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Hornburg


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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt in Niedersachsen . Ein Ort gleichen Namens ist Hornburg Eisleben ( Sachsen-Anhalt ).
Karte Wappen

Basisdaten
Bundesland : Niedersachsen
Regierungsbezirk : Braunschweig
Landkreis : Wolfenbüttel
Samtgemeinde : Schladen
Fläche : 22km²
Einwohner : ca. 3000
Postleitzahl : 38315
Vorwahl : 05334
KFZ-Kennzeichen : WF
Webseite: http://www.hornburg.de
Die Stadt Hornburg gehört zur Samtgemeinde Schladen im Süden des Landkreis Wolfenbüttel ( Niedersachsen ) und hat etwa 3000 Einwohner.

Die Hauptwirtschaftszweige sind der Tourismus die Landwirtschaft und die papierverarbeitende Industrie. Hornburg ist die Geburtsstadt des deutschen Papstes Klemens II. ( 1046 - 1047 ) und besitzt eine historische Altstadt.

Hornburg das am Fluss Ilse liegt eine Fachwerkstadt und staatlich anerkannter Erholungsort. Das mehr tausendjährige Rothenburg des Nordens gilt als eine der schönsten Kleinstädte ein Ruf den sich der Ort jetzt gern mit seiner nur zehn Kilometer entfernten Landkreis Halberstadt gelegenen Partnerstadt Osterwieck teilt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Historisches Wappen am Dammtor von 1552

Die namensgebende Hornburg wurde 994 erstmals in einer Urkunde im Zusammenhang Markt- Münz- und Zollrechten der Stadt Quedlinburg erwähnt. Auf einem Kalksteinplateau am "Großen gelegen war die Burg die nördliche Grenzfeste der Halberstädter Bischöfe. hier aus zog Barbarossa 1181 in die Schlacht gegen Heinrich den Löwen . Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg Angriffsziel kaiserlicher und Truppen und wurde 1645 vom schwedischen General Königsmarck zerstört. Nach einem großen Brand 1512 wurden auch 120 Häuser der umliegenden zerstört. Vom Halberstädter Bischof 1528 erstmals als Stadt bezeichnet erhielt es Jahre später Marktrechte .

Seine Blütezeit erlebte Hornburg im 16. Jahrhundert als es durch Hopfenanbau zu beträchtlichem Wohlstand kam. Diese für Brauwesen wichtige Pflanze gedieh hier durch die klimatischen Bedingungen - wenig Regen und viel - besonders gut. Hornburg war im Mittelalter von einer Mauer umgeben durch die Tore führten. Das Dammtor von 1552 (Bild) zeugt noch heute davon; an ist Hornburgs Wappen mit Adam und Eva Wer immer in der Sicherheit von Stadtmauer wollte musste den Erwerb eines Grundstücks nachweisen Bürgergeld von 4 Talern zahlen und einen Löscheimer besitzen.

Hornburg lag bis zur Wiedervereinigung unmittelbar an der Grenze zu DDR . Diese Randlage hat der Stadt einige gebracht die erst durch Aktivitäten neueren Datums teilweise wieder behoben werden konnten.

Fachwerk

Dieser großen Ära verdankt Hornburg seine verzierten Renaissance - Fachwerkhäuser mit den überkragenden Stockwerken und Schmuckbalken mit ausgemalten Fächerrosetten Fächerfriesen und Spruchbändern reich sind. Hier gibt es bauliche Beziehungen zu Halberstadt und Einbeck . Das wohl schönste Fachwerkhaus der Altstadt dem heute das Schuhhaus Apelroth untergebracht ist am Marktplatz; es wurde 1609 als Ratsapotheke erbaut. Die Neue Straße ihren niedrigen Haustüren lässt ahnen wie klein Menschen früher waren. man sollte sich jedoch täuschen: ein Grund hierfür war die Erhöhung Straßenniveaus zur Verhinderung von Überflutungsschäden. Durch die fließt der Fluss Ilse; die hier 1604 erbaute Hagenmühle ist die einzige erhaltene Wassermühle im Landkreis Wolfenbüttel.

