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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 24. Oktober 2014 

Ikonoklasmus


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Unter Ikonoklasmus (v. griech.: eikon Bild; klastein zerbrechen) versteht man im eigentlichen Sinn Zerstörung heiliger Bilder oder Denkmäler der eigenen Religion.

Die Zerstörung Entweihung und Entfernung fremder? Bildwerke und Symbole hingegen wird im engeren nicht als Ikonoklasmus bezeichnet. Sie ist vielmehr und naturgemäß für jegliche gewaltsame Auseinandersetzung um Vormacht im Prinzip bis zur Gegenwart.
Erst mit dem Schwinden des differenzierenden Umgangs mit Bildwerken in der Gegenwart verbunden dem Heraufkommen einer quasireligiösen Hochschätzung alles historisch als "Kunst- und Kulturgut" wird auch - weiteren Sinn - der Begriff Ikonoklasmus/ Bildersturm für die Zerstörung jeglichen Bildwerks gebraucht. Bilderstürmer werden Ikonoklasten die Bilderverehrer Ikonodulen genannt.

Siehe auch: Vandalismus Kulturvandalismus Bilderverehrung

Christlicher Ikonoklasmus

Ikonoklasmus in der Orthodoxen Kirche siehe: Byzantinischer Bilderstreit

Der Bildersturm der Reformationszeit

Einige Reformatoren des 16. Jahrhunderts wirkten ihre Anhänger ein Kunstwerke mit Darstellungen von und sogenannten Heiligen zu zerstören da es dabei teils um Götzenbilder teils um eine des 2. Gebots 2.Mose (Exodus) 20 4-6 handele. Vor allem Reformatoren im Umfeld Martin Luther erlaubten Bilder im Sinne einer als Alternative für das leseunkundige Volk; demgegenüber andere wie etwa Andreas Karlstadt und Thomas Müntzer für ein totales Bilderverbot ein. Martin Luther hat Bilder nicht generell verboten sprach aber gegen Götzen aus Stein und Holz man anbetet und gegen den Glauben an Bilder aus. Huldrych Zwingli und Johannes Calvin plädierten für ein totales Bilderverbot in denn sie wollten die Gebäude im Sinne Reinheit des christlichen Glaubens gemäß der reformierten und Anbetung umgestalten. Zwingli hat alle Bilder die in Kirchen verehrt und beweihräuchert werden auf denen Gott Christus oder Heilige dargestellt Calvin verdammte die christliche Kunst weil sie der Predigt ablenkt zum Götzendienst verführt und Menschen ein falsches Bild von Gott vermittelt. England ließ Heinrich VIII. zwischen 1535 und 1540 die Klöster und deren Kunstschätze in Frankreich versteigern.

Islamischer "Ikonoklasmus"

Im Islam besteht das Verbot figürlicher Darstellungen vor in den Moscheen . Gelegentlich finden sich muslimische ikonoklastische Übergriffe heilige Bildwerke anderer Religionen. Ein Beispiel ist Zerstörung von zwei Buddhastatuen bei Bamian durch die Taliban im Jahr 2001 .

Weiteres Material zum Ausfüllen: Ägypten: Zerstörung aller Statuen von Hatschepsut durch ihren Nachfolger Tutmosis Ikonoklasmus im Christentum etc.; vgl. Kulturvandalismus



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