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Hutterer


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Die Hutterer sind eine täuferische Kirche die in Gütergemeinschaft lebt und auf Hutter zurückgeht.

Inhaltsverzeichnis

Glaubensinhalte

Die Hutterer unterscheiden sich von den durch ihr Leben in Gütergemeinschaft nach den aus der Apostelgeschichte "Und alle die da gläubig geworden lebten zusammen und hatten alle gemein". Das hutterische Weltbild ist vom Gegensatz (himmlisch/Gott) vs. böse (weltlich/Teufel) und einer wörtlichen der Bibel geprägt.

Geschichte

Mit der ersten hutterischen Taufe in Zürich um 1525 bildeten die Hutterer einen eigenen Flügel der reformatorischen Bewegung. Kern ihres Glaubens ist der Mensch frei über seine Taufe entscheidet. Taufe von unmündigen Kindern wird strikt abgelehnt und führte schon 16. Jahrhundert zu Verfolgung der Täuferbewegung durch die Amtskirche . 1529 wurde die Erwachsenentaufe bei Todesstrafe durch Kaiser Karl V. (HRR) verboten.

Durch die Verfolgung bildeten sich Glaubensinseln Gleichgesinnten besonders in Böhmen und Mähren wo die Hutterer wegen ihres Fleißes waren und nicht verfolgt wurden. 1533 wird Jakob Hutter zum Oberhaupt einer gewählt und verwirklicht dort seine Vorstellungen einer Gemeinschaft. Neben einem arbeitsamen keuschen und bibelgetreuem gehörte dazu vor allem die Idee des Besitzes. Die entstehenden Gemeinden würde man aus Sicht als kommunistische Gruppen einordnen.

Bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges blüht das hutterische Gemeindeleben die Chroniken von den " Guten Jahren ". Rund 100 Kolonien bestehen damals mit 30.000 Bewohnern. Während des Krieges werden die Hutterer immer wieder Ziel marodierender Landsknechte .

1622 befahl der Kaiser und böhmische König Ferdinand II. (HRR) den Hutterern entweder zum katholischen Glauben oder sein Land binnen vier Wochen zu Damit begann die lange Wanderschaft der hutterischen über den Balkan zogen sie nach Siebenbürgen sie sich ansiedelten das Land aber 1767 verlassen mussten. Sie folgten dem Ruf der russischen Zarin Katharina der Großen die weite unbewohnte Landstriche besiedeln wollte den Hutterern und ihren Nachkommen Land und Religionsausübung versprach. 1874 sollte auch für die Hutterer die Wehrpflicht eingeführt werden woraufhin die die Gemeinschafter nach Nordamerika auszuwandern.

Über Hamburg und New York zogen Hutterer nach South Dakota wo sie sich ansiedelten. Im Verlauf Ersten Weltkrieges kam es zu Ausschreitungen gegen die Hutterer. Sie wurden als den Deutschen zugehörig und weigerten sich den Militärdienst auszuüben. Zwei Hutterer starben weil sie sich weigerten Uniformen und deshalb im Winter viele Stunden nackt Freien verbringen mussten. Darauf beschlossen die Hutterer nach Kanada auszuwandern doch zog sich der Prozess Auswanderung (Verkauf all ihrer Ländereien Kauf neuer Kanada) solange hin dass zu Ende des noch nicht aller Besitz in den USA war.

Die Mehrzahl der Hutterer lebt heute Kanada ( Alberta Manitoba Saskatchewan ) und in den USA ( Montana Nord-Dakota Süd-Dakota . Trotz abnehmender hochdeutscher Sprachkompetenz sprechen alle noch immer ein dialektal gefärbtes Deutsch als Muttersprache .

Verbreitung

Es gibt wohl heute ca 50.000 fast ausschließlich in Kanada und den USA in mehreren hundert so genannten "Kolonien" leben. alle dieser Hutterer stammen von den 400 ab die nicht den "Homestead-Act" von 1862 Anspruch genommenen haben.

Die damals in die USA einwandernden hatten nur 15 Familiennamen: Decker Ents Glanzer Hofer Kleinsasser Knels Mandel Stahl Tschetter Waldner Wipf Wollmann Wurz. Seit dem sind nur Menschen dauerhaft zu ihnen gestoßen.

Die Althutterer teilen sich in "Schmiedeleit" immer etwas aufgeschlossener) unter Michael Waldner entstanden der Kolonie "Bon Homme"; "Lehrerleut" (früher liberaler erstarrt) unter Jakopf Wipf entstanden aus der "Almspring"; "Dariusleut" (relativ konservativ) unter Darius Walther aus der Kolonie "Wolf Creek".

Darüber hinaus gab es die so "Prärieleut" ca. 800 der etwa 1.200 in 1880ger Jahren in die USA eingewanderten Hutterer. "Prärieleut" machten vom damaligen "Homestead-Act" Gebrauch der Familie die eine von der eigenen Familie Farm gründen wollte kostenfrei ein Stück Land dass sie innerhalb einer gewissen Frist zu hatten. Die "Prärieleut" verloren aber relativ schnell Hutterische Identität und dann auch ihren Hutterischen Sie scheinen durch die repressiven Maßnahmen während Zweiten Weltkrieges gegen alle deutschsprachigen in den endgültig als eigenständige Gruppe aufgehört zu haben existieren. Heute gehören viele Mennonitischen Kirchen an.

Siehe auch: Täufer Mennoniten Amische Christentum Brüdergemeine

Literatur

  • Michael Holzach : Das vergessene Volk - Ein Jahr bei deutschen Hutterern in Kanada dtv München 1982
  • John A. Hostettler: Hutterite Society. 1974: Johns Hopkins University Press
  • John Hofer: The History of the Hutterites unter Mitarbeit von David Wiebe und Ens. 1982. Altona (Canada): D.W Freisen & Ltd.
  • Victor Peters: Die Hutterischen Brüder 1528 - 1992 Die und soziale Entwicklung einer erfolgreichen Gütergemeinschaft. Aus dem Englischen übertragen von Jack 1992 Marburg: N.G. Elwert Verlag

Weblinks

Siehe auch : Bruderhöfer



Bücher zum Thema Hutterer

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