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Hochschulfunk


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Im Frühjahr 1950 nahm eine von Ingenieurschulstudenten zunächst behelfsmäßig und von ihnen auch betriebene Betriebsfunkanlage der Ingenieurschule Ilmenau den Sendebetrieb auf. Aus einem provisorischen wurden täglich Sendungen von fünf bis zehn Länge in der großen Pause in die übertragen. Die Redaktion war damals schon thematisch die Bereiche Politik Kultur Wirtschaft Technik und Sport unterteilt.

Der Fachschulfunk übernahm auch die damalige die zu Durchsagen der Stadtverwaltung sowie von und anderen Organisationen an die Bevölkerung der Ilmenau diente. Im Auftrag der SED -Kreisleitung des Rates des Kreises und des der Stadt Ilmenau wurde 1954 ein alter PKW zu einem Übertragungswagen öffentliche Veranstaltungen wie am 1. Mai oder Jahrestag der DDR aufgerüstet der aber schon 1956 wegen liegen blieb und in der Folge demontiert

Als im Herbst 1951 die Kapazität der Ingenieurschule auf 800 Studenten erweitert wurde kam das bis dahin als Finanzschule genutzte Alte Technikum der heutige wieder zur Ingenieurschule zurück. In den Jahren 1952 und 1953 wurde dann wiederum durch Ingenieurschulstudenten im 319 des Vorderhauses das später so genannte aufgebaut. Mit Hilfe von Durchsagen und Aushängen nach Gründung der Hochschule die ersten ihrer für die jetzt in Hochschulfunk umbenannte Einrichtung werden. Zwischen 1953 und 1955 benutzten Fach- Hochschulstudenten das Studio gemeinsam. 1955 ging das dann voll an die Hochschule für Elektrotechnik

Das Studio war in einen Vorraum Archiv und Akten) einen Regieraum und einen aufgeteilt. Im Sprechertisch war das Mikrofon CV 7049 vom Funkwerk Leipzig (die »Flasche«) eingebaut. Der Raum selbst mit Bastmatten verkleidet unter denen sich eine Glaswatte befand. Das Studiofenster zwischen Sprecherraum und war dreifach verglast und mit Gummi abgedichtet. dem Fußboden lag ein dicker Teppich zur Im Regieraum standen ab 1952 zwei professionelle der Fa. Wetzel die mit einer Bandgeschwindigkeit 76 2 cm/s arbeiteten. Nun konnten Sendungen Musikaufnahmen aufgezeichnet und geschnitten werden. Die Klebetechnik flüssigem Aceton erforderte dabei großes handwerkliches Können. Maschinen hatten bereits getrennte Wiedergabe- Aufnahme- und

Bei dieser Bandgeschwindigkeit passten auf 1000 Band nur etwa 21 Minuten Sendung. 1956 man die Bandmaschinen durch Abdrehen der Tonwellen 38 1 cm/s um und verbrachte lange damit das Tonarchiv umzuschneiden. 1958 konnten zwei TB 56d der Fa. Elektro-Akustik Gebr. Israel werden. Damit wurde es möglich Beiträge mit Rundfunk auszutauschen. Außerdem konnte das knappe Bandmaterial nun an ökonomischer eingesetzt werden. In der wurde dieses meist bei Praktikumseinsätzen der Hochschulfunker den Sendern Weimar und Leipzig besorgt.

Der Regietisch mit Kommandomikrofon Reglerfeld Pegelmesser Abhörfeld wurde ebenfalls noch von der Ingenieurschule und gebaut und war bis 1993 in Zur weiteren Ausstattung gehörten außerdem eine Verstärkeranlage UKW-Empfänger das Klinkenfeld und ein Drahtfunkempfänger. 1958 ein Kondensatormikrofon CMV 563 der Firma Neumann

Ab 1955 sendete man regelmäßig thematische in die Mensa im Curiebau: Montag - Sport vom Dienstag - Kultur und Wissenschaft Mittwoch - Donnerstag - Aktuelles/Reporter Freitag - Satire Sonnabend Tanzmusik. Die Sendungen wurden am Abend zuvor Ein Sprecher vom Dienst fügte am jeweiligen aktuelle Meldungen hinzu die im Studio abgegeben konnten. Zu einer Sendegruppe gehörten ein Sendeleiter Redakteur ein Sprecher und ein Techniker.

Vor allem die Sendung »Satire« war schwierig zu gestalten. Hier wurden kritikwürdige aber lustige Dinge gesammelt und mit Musik in gesetzt. Der zuständige Redakteur Frithjof Schneider wurde seine kritischen Beiträge gemaßregelt und musste zur für zwei Jahre in die »Produktion«.

