Das Horn als Instrument ist schon seit der Antike bekannt.
Waren es zunächst Tierhörner und Muscheln wurde auch dort schon versucht Instrumente Holz oder Metall zu fertigen. Im Mittelalter gab es verschiedene hornähnliche Jagdinstrumente. In instrumentenbaulichen Definition ist ein Horn zu 1/3 gebaut und zu 2/3 konisch im Rohrverlauf. Trompete dagegen hat ein umgekehrtes Verhältnis.
Am Ende des 17. Jahrhunderts hielt Horn Einzug in die Kunstmusik. Ludwig XIV. (Frankreich) beschäftigte 14 Parforce-Hornisten für die Gestaltung Hofmusik. Schon bald brachte Jean-Baptiste Lully auch diese Instrumente in das Orchester. den Trompetern wurden im Barock auch für die Hornisten Partien und in sehr hoher Clarinlage geschrieben. Dies verschob zum Ende des 18. Jahrhunderts beim Horn der Mittellage der Töne und eines runden romantischen Hornklanges. Da noch keine Ventile erfunden versuchte man die fehlenden Töne der Naturtonskala die Stopftontechnik zu erweitern. Die Hand im Schallbecher Instrumentes dunkelte dabei die Naturtöne um bis einem Ganzton ab. Auch instrumentenbautechnisch wurde dem getragen das Horn bekam eine weitere Stürze für verschiedene Tonarten und einen Hauptzug den genannten Inventionszug.
Das Horn hatte nun viele Bezeichnungen:
Parforcehorn - großwindiges Instrument zur Reiterlichen Jagd umgehängt
Corno da caccia - übersetzt Jagdhorn meinte hohe Clarinhorn in der barocken Musik
Corno Corno da chasse - Bezeichnungen für Naturhörner im Orchester
Inventionshorn - Instrument mit einem zusätzlichen Zug Einstimmen
Cor solo - Letztes Instrument Anfang des Jahrhunderts vor Einzug der Ventile für Solisten festem Mundrohr. Die verschiedenen Stimmungen wurden auf Inventionszug gesteckt.
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts werden Hörner als Ventilinstrumente gebaut. Die Erfinder waren und Stölzel. Zunächst mit 2 Ventilen gebaut sie am Beginn noch wie Naturhörner geblasen Ventile ersetzten nur den umständlichen Bogenwechsel. Schon kam ein drittes Ventil dazu das Ventilhorn chromatisch und löste sich damit von der des Naturhorns. Um 1850 war der Wechsel in fast allen vollzogen wenngleich die Tradition des Naturhorns noch Zeit separat weiterlebte.
War die Stimmung der Ventilhörner zunächst F festgelegt versuchte man doch bald auch in B welche besser und sicherer in Höhe ansprachen. 1897 konstruierten Eduard Kruspe und Geisig aus Erfurt dann das erste Doppelhorn waren die Stimmungen F und B in Instrument vereint und konnten mit einem Umschaltventil werden. Diese Instrumente werden bis zum heutigen geblasen und bilden den Standard heutiger Orchesterinstrumente. 1970 wurde dann noch versucht die Hoch-F-Stimmung das Horn zu integrieren. Das Ergebnis waren in der Stimmung tief F/B/hoch F. Durch Spielweise ist die Notation für F- und häufig in F. Die Notation ist aber des öfteren in Es. Hierbei muss der tranponieren (einen Ganzton tiefer spielen). Es gibt die Möglichkeit den Stimmzug zu wechseln. Man jedoch die Methode des Transponieren bevorzugen da durch Tauschen des Stimmzuges die Stimmung stark kann.
In heutiger Zeit gibt es wieder erfreuliche Renaissance des Naturhorns in seinen Formen barockes Instrument Parforcehorn oder Inventionshorn. Große Verdienste der Wiederbelebung des Naturhorns hat sich der Hermann Baumann erworben.
Eine besondere Form des Waldhorns ist Waldhorntube oder Wagnertuba welche Richard Wagner nach seinen Angaben um 1870 für das Orchester des Nibelungenrings bauen ließ. Die Wagnertube ähnelt dem ist aber enger mensuriert. Wie das Horn sie links gegriffen und mit dem gleichen geblasen. Die Wagnertube wird immer im Quartett dabei gibt zwei Tenortuben in B und Baßtuben in F. Auch Anton Bruckner und Richard Strauss haben Wagnertuben verwendet.
Brüchle/Janetzky: Kulturgeschichte des Hornes (großer Bildband Text deutsch und englisch)
Brüchle/Lienhard: Hornbibliographie. 3 Bände.
Philip Farkas (1956): The art of frenchhorn playing. S. Miami Florida.
Philip Farkas : Die Kunst der Blechbläser. Deutsch von Peter Steidle. München 1980 (Edition Pizka).
Roland Horvath Die Entwicklung des Hornes als und sein Niederschlag auf die Hornliteratur. 35 Wien 1967. (Verlag Wiener Waldhornverein WWV L
Roland Horvath Mozart und das Horn. 18 S. Literaturverz.. Wien 1975. (Verlag Wiener Waldhornverein WWV 5).
Kurt Janetzky / Berhard Brüchle Das Horn. kleine Chronik seines Werdens und Wirkens. 112 Erschienen in Bern 1977 bei Hallwag. 1984 to B. Schott´s Söhne Mainz. ISBN 3-7957-2344-2 .
Kurt Janetzky Aus der Werkstatt eines Hornisten. Gesammelte von Kurt Janetzky. Hgg. von Michael Nagy. Seiten. Wien 1993. Verlag: Vom Pasqualahaus. ISBN 3-9012-5401-3 .