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Indianer


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Indianer ist eine weit verbreitete Bezeichnung insbesondere die indigene Bevölkerung Nordamerikas nördlich von Mexiko. Für die indigene Bevölkerung Südamerikas und die indigene Bevölkerung Mittelamerikas und der Karibik wird oftmals stattdessen der Begriff Indio verwendet.

Der Name Indianer geht auf den der europäischen Seefahrer zurück die meinten in Indien gelandet zu sein als sie Amerika Zur Zeit des Kolumbus hieß das heutige nämlich Hindustan. Als der sprachbewandte Kapitän den nackten Ureinwohnern begegnete fiel ihm nur ein: Gottes. Er wandelte das spontan in den Ausdruck in dio also in Gott. Später wurde daraus Indio und durch die Engländer Indian . Von den Europäern wurden die nordamerikanischen später oft verächtlich als Rothäute bezeichnet. Dies vermutlich auf Begegnungen mit Indianern zurück die Körperbemalung trugen.

Indianer ist ein von Weißen verwendeter Sammelbegriff viele verschiedene Ethnien umfasst die kulturell zum Teil sehr voneinander abweichen. Deshalb wurde er von der Bevölkerung Nordamerikas lange Zeit nicht akzeptiert. Ethnologen versuchten dem gerecht zu werden indem auf Begriffe wie Native Americans (eingeborene Amerikaner) oder Indigene Nordamerikas auswichen. Doch der gemeinsame Widerstandskampf vieler gegen die weiße Vorherrschaft in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ließ ein panindianisches Bewusstsein entstehen. Heute nennen sich die Nordamerikas oft wieder American Indian (Indianer).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte vor Ankunft der Europäer

Älteste archäologische Funde deuten auf eine vor etwa 13.000 Jahren hin wobei eine von Fachleuten auch ein etwas früheres Datum Die Vorfahren der Indianer kamen von Asien Teil über die zugefrorene Beringstraße oder mit Booten nach Alaska und dann weiter nach Nord- und Südamerika.

Die Inuit (auch Eskimos genannt) sind in einer Einwanderungswelle gekommen.

In Mittel- und Südamerika entwickelten die städtische Hochkulturen. die großteils erst von den vernichtet wurden. Tenochtitlan die Hauptstadt des Aztekenreiches war vor der Zerstörung durch Hernando Cortez ' Truppen die größte Stadt der Welt vielfaches größer als London Paris oder Madrid. Nordamerika existierten im Osten der heutigen USA komplexe Gemeinwesen ( Templemound- Kulturen ) die jedoch bis kurz vor der der Europäer weitgehend zerfallen waren vermutlich aufgrund Katastrophen. An ihre Stelle traten kleinere Gemeinwesen in dörflichen Gemeinschaften lebten und Ackerbau betrieben. Südwesten der heutigen USA entstanden teilweise mehrstöckige mit bis zu 500 Räumen die Pueblos .

Viehzucht konnte sich unter den indianischen fast gar nicht entwickeln da es außer Lama im Reich der Inka keine domestizierbaren Tierarten gab. Mangels starker kam auch das Rad als Fortbewegungsmittel nirgendwo Einsatz. Man ging zu Fuß transportierte Lasten Würdenträger in hierarchischen Gesellschaften Mittel- und Südamerikas auch in Sänften. Als Lasttiere standen neben Lama der Inka nur noch Hunde für Lasten zur Verfügung die man in Nordamerika einfache dreieckige Schleppgeschirre Travois einspannte. Mit dem von Pferden in Nordamerika konnten die Travois damit auch die Tipis der Prärieindianer erheblich vergrößert werden. Zwar die Azteken Modelle von Wagen mit Rädern diese jedoch mangels Zugtieren nur als Kinderspielzeug.