Nach 1956 versuchten Hochschulparteileitung und FDJ-Leitung aufgeschreckt durch die aktuelle politische Entwicklung - größeren Einfluss im Hochschulfunk zu gewinnen. Dieser nun direkt der Hochschulparteileitung unterstellt. Allerdings betrachtete sich dort immer als relativ eigenständige Gruppe keiner regelmäßigen Kontrolle oder Zensur unterlag. Beschwerden Sendungsinhalte gab es gelegentlich aber immer erst dem Abfahren der Sendungen. Es steht jedoch Zweifel dass in den Köpfen der Funker die eigene Schere wirkte.

Mit dem Beginn von Vorlesungen in Festhalle im Februar 1957 wurde dort über Jahre ein Außendienststudio zur akustischen Versorgung der aufgebaut. Daraus ergab sich die Zweiteilung des - der Innendienst produzierte Sendungen und betreute Musikarchiv der Außendienst übernahm die Beschallung auch allen anderen Veranstaltungen in der Festhalle von über den Hochschulfasching - mit eigenen traditionellen - bis zu den vielen Betriebsfesten der der Stadt und des Kreises Ilmenau bei die diensttuenden Außendienstler natürlich auch nicht bei nicht kleinlich bemessenen Speisen- und Getränke-Gutscheinen für Betriebsangehörigen vergessen wurden.

Seit 1957 wurden praktisch alle größeren im Kreisgebiet vom Hochschulfunk beschallt. Jährlich kamen etwa 150 Veranstaltungen zusammen. Ein Höhepunkt waren jährlichen Beschallungen der 1. Mai-Feierlichkeiten. Über Postleitungen die einzelnen »Sprechstellen« mit einem zentralen Programm dem Innendienst versorgt.

Durch den Hochschulfunk wurden auch die betreut. Erwähnenswert ist vor allem das traditionelle zwischen Lehrkörper und Studenten das auch kommentiert

Bis in das Jahr 1966 hinein täglich ein Programm von 1 5 Stunden die alte Mensa im Curiebau gesendet. In folgenden drei Jahren reduzierte sich die tägliche auf 15 Minuten bis der Sendebetrieb im 1969/70 fast vollständig zum Erliegen kam und eingestellt wurde. Ursache waren die zunehmenden Beschwerden Mitarbeiter der Hochschule sowie der Küchenfrauen von einige sogar mit Kündigung drohten.

Bis zur Eröffnung der neuen Mensa dem Ehrenberg beschränkte sich der Sendebetrieb auf einstündige Live- Sendungen dienstags und donnerstags von Uhr bis 19 Uhr die nur in Internatsbaracken am Großen Teich über installierte Diodenbuchsen werden konnten. Außerdem hielt man sich mit Produktion von Werbevorspännen für den Hochschulfilmclub über

Bei der Planung der neuen Mensa Ehrenberg war der Hochschulfunk trotz vorhandener detaillierter aufwändig und professionell selbst entwickelter Projekte von Architekten vergessen worden. Als bis heute bestehende teilte man 1972 einen winzigen Raum vom Flur in der Mensa ab der dann Studio diente. Anfangs gab es auch nur rudimentäre Verkabelung: eine Lautsprecherbuchse eine Mikrofonbuchse und Lautsprecher pro Mensasaal sowie eine einfache Verstärker-Anlage Kölleda. Erst in den Winterferien 1976 wurde Mensa komplett verkabelt. Dazu wurden ein Klinkenfeld und 40 km Kabel gezogen.

Nach der Eröffnung der neuen Mensa dort bis Ende der 90er Jahre zweimal Kurzmagazine die so genannte »Funkzeit« übertragen. Die kamen vor allem aus dem Hochschulalltag der und der Stadt. Das Ganze wurde bunt Musik und Veranstaltungshinweisen gemischt. Die Sendungen waren und wurden während der Mittagspause mehrfach wiederholt.

Am 31.05.1975 wurde die letzte Veranstaltung der Festhalle durch den Hochschulfunk beschallt - Vertrag mit der Stadt war ausgelaufen. Die für die Reparatur und Instandhaltung der Geräte aus der Festhalle in eine Baracke am Weg ausweichen.

Nachdem Ende der 70er Jahre die Fernsehtechnik von der Film- und Bildstelle übernommen war betätigte sich der hsf zunehmend auch den Gebieten Video und Fernsehen. 1977 konnte erste Werbefilm im Foyer der Mensa gezeigt 1982 ergänzte man dann die Verkabelung in Mensa durch Videokabel. Ein eigener »Fernsehtext« entstand dem man zuerst Dokumente abfilmte und diese auf den Monitoren in der Mensa wiedergab. dem 1988 selbstgebauten Rechnersystem wurde eine Art in Betrieb genommen das seit dem Herbst Informationen per Breitbandkabel in den Wohnheimen verbreitet.

