Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Hipparcos ( Hi gh P recision Par allax Co llecting S atellite ) ist ein Satellit für Zwecke der Astrometrie . Er wurde 1989 von der europäischen ESA gestartet um ein Netz von etwa Sternen mit bisher unbekannter Präzision zu vermessen war bis Juni 1993 aktiv. Er wurde dem griechischen Astronomen Hipparch von Nicäa benannt der die Veränderlichkeit Sternörter entdeckte.
Insgesamt bestimmte der Satellit über 1 Million Sternörter 118.000 davon Koordinaten und Bewegungen in einer Winkelgenauigkeit die Golfball auf dem NewYorker Empire State Building - und zwar von Europa aus gesehen. Hipparcos-Daten (300 Gigabyte ) gaben schon im Jahr der Publikation für hunderte Aufsätze von mehr als 1.000 - und bieten noch Arbeit bis mindestens
Hipparcos' Methode ist die Sterne elektro-optisch Profilen zu scannen die mit Ausgleichungs-Software zu vernetzt werden. Das primäre Ergebnis jeder Zeit- Epoche sind Positionen der gemessenen Sterne. Aus zeitlich weit liegenden Epochen können Eigenbewegungen abgeleitet werden aus Positionen im Abstand halben Jahren die Parallaxen und damit die Entfernungen der Sterne. Auffinden der Kandidatensterne benötigte Hipparcos bereits so genaue Positionen umfangreiche Vorarbeiten mit irdischen Teleskopen nötig waren.
Leider wurde die geplante Umlaufbahn wegen Defekts nicht erreicht. Dieser Mangel wurde aber längere Missionsdauer und veränderte Meßkonzepte wettgemacht so im Sommer 1993 die Beobachtungen erfolgreich abgeschlossen
Hipparcos war für die Astrometrie einen bedeutender Meilenstein: Die Örter Parallaxen Eigenbewegungen von 118.000 Sternen wurden mit einer unerreichten Präzision von etwa 0.003" bzw. 0.002"/Jahr sie sind im Hipparcos-Katalog verzeichnet. Darüber hinaus vermaß ein zweites an Bord über eine Million Sterne mit noch beachtlichen ±0.02" die sich nun im Tycho-Katalog finden. Diese beiden Kataloge sind die Realisation des neuen Referenzkoordinatensystems am Himmel ICRF. erlauben nun auch Hobbyastronomen mit Teleskop und Digitalkamera genau und halbautomatisch jedes einzumessen.
Derart präzise Sternkoordinaten Entfernungs- und Geschwindigkeitsdaten befruchten viele Aspekte Astronomie. Einige davon sind:
Besseres räumliches Bild der Sternverteilung und Bewegungsverhältnisse
¹) Bisher waren diese (schwachen) Sterne genau genug vermessen so dass die Bedeckungslinien der Erde oft zu unsicher für mobile waren. Nun löst der Tycho-Katalog das Problem auf etwa ±100 m.
Hipparcos konnte während seiner dreijährigen Lebensdauer Asteroiden beobachten. Sie wurden mit präzisen Meridiankreis -Messungen (La Palma und Bordeaux) zu Bahnbestimmungen kombiniert die Genauigkeiten von 0.04" oder erreichen.
Als Nachfolge-Projekt für Hipparcos kommt GAIA DIVA in Frage - mit mindestens 10facher und vielen Millionen Sternen.