Obwohl Amerika von weitverzweigten Handelsnetzen überzogen erwiesen sich die großen Wüsten Nordmexikos und undurchdringlichen Urwälder Mittelamerikas als erhebliche Barrieren für Technologieaustausch in der westlichen Hemisphere. Außer einigen Kulturen die eine Art Hieroglyphenschrift entwickelten hinterließen Kulturen der westlichen Hemisphere keine schriftlichen Zeugnisse Vergangenheit. Unter den Prärieindianern existierten Chroniken die graphische Symbole für wichtigste Ereignis eines jeden Jahres innerhalb einer verwendeten. Ohne mündlichen Kommentar waren diese Chroniken sich selbst heraus jedoch nicht verständlich. Indianische ist daher großteils mündliche Überlieferung wobei Tatsachenberichte Mythen oft fließend ineinander übergehen. In jüngerer haben archäologische und geologische Funde jedoch bewiesen indianische oral history Jahrhunderte und teilweise gar Jahrtausende zurückliegende mit teils bestechender Detailgenauigkeit bewahrt hat.

Geschichte nach Ankunft der Europäer

Neue Waffen

Die Verwendung von Metallspitzen auf Speeren Pfeilen führte zu ersten Kräfteverschiebungen unter den Nationen. Früher hatten sie Steinspitzen aus Granit andere harte Steine gebaut. Regelrechte Völkerwanderungen wurden durch die ungleichmäßige Einführung von Feuerwaffen entlang der nordamerikanischen Ostküste und von Hudson Bay aus ausgelöst. Stämme die zuerst Feuerwaffen konnten benachbarte Stämme oft völlig aus ihren Gebieten vertreiben was zu regelrechten Domino-Effekten führte. berühmt gewordene Stämme wie die Sioux oder die Cheyenne waren ursprümglich sesshafte Bewohner des östlichen bevor mit Feuerwaffen ausgestattete Nachbarn sie verdrängten. Vorderlader verwendet wurden hatten Feuerwaffen vor allem psychologischen Vorteil und eine größere Reichweite als und Bogen waren jedoch Pfeil und Bogen Punkto Feuergeschwindigkeit stark unterlegen.

Noch 1866 erlangten größteneils mit Pfeil Bogen bewaffnete Sioux und Cheyenne entscheidende Siege US-Truppen. Bereits im Folgejahr als die US-Armee Repetiergewehren ausgestattet war änderte sich dies schlagartig. rücksichtslosen Einsatz von industriellen Tötungsmitteln gegen Männer und Kinder wie Gebirgshaubitzen Hotchkiss-Schnellfeuerkanonen die 100 pro Minute abfeuerten sowie Gatling-Kanonen einer frühen des Maschinengewehrs hatten die Indianer nichts entgegenzusetzen.

Beispiellose Vernichtung

Hochumstritten ist wie groß die Bevölkerung vor Ankunft der Europäer war. Bevölkerungsschätzungen erfolgten erst nachdem große Teile von regionalen Bevölkerungen durch eingeschleppte Krankheiten Vernichtungskriege und Sklavenarbeit vernichtet waren. Viele Völker verschwanden nach 1492 durch eingeschleppte Seuchen ohne dass ein sie überhaupt zu Gesicht bekommen hatte. Im Jahrhundert und bis in die Mitte des Jahrhunderts wurden Schätzungen präkolumbianischer Bevölkerungen insbesonders durch Anthropologen von Generation zu Generation ohne nennenswerte auf Bruchteile vorheriger Schätzungen reduziert. Um 1940 ging man offiziell davon aus dass nördlich des Rio Grande nur etwa eine Million Menschen lebte US-Zensus von 1890 hatte 235.000 überlebende Indianer registriert). Diese waren maßgeblich politisch motiviert da sie die Vernichtung indianischer Völker möglichst klein erscheinen ließ den Mythos aufrecht erhielt die Weißen hätten weitgehend "leeren" Kontinent erobert. Heutzutage schätzen führende dass die Gesamtbevölkerung der westlichen Hemisphere um ca. 145 Millionen Menschen betrug und nördlich Rio Grande bis zu 18 Millionen Menschen Das bedeutet dass indianische Völker im Durchscnitt Vernichtungsquote von 98% erlitten (zum Vergleich: der der Nationalsozialisten gemeinhin als der größte Völkermord Geschichte bezeichnet vernichtete "nur" ca. 67% des Judentums). Hunderte von Völkern sind mitsamt ihrer und Sprache vollständig vernichtet worden. Damit stellt Vernichtung der indianischen Völker die größte demographische in der Geschichte der menschlichen Spezies dar. Massenmord wurde vor allem durch die Spanier in geringerem Umfang durch die Portugiesen. In betrieben ebenfalls die Spanier planmäßigen Völkermord ebenso und in begrenztem Umfang auch die Franzosen. wurde diese Politik durch Briten und ab durch die Amerikaner. Besonders verheerend erwiesen sich biologischer Kriegsführung durch Briten und Amerikaner sowie durch Zwangsarbeit im Rahmen der spanischen Missionen Westen der heutigen USA. Wie groß der gezielter Ermordung neben den Auswirkungen von Epidemien war wird sich vermutlich nie klären lassen.

