Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 29. Juli 2014 

Impfung


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Die Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen Infektionskrankheiten bekannt auch als Schutzimpfung Vakzination oder Immunisierung .

"Was das Impfen betrifft ist Deutschland Entwicklungsland" sagt Professor Dr. Heinz-Josef Schmitt Vorsitzender Ständigen Impfkommission was sich u. A. auch darin dass es in Deutschland keine nationalen Impfziele die entsprechend formuliert würden oder gar durch Förderungen durchgesetzt würden. Im Vergleich zum Vorjahr 2004 fast 30 % weniger Eltern ihre gegen Masern impfen lassen. Experten befürchten eine

Inhaltsverzeichnis

Einteilung

Impfen kann man entweder a) mittels Antikörpern oder b) mit abgeschwächten lebenden toten Bruchstücken von Erregern . Damit wird zwischen zwischen passiver und Immunisierung unterschieden.

Passive Immunisierung

Bei der passiven Impfung wird der direkt gespritzt. Das hat den Vorteil dass Organismus die Antikörper nicht wie bei einer erst selber bilden muss und der Erreger unschädlich gemacht werden kann. In der Regel eine solche passive Impfung aber nur wenige bis Monate an dann sind die "geliehenen" ausgeschieden oder abgebaut und der Organismus durch neuerliche Infektion durch denselben Erreger neuerlich gefährdet das Immunsystem durch die schnelle - und - Behandlung nicht ausreichend stimuliert wurde. Beispielhaft die passive Impfung gegen Wundstarrkrampf ( Tetanus ) erwähnt die immer dann verabreicht werden wenn ein Patient mit unklarem Impfstatus eine Wunde aufweist.

In ähnlicher Weise sind Neugeborene durch sog. Mutter-Kind-Immunisierung befristete Zeit gegen einige Infektionskrankheiten geschützt: unmittelbar nach der Geburt durch Antikörper die noch im Mutterleib über die Plazenta - aus dem Blut der Mutter worden sind und sofern die Säuglinge gestillt werden einige Wochen lang nach Geburt durch in der Muttermilch vorhandene Antikörper sofern die Mutter diese selbst besitzt. Diese "Leih-Immunität" der Neugeborenen lässt Laufe der ersten Monate nach der Geburt von der Stilldauer allmählich nach. Die amtlich Kinder-Impfungen sollen daher so frühzeitig erfolgen dass Lücke in der Erreger-Abwehr nicht entsteht.

Aktive Immunisierung

Bei der aktiven Immunisierung werden Lebendimpfstoffe oder Komplementimpfstoffe eingesetzt. Letztere sind meistens am verträglich. Es gibt auch Toxoidimpfstoffe die nur Toxin eines Erregers enthalten.

Sie können in einen Muskel vornehmlich des Oberarms oder bei Säuglingen Oberschenkels oder unter die Haut injiziert geschluckt oder in die Nase werden.

Bei der aktiven Impfung soll das zu einem bewusst gewählten (günstigen) Zeitpunkt zur einer sog. Immunkompetenz angeregt werden ohne dadurch Erkrankung selbst auszulösen.

Eine Ähnlichkeit mit Hahnemann's Lehre "similia curentur" ist nur scheinbar vorhanden: Ein homöopathisch Impfstoff würde zu 100%igem Impfversagen führen. Im werden bei der Immunisierung teils hochkomplexe und industriell gefertigte Stoffe eingesetzt die manchen Impfgegner in der Regel unberechtigterweise das Schlimmste lassen jedoch durch zahlreiche Studien sowohl ihre als auch ihre Verträglichkeit bewiesen haben.

Wirksamkeit

Der wissenschaftlich fundierte Nachweis über die einer Schutzimpfung im Sinne einer randomisierten kontrollierten Studie lässt sich fallweise kaum erbringen da vorhandene Datenlage aus ethischen Gründen eine Doppelblindstudie Man würde die Teilnehmer in der Placebogruppe unerlaubten Risiko aussetzen. Allerdings gibt es genügend Studien z.B. was die Wirksamkeit der Impfung Poliomyelitis Masern Röteln Tetanus Diphtherie und Hepatitis A und B anbelangt.