Ein schlimmer Verlust für die Fachwerkstadt Hornburg entstand als 1972 durch Brandstiftung eines der schönsten und Fachwerkhäuser das Neidhammelhaus vernichtet wurde. Die wertvolle war stehengeblieben musste aber wegen Einsturzgefahr abgerissen Dies bedeutete einen empfindlichen Einschnitt in das Gefüge des Stadt- und Straßenbildes an der in der Nachbarschaft zur Kirche. 1996 wurde die bis dahin eingelagerte denkmalgeschützte vor einen Neubau gesetzt und konnte so Ort und Stelle erhalten bleiben. Erbaut wurde Neidhammelhaus 1563 von dem damaligen Stadtkämmerer Valentin Mitgau. Familienwappen ein von einem Pfeil durchbohrtes Herz einen der zehn Ständerbalken im ersten Stock. den Ratsakten aus dem Jahre 1594 war "der Neidhammel" das höchst besteuerte in Hornburg.

Sehenswertes / Wissenswertes

Orgel der Hornburger Kirche Beatae Mariae Virginis

Beatae Mariae Virginis von 1616 gilt als eine der schönsten evangelischen im nördlichen Harzvorland. Sie ist der erste Hallenkirchenbau im Bereich der Braunschweigischen Landeskirche noch vor ihrer gleichnamigen Schwester Wolfenbüttel. Die barocke Orgel zählt zu den bedeutendsten Norddeutschlands . Das Handwerksmuseum am Montelabbateplatz beherbergt Handwerksstuben Bilder der Stadtgeschichte; ein Raum ist dem bekanntesten Hornburger Papst Klemens II. gewidmet. Das dem Museum angeschlossenen Biedermeierhaus der Burgmauer beherbergt eine vollständig eingerichtete Kleinbürgerwohnung der Zeit um 1900 .

Über den Dächern der Stadt sieht das Wahrzeichen Hornburgs die Burg : ockergelb gestrichen und über einen steilen mit der Innenstadt verbunden. Wer etwas darüber möchte der muss sich allerdings außerhalb der informieren denn hier heißt es "Betreten verboten". ihrer Zerstörung 1645 lag das Gelände bis 1922 brach erst dann wurde es von Lüdecke nach einem Stich von Merian teilweise auf den Grundmauern rekonstruiert. Nach Plänen des Architekten Bodo Ebhard entstand ein das außen wie eine mittelalterliche Burg innen wie eine feudale Villa anmutet. 100 der 800 Quadratmeter Wohnfläche Treppenaufgänge ein.

Ehemalige Synagoge

Unweit der Marienkirche am Damm stand dem 1569 erbauten Renaissance-Wohnhaus Nr. 20 die barocke Synagoge deren vollständige Inneneinrichtung heute im "Ausstellungszentrum Aegidien" Lessingplatz 2 in Braunschweig zu besichtigen ist.

Das Wohnhaus selbst war von von 1763 bis 1810 Judenschule. 1766 in der zweiten Reihe errichtet galt Synagoge als Beispiel eines speziell für diesen errichteteten Bauwerks - eine Rarität im Norddeutschland 18. Jahrhunderts . Der kubische Fachwerkbau mit Mansardwalmdach war quadratischem Grundriss mit 9 Metern Seitenlänge errichtet Auf der Westseite trug ein Anbau zwei Türen eine zum Vorraum der Männersynagoge die Treppe der Frauen-Empore.

Als direktes Vorbild gilt die durch Lehmann 1712 errichtete Synagoge zu Halberstadt - eine der größten und reichsten Zeit deren ausladendes Mansarddach die niedrigeren Häuser jüdischen Viertels überragte (eine Forderung des Talmud ). Die Hornburger Synagoge erschien bis ins als etwas schlichter gehaltene Verkleinerung dieses Gebäudes. 1924 wurde das baufällige seit 1882 nicht mehr von einem Minjan („Minjan" Mindestzahl von zehn erwachsenen jüdischen Personen die Betgemeinde bilden) genutzte Gebäude abgetragen.

Weblinks



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