Leben der Indianer in der Gegenwart

In vielen Staaten Mittel- und Südamerikas Nachkommen der Indianer heute einen großen Teil Bevölkerung. Doch sie wohnen oft in Reservationen oder Reservaten. Diese Reservationen waren ursprünglich Nachfolge der "treaties" die die Indianer mit (kanadischen) Regierung unterschrieben und die die Indianer Stücke Land für ihren eigenen Zwecke "schenkten" auf denen sie noch wohnen dürfen ohne zu bezahlen. Viele Indianer sind aber in letzten Jahren in Städte umgezogen. In Kanada "treaty" Indianer d.h. Leute die als Indianer gemeldet sind gewisse Steuern nicht zahlen egal sie wohnen. Aber gegensätzlich sind Indianer aus USA eher eine Randgruppe mit wenig besondere

Da der Anteil von Indianern die Hochschulabschluss haben wesentlich niedriger ist als bei Gruppen der Bevölkerung richtete man die First Nations University of Canada in Regina Saskatchewan ein.

Kultur

Zur Zeit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus lebten etwa 500 indianische Ethnien mit 175 verschiedenen Sprachen im Gebiet der heutigen USA . Einige davon lebten als sehr kleine Jäger- und Sammler -Gruppen andere als hoch entwickelte landwirtschaftliche Nationen die sich aber nicht mit der von europäischen Staaten vergleichen lassen. Zu Zeiten Zenits übertraf ihre Zahl selten 60'000 Personen. meisten autonomen Gruppen umfassten nur einige hundert. 16. Jahrhundert war die Tendenz zu größeren politischen erkennbar. Trotzdem kam es immer wieder zu aufgrund von Rivalitäten und Hass. Die jeweilige Führungskraft war abhängig vom ihm entgegengebrachtem Respekt. Mitglieder eines Stammes konnten nicht gezwungen werden bleiben. Bei Unstimmigkeiten verließen sie ihre Gruppe sich entweder einer anderen Gruppe anzuschließen oder um eine eigene Gruppe zu bilden. Dieses stärkte das Verantwortungsbewusstsein des Führers gegenüber seinem

Trotz der deutlichen kulturellen Unterschiede zwischen einzelnen Kulturen lassen sich einige Elemente feststellen bei den meisten indianischen Ethnien ähnlich sind. gehören der weit verbreitete Glaube an Tiergeister visionäre Fasten sowie der Mythos dass Amerika auf dem Rücken einer errichtet worden war. Dieser Mythos ist quer den ganzen Doppelkontinent anzutreffen.

Bedeutender als die Gemeinsamkeiten sind die Unterschiede. Nordamerika wird im Allgemeinen in die Kulturareale Arktis Subarktis Nordwestküste Plateau Kalifornien Grosses Südwesten Prärien und Plains Nordöstliches Waldland und Waldland eingeteilt.

