Hinterbrühl ist ein etwa 17 km südwestlich Wien gelegener Ort mit ca. 5000 Einwohnern. Gemeinde besteht aus den drei Katastralgemeinden Hinterbrühl Sparbach und Weissenbach . Bis 1971 waren es drei eigenständige 1963 wurde Hinterbrühl eine Marktgemeinde. Es besitzt eine Volks- Haupt- und Schule sowie ein SOS-Kinderdorf .
Berühmt ist die Seegrotte: Im Jahre 1912 strömten nach einer Sprengung im damaligen Hinterbrühl mehr als 20 Millionen Liter Wasser ungeheurer Wucht in die Gänge und Stollen. diesen Einbruch bildete sich der größte unterirdische Europas.
Von 1944 bis 1945 befand sich in der Hinterbrühl ein Konzentrationslager in dem politische Gefangene aus ganz Zwangsarbeit leisten mussten. Die Häftlinge wurden gezwungen in der Seegrotte Kriegsflugzeuge für die deutsche Wehrmacht zu fertigen. In den letzten Kriegstagen 1945 löste die NS-Führung die Außenstelle des KZ Mauthausen auf und befahl den rund 1800 den 200 km langen Rückmarsch in das ( Oberösterreich ) den fast niemand von ihnen überlebte. Häftlinge wurden bereits vor dem Abmarsch mit getötet bzw. von SS -Angehörigen erwürgt.
1988 wurde oberhalb der Seegrotte - an Ort an dem sich vormals das Massengrab 51 getöteten ZwangsarbeiterInnen befand - eine Gedenkstätte errichtet. Im Juli 2000 sowie im Januar 2004 wurde diese von unbekannten Tätern beschädigt teilweise zerstört.
Im Jahr 1883 wurde von Mödling aus die erste österreichische elektrische Straßenbahn nach Vorderbrühl eröffnet die 1885 bis Hinterbrühl verlängert wurde. Sie wurde 31. März 1932 eingestellt.