Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Als Historisch informierte Aufführungspraxis (auch "historische Aufführungspraxis") bezeichnet man die Alte Musik in einem Klangbild wiederzugeben das dem Zeitpunkt ihrer Entstehung nahekommt. Die Insider-Abkürzung für Art Musik zum Klingen zu bringen lautet
Ein wichtiger Meilenstein zur Wiederentdeckung Alter war die Wiederaufführung von Bachs Matthäus-Passion 1829 durch Felix Mendelssohn-Bartholdy . Das Werk wurde dabei allerdings weit Bearbeitungen (Instrumentierung Kürzungen) unterzogen da es in Urgestalt als nicht zumutbar empfunden wurde. Zudem einfach die aktuell üblichen Instrumente Spieltechniken und eingesetzt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann allmähliche Besinnung auf werkgetreuere Aufführungstechniken zunächst bei Barockmusik unter Zuhilfenahme von original erhaltenen Instrumenten exakten Nachbauten. Die Anfangs belächelten Pioniere waren England Arnold Dolmetsch (1858-1940) und in Deutschland Cellist Christian Döbereiner (1874-1961) der sich mit Gambe beschäftigte und um 1905 die "Vereinigung für Alte Musik" gründete. Die so genannte Gambenbewegung der 1920er -Jahre war ähnlich der Wandervogel -Bewegung eine Form des Protestes gegen das diesem Fall künstlerische) Establishment.
Ab 1927 musizierte August Wenzinger unter des Amateurgeigers und Industriellen Hans Hoesch aus mit anderen interessierten Musikern in der "Kabeler Kammermusik" zum Teil auf Orginalinstrumenten. Der Initiative Komponisten Paul Hindemith verdanken wir eine der ersten öffentlichen der Solo-Sonaten und -Partiten von Johann Sebastian Bach durch den Geiger Eduard Melkus zu der 1950er Jahre. Die Bach-Interpretationen des Ensembles den Dirigenten und Cellisten Nikolaus Harnoncourt legten ab 1948 endgültig den Grundstein Historisch informierten Aufführungspraxis. Auflistung einiger Interpreten siehe: Barockmusik
Vielfach wurden früher Instrumente verwendet die ausstarben (z. B. Gamben Zinken Krummhörner ). Diese müssen von Instrumentalisten neu erlernt da die Kontinuität der Lehrtradition unterbrochen ist.
Aber auch heute noch bekannte Instrumente sich deutlich von ihren heutigen Formen. Beispielsweise Violinen andere Abmessungen sowie Saiten aus Tierdarm statt aus Metall und mit Bögen gepielt die anders als heutige geformt (gestreckt bis konvex statt konkav ) was sich deutlich auf den Klang
In früheren Zeiten waren Stimmtonhöhen nicht festgelegt (vgl. hierzu den Artikel Kammerton ). Der für eine Aufführung gewählte Stimmton dem Werk und den Instrumenten entsprechen.
Von entscheidender Bedeutung für eine angemessene ist dass das Frequenzverhältnis der Töne der untereinander den Bedingungen des Werkes entspricht. Ein der Alten Musik mit einem moderneren Stimmungssystem kann leicht ausreichen den Charakter des Stücks zu verändern denn frühere Komponisten habe die Stimmungssysteme üblicherweise sehr bewusst in ihren Werken
Musikern war es früher weit mehr erlaubt Notentext eigene Verzierungen und Improvisationen hinzuzufügen. Darüberhinaus wurde von den Komponisten generell nicht so akribisch notiert wie späteren Zeiten. Es konnte beispielsweise vorausgesetzt werden ausübende Musiker wussten wie ein Tempowechsel auszuführen Der Freiraum für die Verantwortung des Interpreten sich auch in der Generalbass -Technik aus.
Das spätere quasi "standardisierte" Orchester gab es noch nicht. Die Aufführungsapparate im allgemeinen deutlich kleiner und ihre Besetzung von Werk zu Werk wie auch von zu Aufführung.
Der frühere intensive Gebrauch von Knabenstimmen gar Kastraten stellt die heutige Musikpraxis verständlicherweise vor Daher müssen auch Kompromisse eingegangen und stattdessen oder Countertenöre eingesetzt werden. Insgesamt vermutet man dass Stimmen früher kleiner waren und weniger Vibrato hatten.
Zur historisch informierten Aufführungspraxis gehört auch Auswahl geeigneter Räume. Oft merkt man alten an ob sie für einen kleinen und "trockenen" oder aber einen großen hallenden Raum wurden. Sehr bedeutend in diesem Zusammenhang ist Tatsache dass viele Kompositionen ausdrücklich die Ausdehnung Raums einbeziehen so z. B. in der Venezianischen Mehrchörigkeit .
HTML-Code zum Verweis auf diese Seite: <a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Historisch_informierte_Auff%FChrungspraxis.html">Historisch informierte Aufführungspraxis </a>