Die Arktis

Die vor allem von den Aleuten und Inuit bewohnte Arktis auch Tundra genannt erstreckt sich von Westalaska bis hin nach Ostgrönland . Der permanent gefrorene Boden dieses Gebietes mit Flechten und Moosen bewachsen. Die Nahrung der Aleuten und bestand aus Robben Walrossen und Walen . Ihr Speiseplan wurde durch Schalentiere Muscheln Beeren Wildfrüchte und im Sommer durch Karibus ergänzt. Die in kleinen Gruppen zerstreut Indianer bewohnten entgegen der allgemeinen Meinung nur der Jagd und auf Reisen Iglu genannte Schneehütten. Ihre primäre Behausung wurde Treibholz Steinen Walbarten Fellen und Rasenziegeln hergestellt. an die klimatischen Bedingungen bewegten sie sich in Kanus oder in von Hunden gezogenen Kufenschlitten. Harpune stellte ihr wichtigstes Jagdgerät dar.

Die Bewohner der Arktis glaubten an die ihnen wohlgesonnen sein sollten. Daraus resultierten Reihe von Tabus die ihr Leben bestimmten. Des Weiteren der Schamane eine zentrale Stellung ein. Er half bei Krankheiten und beeinflusste das Wetter wie das Jagdglück.

Die Subarktis

Die auch als Taiga bekannte Subarktis riesige Waldgebiete von Zentralalaska bis zum Sankt Bewohnt wurde dieses Gebiet von zwei Sprachgruppen: Nord-Athapasken und den Nord- Algonkin . Die wohl bedeutendsten Stämme waren die Athapasken-Völker Anishinabe - auch bekannt unter Ojibwa - und Cree . Der Wald bot den Indianern reichlich Waldkaribus Waldbisons Hirsche und Elche . Entlang der Flüsse und der Küsten rege Fischfang betrieben. Das Sammeln von Wildprodukten weniger im Zentrum fand jedoch auch statt.

Die subarktischen Indianer lebten in unterschiedlichen die von Stangenzelten über giebelförmige Holzhütten bis zu kuppelförmigen Wigwams reichten. Die verstreut lebenden Gruppen kannten weder übergeordnete Stammesverbände noch feste Die Macht war nicht in bedeutendem Masse eine Person zentralisiert.

Nebst dem Glauben an Tiergeister kannten die Algonkin eine omnipotente Macht - den Diese Macht lebte in allem und in

Die Nordwestküste

Ein Gewirr aus Inseln Küstenebenen Vorgebirgen Bergketten bestimmt die Nordwestküste. Das Gebiet ist mit wild- und pflanzenreichen Zedernwäldern (Es handelt um Wacholderarten (Juniperus) die nur Zedern genannt Die dicht beieinander siedelnden Bewohner verschiedenster Sprachfamilien das Zedernholz für ihre ausgeprägte Schnitzkunst. Zu einiger sind insbesondere die Wappenpfähle - die mitunter irrtümlich als Totempfähle werden - gelangt. Dabei handelt es sich Pfähle in welche die Indianer Tiere eingeschnitzt Diese Tiere galten als persönliche Wappentiere und Würdezeichen des Besitzers des Pfahles.

Die Indianer der Nordwestküste waren zum in matrilinearen und zum Teil in patrilinearen Lokalgruppen Klanen organisiert. Die bedeutendsten Klane waren unter die Tlingit Haida Kwakiutl und Chinook. Typisch für die war die hierarchische Struktur. Geführt wurde ein von einem Häuptling der in einer beinahe absoluten Machtposition Daneben gab es drei Klassen: Den Adel Volk und die Sklaven. Die Sklaven machten 15-25 Prozent der gesamten Bevölkerung aus. Die zu einer Klasse war durch die Geburt Sie war jedoch nicht für immer fix sondern veränderbar. Sklaven wurden hauptsächlich durch Überfälle andere Dörfer errungen.

