Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Hirtenvolk werden Volksgruppen bezeichnet deren Lebensgrundlage die Viehzucht ist. Sie sind im Gegensatz zu nicht sesshaft sonderen haben in den meisten eine nomadische Lebensweise. Sie sind vor allem dort wo Ackerbau sich witterungsbedingt oder wegen Nährstoffarmut lohnt. Sie lassen stattdessen von ihren Viehherden Gras abweiden. Gras ist eine sehr robuste genügsame Pflanze und wächst noch an Orten der Anbau von Nutzpflanzen nicht möglich ist. Hirten bleiben solange an einem Ort bis Gras abgeweidet ist und müssen dann für Herden neue Weidegründe aufsuchen. Viele Hirtenvölker sind auch Reitervölker .
Das bekannteste Hirtenvolk sind wohl die Mongolen . Im Gebiet der Tundra leben rentierzüchtende Hirtenvölker wie Lappen und Samen . Hirtenvölker gibt es aber nicht nur Europa und Asien sondern auch in Afrika die Massai . In Amerika und Australien gibt es Hirtenvöker.
Die ersten Hirten haben sich vor rund 10.000 Jahren zur gleichen Zeit oder etwas später als Ackerbauern aus Jägern und Sammlern der Jungsteinzeit Dabei hat wie schon gesagt die Vegetationsbeschaffenheit Rolle gespielt. Der Übergang zwischen Ackerbau und war dabei fliessend. Wenn z.B. Hirtenvölker in einwanderten in denen Ackerbau betrieben wurde haben oft selbst diese Lebensweise angenommen siehe Indogermanen . Von großer geschichtlicher Bedeutung war wohl Pferdehaltung und die Erfindung des Reitens (nur Eurasien ). Dadurch waren die Hirten im Vergleich den Ackerbauern enorm beweglich. Das hatte vor militärische Vorteile und auch Nachrichten konnten viel ausgetauscht werden. So kann man leichter verstehen manche Hirtenvölker z.B. im 5. Jahrhundert die Hunnen und im 12. die Mongolen so große Eroberungsfeldzüge durchführen konnten. Vor wenn man bedenkt dass damals die Gebiete dünn besiedelt waren und die Leute weiter lebten.