit etwa 1200. Der gotische Bau 1389-1504 errichtet. Der Turm wurde Ende des Jahrhunderts auf 118 m gemauert ist der Kirchturm Niedersachsens und gehört damit zu den höchsten Kirchen der Welt .
Die folgenden Personen sind in Hildesheim Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Hildesheim oder nicht ist dabei unerheblich.
ca. 1428 Didrik Pining entdeckte Amerika im Jahre also 19 Jahre vor Kolumbus als Kapitän Auftrag der dänische Krone ("Ist kaana da" er bei der Entdeckung in breitem Hildesheimer seinem Steuermann zugerufen. Und der habe brav Landname in die Karte eingetragen: "Kanada")
1768 28. Februar Godehard Joseph Osthaus † 30. Dezember in Hildesheim Bischof von Hildesheim und apostolischer von Osnabrück 1829-35
1772 31. März Franz Ferdinand Fritz alias Johann Franz † 6. September 1840 in Hildesheim Bischof Hildesheim und apostolischer Administrator von Osnabrück 1836-40
1859 14. März Adolf Bertram † 6. Juli 1945 Schloß Johannesburg bei Breslau Bischof von Hildesheim
1877 26. Juli im Ortsteil Drispenstedt Karl Schwabe † April 1938 in Sponholz/Neubrandenburg 1. Staatsminister von 1923-28
1884 10. Dezember Hans Krüger † 9. August 1933 in Hannover des Staatsministeriums von Mecklenburg-Strelitz 7.1. - 13.10.1919
1886 29. August Joseph Godehard Machens † 14. August in Hildesheim Bischof von Hildesheim 1934-56
Johannes Heinrich Gebauer Geschichte der Stadt Hildesheim. 2 Bde. Hildesheim Leipzig: Lax 1922
Herbert Reyer Kleine Geschichte der Stadt Hildesheim. Hildesheim: Lax 1999 VIII 131 Seiten.
Menno Aden Hildesheim lebt. Zerstörung und Wiederaufbau. Eine Chronik. Hildesheim: Gerstenberg 1994. 240 Seiten.
Literatur zu Kirchen
Michael Brandt Der vergrabene Engel. Die Chorschranken der Hildesheimer Funde und Befunde Ausst. Kat. Hildesheim 1995.
Karin Heise Der Lettner des Hildesheimer Doms - Die der Münsterschen Werkstätten 1535-1560 2 Bände Hildesheim 1998 (= Der Dom - Studien und Quellen Bd. 2 + 2 2).