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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 30. Juli 2014 

Hochwasser


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Hochwasser wird der Zustand bei Gewässern genannt dem der Wasserstand sich deutlich über dem normalen Pegelstand des Gewässers befindet.

Es wird zwischen regelmäßig wiederkehrenden Hochwassern Tidehochwasser oder Flut Frühjahrshochwasser) und unregelmäßigen oder einmaligen Ereignissen Sturmfluten Jahrhundertflut an der Elbe ) unterschieden.


Hochwasser 2002

Länder mit geringen Reliefhöhen wie die Niederlande Deutschland und Dänemark versuchen sich durch massive Deichbaumaßnahmen und Sperrwerke vor Hochwasser zu schützen. kein intensiver Hochwasserschutz betrieben kann es wie Bangladesch am Mündungsdelta des Ganges häufiger zu humanitären Katastrophen und vielen Toten kommen.

Hochwasser-Situationen entstehen auch im Landinneren durch Anschwellen der Flüsse und Seen sowie durch die Gefahren des Wildbaches . Auch durch Entstehen von Eisstößen können entstehen.

Grundsätzlich sind Hochwässer Bestandteile des natürlichen Zur Katastrophe werden sie erst wenn menschliche Werte sind. Im Zuge der fortschreitenden Landnutzung wurden größere Flächen die Hochwassergefahren ausgesetzt sind genutzt. stieg die Bedrohung durch Hochwässer ständig. Zudem die menschliche Flächennutzung (Versiegelung der Landschaft) sowie Ausbau der Gewässer (lineare Regulierung Verminderung der verschärfend auf den Hochwasserabfluss.

Zumeist sind jedoch extreme Hochwasserereignisse in und großen Einzugsgebieten zum Großteil auf extreme zurückzuführen. Bei diesen Extremereignissen sind die Auswirkungen Eingriffe gering da die meisten Regulierungen und versagen. Ebenso ist der Einfluss der Versiegelung Landschaft gering da wegen der Sättigung des durch den Regen der Abflussbeiwert auch in natürlichen Einzugsgebieten hoch ist. trifft dies auf Niederschlagsereignisse zu die nach folgen oder auf gefrorenen Boden treffen.

Signifikante Änderungen des Abflussgeschehens durch die Bodenversiegelung sind vor allem in kleinen Einzugsgebieten zu erwarten.

Der Beitrag des Klimawandels zum Hochwassergeschehen ist strittig und von örtlichen Verhältnisse abhängig (Steigerung von Extremereignissen Verschiebung Schnee zum Regen etc.). In manchen Regionen mit einer Steigerung des Jahresniederschlages in anderen einer Verminderung zu rechnen.

Das Hochwasserrisiko lässt sich durch zwei Komponenten beschreiben:

  • Die Verwundbarkeit das heißt die Empfindlichkeit betroffenen Einrichtung oder Nutzung gegenüber Überflutungen und
  • Das Ausmaß und die Häufigkeit der

Maßnahmen zum Hochwasserschutz können daher folgende Aspekte umfassen:

  • Anpassung der Nutzung an die Hochwassergefährdung Änderung der landwirtschaftlichen Nutzung sichere und schadensarme von Bauwerken)
  • Schutz vor dem Hochwasser durch
    • Rückhalt des Niederschlagswassers in der Fläche durch Rückhaltebecken
    • Schutz betroffener Gebiete oder Objekte durch Deiche (in Österreich auch als Hochwasserschutzdämme bezeichnet)
    • Erhöhung der Abfuhrkapazität der Gewässer durch und Flutmulden
  • Rechtzeitige Warnungen und Alarmierung durch automatische Pegelmessstationen.

Zwischen den einzelnen Maßnahmen bestehen Abhängigkeiten. B. können Regulierungen und Deichbaumaßnahmen zu einer der Hochwassergefahr für Unterlieger oder Anrainer führen. Errichtung von Hochwasserrückhaltebecken (Retentionsbecken) verringert das Risiko einer häufigen zu Lasten eines seltenen aber katastrophalen Dammbruchs ein Totalversagen des Rückhaltebeckens.

Qualifikation von Hochwässern

Hochwässer werden zumeist als Ereignisse mit angegeben (z.B. der Pegelstand beim HQ 100 ). Beispielhaft ist das 100jährliche Hochwasser ein das im Mittel alle 100 Jahre einmal Das heißt nicht dass nach einem Jahrhunderthochwasser Jahre kein Ereignis dieser Größe folgt. Ein kann durchaus einem anderen folgen. Zudem ist beachten dass sich die Wahrscheinlichkeit im Zuge Nutzungsdauer eines Gebäudes von einem Ereignis getroffen werden akkumuliert. Bei einer Nutzungsdauer von 30 beträgt die Wahrscheinlichkeit von einem HQ 100 getroffen zu werden ca. 24 % sollte somit nicht vernachlässigt werden.

Im Allgemeinen werden folgende Schutzziele angestrebt explizit für Österreich)

HQ 30 Untergeordnete Objekte

HQ 100 Standardschutz

HQ 150 Ausbaugrad Wildbach

darüber hinausgehende Schutzgrade werden bei besonderer (z. B. für die Stadt Wien ) angestrebt.

Bei allen Hochwasserschutzmaßnahmen ist jedoch zu dass stets ein Restrisiko besteht (Anlageversagen Überschreitung Bemessungshochwassers).

Organisation des Hochwasserschutzes

Für Österreich gilt:

Die unmittelbare Hilfe und Abwehr im erfolgt durch die örtliche Feuerwehr . Langfristigere Hilfe erfolgt durch den Katastrophenhilfsdienst der Feuerwehr und Assistenzeinsätze des Bundesheeres .

Das meist benutzte Hilfsmittel beim Hochwasserschutz der Sandsack .

Die Errichtung Erhaltung und Betrieb von erfolgt durch die individuell Betroffenen Wassergenossenschaften Kommunen und Wasserverbände .

Siehe auch: Portal Feuerwehr

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