Ein weiteres bedeutendes kulturelles Element war Potlatch. Dabei handelte es sich um öffentliche bei denen das Verteilen von Geschenken im stand. Sie dienten insbesondere der öffentlichen Bestätigung Ranghierarchie. Der Potlatch wurde jeweils von einem in Wohlstand lebendem Chief initiiert. Er war auch der die Geschenke verteilte. Durch die dieser Geschenke wurde die Position des Gastgebers Der Ursprung dieser Zeremonie ist wohl im der im Überfluss Lebenden mit den Bedürftigeren suchen.

Kalifornien

Dieses Kulturareal liegt zwischen dem Pazifik und der Sierra Nevada . Autonome hier lebende Gruppen wie die Pomo Salina und Chumash entsprangen etlichen verschiedenen wie den Hoka Penuti und Shoshone . Die geografischen Bedingungen reichen von bewaldeter bis hin zu einer wüstenartigen Gegend im beziehungsweise im Südosten. Im Zentrum der Nahrungsbeschaffung das Sammeln von Wildfrüchten im besonderen von Eicheln . Daneben war auch die Jagd und Fischfang von einer gewissen Bedeutung.

Die in kleinen autonomen Lokalgruppen organisierten lebten in unterschiedlichen Behausungen wie giebelförmigen Plankenhäusern kuppelförmigen Hütten aus Gras Rinden- und Binsenmatten . Versammlungshäuser wurden in den Boden eingetieft. Lokalgruppen waren in übergeordneten Stammesverbänden organisiert.

Die kalifornischen Indianer waren insbesondere für Flechtkunst bekannt.

Das Plateau

Die bedeutendsten der den hier vertretenen Binnen-Salish Kutenai und Sahaptin angehörenden Ethnien waren Thompson Flathead Coeur d'Alene Shuswap Nez Percé Kutenai und Modoc.

Hohe Berge und tiefe Täler prägen Gebiet. Die westlichen an die Westküste anknüpfenden des Landes sind recht tief gelegen. Die Osten befindlichen Rocky Mountains lassen das Land bis auf über Meter über Meer ansteigen.

Der Wasserreichtum bestimmte das Leben der ansässigen meist sesshaften Indianer. So stand der insbesondere von Lachsen im Zentrum der Nahrungsbeschaffung. Ergänzt wurden Mahlzeiten durch Wildwurzeln Beeren und Jagdwild. Bedingt den extensiven Fischfang entwickelten die Plateau-Ethnien eine Fischfang-Technologie.

Jedes Dorf hatte seinen Häuptling. Während Lachsfischens wurde die Verantwortung jedoch einem so Lachs-Häuptling übertragen. Ein weiteres wesentliches Merkmal dieses war der rege Handel mit benachbarten Ethnien.

Das Grosse Becken

Das südlich des Plateaus gelegene durch Berge und tiefe Täler geprägte Grosse Becken Hochbecken genannt war hauptsächlich von den Ute Paiute und Shoshone bewohnt. Das humide Klima den Bergen steht im Gegensatz zu den ariden oft wüstenähnlichen Tälern. Der untere Bereich Berge ist mit Gräsern bewachsen. Weiter oben Wälder das Bild. Über der Waldgrenze fanden Bewohner verschiedenste Kräuter. Die meisten Indianer lebten in den tiefergelegenen Teilen der Berge. Die gestaltete sich den klimatischen Bedingungen zufolge recht Die Mahlzeiten bestanden aus Pinyon-Nüssen Grassamen und Teil aus Jagdbeuten.

Die nomadisch und in sehr kleinen lebenden Indianer verbrachten den Winter in Höhlen Felsennischen.

Es herrschte nicht nur eine Nahrungsarmut auch eine Ritualarmut ein Charakteristikum das bei Wildbeuterkulturen vorherrscht.