Als Ersatz für solche Doppel-Blind-Versuche dienen zwangsläufig andere Verfahren z.B. der historische Vergleich Häufigkeit von Infektionskrankheiten in Bevölkerungen in denen geimpft wurde im Vergleich zu Bevölkerungen in (noch) nicht geimpft wurde. Impf-Programme werden oft wenn die betreffenden Staaten auch auf andere beginnen die Gesundheit ihrer Bevölkerung zu verbessern allem durch bessere Ernährung und Wohnungen. Dann die Anzahl der Infektions-Krankheiten schon durch solche Maßnahmen rückläufig. Ein zusätzlicher positiver Einfluss speziell Impfung auf diesen Trend ist dann schwer

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung

Medikamente die Wirkungen haben haben auch Nebenwirkungen. gilt für homöopathische Präparate (z.B. Auslösen von genau so wie für Präparate der klassischen Also haben auch Impfstoffe unerwünschte Nebenwirkungen. Darüber die Ärzte vor der Impfung ausreichend aufzuklären was Zeit kostet die nicht oder schlecht wird weswegen diese Aufklärung häufig unterbleibt. Tatsächlich von Juristen immer wieder Anforderungen an die vor Impfungen gestellt die unter den realen des deutschen Krankenkassenwesens schlichtweg nicht erfüllbar sind. Juristen sollten dann konsequenterweise zunächst einfordern dass Kassenwesen an ihre juristischen Anforderungen angepasst wird.) sind die Nebenwirkungen von Impfungen in der so gering dass sie nicht bzw. nicht wesentlich wahrgenommen werden. In Doppel-Blind-Versuchen ohne Einwirkung Erregern bei denen die eine Hälfte der den Impfstoff die andere Hälfte eine Kochsalzlösung injiziert bekommt berichten daher beide Gruppen den meisten amtlich empfohlenen Impfstoffen über quantitativ qualitativ ähnliche Nebenwirkungen und zwar auch solcher wie der Laie es zwar bei Impfstoffen aber bei Kochsalz für möglich halten würde: Schwindel Kopfschmerzen Schwächegefühl Muskelschmerzen. (Der Mensch hat auch eine Seele und die reagiert auch Placebos.) In Deutschland übliche Impfstoffe z.B. gegen Tetanus Diphtherie und Hepatitis A/B haben in solchen Doppel-Blind-Versuchen kaum und kaum andere Nebenwirkungen als das jeweils Placebo verwendete Kochsalz.

Impfen oder nicht?

Wahr ist aber auch: Wo Licht (Wirkung) ist auch Schatten (Nebenwirkung). Die Nebenwirkungen Impfungen können in seltenen Fällen bis hin Tod des Impflings reichen - vor allem Form des allergisch -anaphylaktischen Schocks. Wer impft muss daher durch und Übung darauf vorbereitet sein lebensbedrohliche allergische einer Impfung zu behandeln. Dass dies stets Fall ist muss bezweifelt werden. Die Dinge aber nicht auf den Kopf gestellt werden. ist die Wirkung einer Infektion schlimmer als durchschnittlich die Nebenwirkung einer Impfung ist. Anders Wenn eine Bevölkerung die nicht (ausreichend) geimpft von einer Epidemie erfasst wird kommt es in der zu erheblich mehr Schäden als wenn diese vorher (ausreichend) geimpft worden war.

Beispiel 1: Pocken-Impfung

Würden heute Pocken-Erreger in Deutschland eingeschleppt (z.B. durch Terror-Aktionen) absichtlich verbreitet und könnten die Pocken - wie es ihrer extremen entspricht und im Mittelalter der Fall war ungehindert verbreiten dann träfen sie auf eine die praktisch ohne Abwehr (durch Impfung oder Erkrankung) wäre - ähnlich wie zu Beginn Pocken-Epidemien im Mittelalter. Dann ist mit etwa % tödlichen Verläufen zu rechnen - also 12 Millionen Toten. (Im Mittelalter waren die bei den Epidemien durch Pest und Pocken bis zu 90 % wesentlich höher da die Widerstandsfähigkeit durch Hunger schlechte Hygiene ungesunde etc. schlechter war als im heutigen Deutschland.) die heutige deutsche Bevölkerung dagegen rechtzeitig vor Kontakt mit den Pocken-Erregern gegen Pocken geimpft ist zwar mit einigen Hundert Todesfällen durch Impfung zu rechnen aber zusätzlich mit "nur" 10.000 Todesfällen von solchen Personen die zwar wurden aber dennoch tödlich an Pocken erkrankten.

