Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 1. August 2014 

Bilderverehrung


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Als Bilderverehrung ( Ikonodulie Ikonolatrie oder Idololatrie dt. auch Bilderdienst ) bezeichnet die bildliche Darstellung göttlicher Wesen Kräfte und mit Gott verbundener geschöpflicher Wesen Engel Heilige ) und die damit verbundene Verehrung dieser Skulpturen oder Ikonen . Dabei muss unterschieden werden zwischen einem und einem symbolischen Verständnis der Bilder. Im Fall besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Abgebildetem Abbild der bis zur völligen Gleichsetzung beider kann; Salbung Einkleidung oder Opferdarbringung zeigen ein solches an. Davon ist die Verehrung symbolischer Bilder eine grundsätzliche Verschiedenheit zwischen beiden gedacht wird unterscheiden.

Inhaltsverzeichnis

Außerchristliche Bilderverehrung

Bereits prähistorisch kann Bilderverehrung beobachtet werden. aus Alt- und Jungsteinzeit besitzen teilweise einen unbestreitbar religiösen Charakter.

Der Hinduismus verfügt über eine besonders vielfältige Bilderwelt. sind mythologische Deutungen und kosmologische Beziehungen ( Mandalas ).

Der Buddhismus lehnte zunächst jedwede Form Bildern und Bildverehrung ab. Für Budhha gab ledigliche symbolische Darstellungen. Im Laufe seiner Geschichte vor allem der tibetische Buddhismus eine reiche die Darstellungen dienen jedoch weniger einer Idololatrie vielmehr der Meditation und sind als Hilfen zu verstehen.

Außerchristliche Ablehnung der Bilderverehrung

Im Gegensatz dazu standen und stehen den Religionen der Zoroastrismus das Judentum und der Islam .

Das Christentum und die Bilderverehrung

Auch das Christentum war - nicht zuletzt wegen seiner Verwurzelung - gegenüber dem Bilderdienst von Haus zurückhaltend bis abgeneigt. Die bereits früh bezeugte christlicher Symbole – z.B. von Kreuz Hirten Lamm Schiff Palme Phönix Taube Pfau – an den der Wohnungen auf Gräbern Sarkophagen und Geräten dem nicht.

Erst bei den gnostischen Sekten des 2. und 3. Jahrhunderts treffen wir auch Bildnisse Christi an. drang aber der Schmuck der Gotteshäuser mit auch in die rechtgläubige Kirche ein. Das 4. Jahrhundert bildet die Zeit des Kampfes um rechtverstandene Abbild göttlicher Dinge. Noch sprachen sich und die angesehensten Kirchenväter namentlich gegen die Christi und Gottes als durchaus unzulässig aus.

Aber schon jetzt gab es z.B. Edessa ein angeblich authentisches Bild Christi und kamen weitere ähnliche Bilder hinzu wie auch von Maria und anderer Heiliger. So wurden beispielsweise mit Darstellungen der Heiligen ausgeschmückt denen der geweiht war. Augustinus klagt über Bilderanbetung während Cyrill von den Bilderdienst förderte.

Gregor I. begründete die Bilderverehrung: die Bilder seien Bücher der Armen aus welchen sie die lesen können die Kenntnis der heiligen Geschichte Längst hatte sich die Ikonodulie im Orient im Mittelmeerraum durchgesetzt. Bei den Franken hingegen namentlich bei Karl dem Großen blieb die Ablehnung bestimmend. Bischof Serenus bilderstürmerisch weil er die Gefahr sah dass Heiligenbilder nur an die Stelle der Götzenbilder

Im Verlauf des 6. Jahrhunderts wurde es herrschende und kirchlich gebilligte sich vor den Bildern und Statuen niederzuwerfen durch Niederknieen Küssen Anzünden von Kerzen und Weihrauch Bekleidung mit kostbaren Gewändern und Verzierung Geschmeiden zu ehren.

Man fing an zu besonders berühmten zu wallfahrten sie zu preisen und zu der Gegensatz gegen den andringenden Islam und das Judentum konnte dazu verleiten in diesem etwas spezifisch Christliches zu finden. Aber darin auch für die oströmischen Kaiser welchen eine schroffe Scheidewand zwischen den Religionen im politischen unerwünscht war ein Motiv zum Einschreiten.

Es waren besonders Leo der Isaurier 717 - 741 ) Konstantin Kopronymos ( 741 - 775 ) Leo der Chasare ( 775 - 780 ) Leo der Armenier ( 813 - 820 ) und Theophilos ( 829 - 842 ) welche sich die Ausrottung des Bilderdienstes Ziel gesetzt hatten und dabei vom Heer unterstützt wurden.

Aber gegen den schon vom ersten Monarchen eingeleiteten förmlichen Bildersturm ( Ikonoklasmus ) erhob sich Widerspruch. Das Mönchtum der des Reiches lebende (und daher in seinen freiere) Kirchenvater Johannes von Damaskus und die Irene und Theodora setzten sich dafür ein dass die auf den Synoden von Nicäa ( 787 ) und Konstantinopel ( 842 ) den Beschluss faßten dass die Bilder der Jungfrau der Engel und Heiligen durch Kniebeugen Lichteranzünden und Weihrauch zu verehren seien Gottesdienst im Sinn der Anbetung jedoch nur der Trinität zu leisten Die lateinische Kirche schloss sich dieser Position des Widerstandes welchen die fränkische Kirche unter Karl dem Großen leistete an. Schließlich wurde unter bestimmten auch die "Abbildung" Gottes des Vaters als erachtet.

In der christlichen Malerei hat fast Künstler auf Darstellungen Gottes verzichtet. Ein Sonderstellung in diesem Kontext reformierte baptistische mennonitische und einige weitere evangelikale Kirchen ein. begründen ihre Haltung mit dem 2. Gebot 2.Mose (Exodus) 20 4-6 : "Du sollst dir kein Bildnis noch Gleichnis machen weder von dem was oben Himmel noch von dem was unten auf noch von dem was im Wasser unter Erde ist" (Luther84-Übersetzung). Demgegenüber kennen Luther und die römisch-katholische dieses Gebot nicht da sie sich an Wiederholung des Dekalogs 5.Mose (Deuteronomium) 5 6-21 wo das "Bildergebot" als Untergedanke innerhalb 1. Gebotes erscheint orientieren. Mitbestimmend für die von Martin Luther war Karlstadts Bildersturm ( 1522 ) der für ihn in seiner gesellschaftlichen erschreckend war. Als stärkstes theologisches Argument wird Johannes von Damaskus zur Geltung gebracht dass selbst in der Menschwerdung Christi das alttestamentliche Bilderverbot -- das ja alten Testament ausdrücklich mit der Unsichtbarkeit Gottes wird -- aufgehoben oder zumindest radikal relativiert

Literatur

  • Lexikon der christlichen Ikonographie; 8 Bände; Herder 1994; ISBN 3-451-22568-9
  • Schlosser: Geschichte der bilderstürmenden Kaiser (Frankfurt
  • v. Wessenberg: Die christlichen Bilder (Konstanz 2 Bde.)
  • Piper: Der christliche Bilderkreis (Berlin 1852)
  • Lüdtke: Die Bilderverehrung in den ersten Jahrhunderten (Freiburg 1874)




Bücher zum Thema Bilderverehrung

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Idololatrie.html">Bilderverehrung </a>