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Homonymie


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Die Homonymie ( griech. homonnymia : die Gleichnamigkeit) bezeichnet die zwischen Wörter die die Eigenschaft besitzen homonym zu sein bzw. die Homonyme sind.

Homonyme Wörter besitzen zwei oder mehrere Werden solche Wörter in ein und demselben Zusammenhang verwendet so spricht man auch von Äquivokation .

Zur Homonymie in der klassischen Logik

In der klassischen Logik ist Homonymie logischer Fehler der dadurch entsteht dass ein Wort in ein und demselben Schluss zur verschiedener Begriffe verwendet wird.

Diese Mehrdeutigkeit von Wörtern verschiedener Gattung die Sophisten zur Konstruktion von Trugschlüssen vermeintlichen Schlussfolgerungen. in der Antike war folgender Sophismus bekannt:

  • 1) "Die von Kranken genommene Arznei gut"

  • 2) "Je mehr Gutes man tut besser ist es"

  • Schlusssatz:" Arznei muss man möglichst viel

In diesem Sophismus wird die Mehrdeutigkeit Wortes "gut" ausgenutzt; es bezeichnet im Obersatz Wirkung der Arznei auf den Kranken kennzeichnet im Untersatz das Handeln von Menschen anderen Angenehmes Nützliches zu tun.

In der Logik heißen derartige Sophismen terminorum

Zu den aus der Homonymie folgenden

Theoretisch werden zu den in der Logik folgende vorwiegend aus der Homonymie stammenden gerechnet:

  • fallacia etymologiae : bei diesem Fehlschluss einem Begriff eine seiner sprachlichen Ableitung fremde nur rein äußerlich auf ihn zutreffende Bedeutung

  • fallacia orthographiae : bei diesem Schluss eine gleichklingde Wortbedeutung unterstellt die auf einem Fehler in der Schreibweise beruht. Beispiel : lehrt bildet die Menschen. Der Zecher leert Glas also bildet der Zecher die Menschen.

  • fallacia homonymiae simplicis : bei diesem liegt eine Verwechslung einer Person vor wenn Name der Verwechselten gleich ist. Beispiel: es der Philosoph "Feuerbach" mit dem gleichnamigen Maler

  • fallacia syntaxeos : ein Fehlschluss der einer falsch verstandenen syntaktischen Beziehung beruht. Beispiel: Werk in deinem Schrank ist Lessings "Hamburgische Dramaturgie" somit ist es nicht Eigentum sondern das der Familie Lessing". Platon hatte schon in seinem Dialog "Euthydemos" dass dieser Fehler in der Hauptsache in Äquivokation und in der Weglassung eines Verbindungspartikels in einer im Zusammenhang selbstverständlichen Einschränkung bestehen.

  • fallacia metaphorae : ein Fehler der von Fehlschlüssen bei der eine Metapher einmal ihrer bildlichen und darauf in ihrer ursprünglichen auftritt. Beispiel: Die Jugend der Lenz des blüht nur einmal. Der Frühling ist die mithin blüht der Frühlung nur einmal.

  • fallacia synonymis : der Fehler der der Vertauschung synonymer Ausdrücke auftritt. Beispiel: Ein gewordener Schwerhöriger sagt zu einem anderen: Reise Venedig da werden die 'Tauben' auf Staatskosten

siehe auch Amphibolie



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