Beispiel 2: Kinderlähmung

Die "Schluck-Impfung" war nicht ungefährlich: sie vermehrungsfähige Erreger. Mitte der 1990er Jahre kam zwar durch die Polio-Schluckimpfung in Europa jedes zu einigen Todesfällen dagegen kam es nicht zu Todesfällen durch die Polio selbst. Daher die Polio-Schluckimpfung abgesetzt und durch die Polio-Nadelimpfung die als Totimpfstoff keine vermehrungsfähigen Erreger mehr und daher wesentlich weniger Nebenwirkungen hat - keine Todesfälle.

Aus religiösen Gründen wurden damals in Teil der Niederlande überhaupt keine Impfungen durchgeführt also auch keine Polio-Impfungen weder mit dem noch mit dem Nadel-Impfstoff. Abgesehen davon war Teil der niederländischen Bevölkerung genau so gut versorgt gebildet mit Nahrung und Wohnungen versorgt wie der Rest des Landes. Es war nur eine Frage der Zeit bis es - also mitten im sonst schon Polio-freien - zu einer regionalen Polio-Epidemie kam die weniger Wochen trotz der relativ kleinen Bevölkerungszahl von lebenslang Gelähmten und einige Tote zur hatte.

Typische Nebenwirkungen

Nebenwirkungen die laut den Impfungen beiliegenden auftreten können sind unter anderem:

  • Schmerzen Spannung und Schwellung an der
  • Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Erbrechen
  • Abgeschlagenheit
  • Erkrankungen des zentralen sowie peripheren Nervensystems Krämpfe schlaffe Lähmungen Enzephalitis Meningitis)
  • vorübergehende Thrombozytopenien und Änderung bei anderen
  • Reaktionen der Niere Leber und Muskeln
  • allergische (bis hin zu lebensgefährlich anaphylaktischen) (häufig bei Personen die gegen Hühnereiweiß allergisch da einige der Impfkeime auf Hühnereiern gezüchtet z.B. Masern/Mumps-Impfstoff. Als Alternative bietet das "Berner Institut" Impfstoffe an bei denen die Keime menschlichen Blutzellen gezüchtet wurden.)

Diskutiert wird dass manche Nebenwirkungen erst Jahren auftreten. In dieser Beziehung besonders von sind Influenza-Impfungen:

Impfpflicht: nein Verantwortung: ja

Kinder werden nach dem Impfkalender der ständigen Impfkommission (STIKO) beginnend mit 2. Lebensmonat bis zum 11. Lebensjahr mehrfach und somit den oben genannten Impf-Risiken ausgesetzt. als in der früheren DDR besteht aber der BRD derzeit keine Impfpflicht: Stattdessen haben impfenden Ärzte die Pflicht über Vor- und von Impfung und Nicht-Impfung der Kinder (und aufzuklären und die Eltern (bzw. Erwachsenen) haben die Verantwortung ob und ggf. wo sie weitere Informationen zum Pro und Contra von einholen - und wie sie dann ihre fällen.

Literatur

  • Impfen schützt - ärztlicher Ratgeber für Verlag J.Fink Östfildern ISBN 3-7718-1075-2
  • F. und S. Delarue - Impfungen unglaubliche Irrtum ISBN 3-88721-085-9

Weblinks


Siehe auch: Grundimmunisierung - Masern - Masernimpfung - Mumps - Mumpsimpfung - Röteln - Rötelnimpfung - Keuchhusten - Keuchhustenimpfung - Tetanus - Tenanusimpfung - Diphterie - Diphterieimpfung



Bücher zum Thema Impfung

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Impfung.html">Impfung </a>