Das mittlerweile mehrfach weiterentwickelte »vollgrafische« System sich auch heute noch einer großen Popularität wird von den unterschiedlichen Vereinen an der zur Verbreitung von Informationen genutzt. Zu den Aktivitäten des »hsf-TV« gehört die Produktion von Bergfest- und Diplomandenfilmen sowie Nachvertonungen. Mit der 1989 eröffneten sich auch für den Hochschulfunk Möglichkeiten. Zunächst einmal nahm das Interesse an kritischer Information wieder stark zu. Die Ereignisse sich derart dass die Sendezeit in der für die Berichterstattung nicht mehr ausreichte. Als darauf wurde im Herbst 1990 eine neue aus der Taufe gehoben die »Funkgrube«. Aktuelle Entwicklungen wurden darüber hinaus auch in den öffentlichen Talkshows des Hochschulfunks und der Studentenzeitschrift diskutiert. Im Frühjahr 1991 ging dann die hsf-tuesday-night über den Sender die aus dem heraus entstand neben den Vorproduktionen auch einmal live zu arbeiten. Diese vierstündige Sendung zum die mittlerweile das Kernstück eines bedeutend umfangreicheren bildet setzte sich aus Infomagazin Talkshow mit und Musikspecial zusammen. Sie wurde anfangs über Tonunterträger des Fernsehkabelsenders hsf-TV ab 1992 über UKW-Frequenz im Campus-Kabelnetz ausgestrahlt.

Im Herbst 1991 wurde der hsf e.V. gegründet. Der Hochschulfunk war - wie alle anderen Arbeitsgemeinschaften - aus der Verantwortung damaligen TH Ilmenau entlassen worden und musste selbst für sein Überleben sorgen. Dazu gehört allem die Beschaffung der für den Betrieb Radiostation notwendigen Finanzen. Fördermittel und Spenden (auch sowie Zuschüsse von Studentenrat und Studentenwerk bilden die materielle Grundlage des Vereins.

Im Jahr 1993 bot sich dem zum ersten Mal die Gelegenheit on air Sendung zu gehen. Im Rahmen der ersten Studentenwoche in Ilmenau (ISWI) genehmigte die Thüringer einen Betriebsversuch zu lokalem Rundfunk. Das hsf-ISWI-Radio vom 16. bis 23. Mai 1993 ein über eine UKW-Sendeanlage der Telekom vom Kickelhahn Watt auf 104 4 MHz). Von 35 und »Alt-«Funkern wurde ein attraktives Programm gestaltet dank der relativ hohen Sendeleistung in fast Thüringen zu hören war. Inzwischen konnte das »Vollprogramm« bereits fünfmal (1995 1997 1999 2001 2003; dann jeweils mit geringerer Leistung vom bzw. vom Tragberg in Langewiesen) wiederholt werden ist dank der mittlerweile erfolgten Gesetzesnovelle des Privatrundfunkgesetzes schon fast eine Selbstverständlichkeit.

Das alte Studio im Curiebau wurde Frühjahr 1993 endgültig aufgegeben - das damals überaus marode Gebäude wurde vollständig entkernt und ausgebaut. Der Hochschulfunk siedelte in das neue im Oeconomicum um das unter tatkräftiger Arbeit Mitglieder des Studentenradios mit neuer - und - Technik ausgestattet wurde und inzwischen zur der Medienstudenten der Technischen Universität dient. Der Zulauf bei den Medienstudiengängen und die damit zeitlichen und räumlichen Beschränkungen machten einen erneuten notwendig.

Ende 1995 konnte im Keller des L das kleine Studio in Betrieb genommen Pünktlich zur ISWI'97 war dort auch das Studio fertig. Ein Großteil der eingesetzten Technik aus der Hauptregie des ehemaligen Jugendradios DT64 wurde komplett umgerüstet und erweitert. Ebenfalls zur war das Festival-Radio auch per RealAudio im zu hören. Mittlerweile besitzt der hsf studentenradio einen eigenen Studiokomplex mit zwei Aufnahmestudios einem einer sozialen Ecke und sogar einer eigenen

Seit Juni 2001 werden zirka 24 Programm pro Woche live in den Himmel Ilmenau geschickt. Produziert werden die Sendungen von 40 mehr oder weniger ständigen Mitarbeiterinnen und Alle anfallenden Aufgaben - Schulungen Organisation des Durchführung neuer Projekte wie die schrittweise Umrüstung digitale Technik - werden auch weiterhin in Arbeit erledigt.

Das Jahr 2002 brachte gleich zwei Ereignisse mit sich. Zunächst war der hsf Januar 2002 Gründungsmitglied der »Landesarbeitsgemeinschaft Bürgermedien Thüringen« Bürgermedien) einem Netzwerk aller freien Radios und in Thüringen. Außerdem wurde im Herbst des das alte DT64-Regie-Pult im große Studio durch leistungsstärkeres Studer-Pult ersetzt.

Sicher ist es in dieser kurzen der Geschichte des Hochschulfunks Ilmenau nicht möglich alle Ereignisse einzugehen vielleicht wurde auch das oder andere wichtige vergessen. Wir können aber sein dass die Begeisterung für das Medium weiterhin ungebrochen ist.

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