Nordöstliches Waldland

Riesige Laub- und Mischwälder prägen das den Sankt Lorenz-Strom im Norden den Cumberland-River Süden den Mississippi im Westen und den im Osten begrenzte Nordöstliche Waldland. Bewohnt war Gebiet durch Gruppen der Algonkin wie den Shawnee Powhatan Huronen Menominee und den Sauk und Fox sowie durch die Föderation Irokesen . Die Indianer des Nordöstlichen Waldlandes ernährten in der Hauptsache durch Erzeugnisse des Bodenanbaus allem Mais Bohnen und Kürbisse . Entlang der Küste trat Fischfang und in Erscheinung. In den westlichen Gegenden war Ernte des Wildreises von großer Bedeutung. Eine Besonderheit des Waldlandes war die Nutzung des Ahornzuckers.

Der Bodenanbau suggeriert einen individuellen Landbesitz; war nicht so. Das Land stand für Zeit der Bebauung bestimmten Familien zur Verfügung aber keinen Besitzer. Die Felder werden regelmäßig um bessere Ernteerträge zu erzielen.

Die bevorzugten Behausungen waren entweder Langhäuser oder kuppelförmige Wigwams. Die Jäger und die nur wenig Bodenanbau betrieben waren in organisiert. Die sesshaften Bodenbauern kannten komplexere Verwandtschaftsstrukturen erblichem Häuptlingstum. Bei den Irokesen bildeten mehrere exogame Matrilineage die identisch mit dem Langhaus waren dem somit etwa 20-200 Personen lebten. Die der Irokesen bestand darin dass es sich um einen Zusammenschluss von fünf Tribes den Seneca Cayuga Onondaga Oneida und Mohawk handelte mit dem hauptsächlichen Zweck der Verteidigung.

Der Glauben innerhalb dieses Kulturareals variierte Die halbsesshaften Gruppen der Algonkin glaubten an wohingegen die sesshaften Bauern insbesondere die Irokesen den Geistern ein grosses Götterpantheon kannten.

Das Südöstliche Waldland

Dieses Gebiet zwischen den Appalachen und den Everglades beinhaltet sowohl flache Küstenebenen wie auch Vorgebirge und sogar Gegenden mit Mittelgebirgscharakter. Es durch große indianische Nationen wie den so fünf zivilisierten Stämmen den Cherokee Creek Seminolen Choctaw und Chickasaw bewohnt. Ein weiterer bekannter Stamm war der Natchez .

Außer den Calusa waren alle hier Ethnien Bodenbauern und Jäger. Die Calusa ernährten durch Sammeln und durch den Fischfang. Im lebten die Indianer des Südöstlichen Waldlandes in rechteckigen Sommerhäusern. Im Winter bezogen sie runde Häuser. Der Begriff der fünf zivilisierten Stämme lässt sich einerseits durch ihre hoch Handwerkskunst und andererseits durch komplexe Gesellschaftssysteme erklären. handelte es sich meist um matrilineare Sippen die in totemistische Klane oder Lokalgruppen organisiert waren. Wichtige Elemente waren somit der Totemismus und zum auch der Dualismus . Einige Tribes unterteilten ihre Gesellschaft in Hälften den so genannten Moieties .

Geführt wurden die Tribes durch sakrale die ihr Amt mit dem Priesteramt kombinierten.

Ein weiterer Grund für den Begriff fünf zivilisierten Stämme ist der Glaube an eine Gottheit Monotheismus . Im Gegensatz zu den anderen indianischen glaubten sie nicht an Naturgeister.

Die Prärie und Plains

Dieses im Mittleren Westen gelegene Kulturareal geprägt durch eine große Ebene. Es umfasst Grasland von den Rocky Mountains im Westen zum Mississippi im Osten von Zentralkanada im Norden hinunter zum Rio Grande im heutigen Texas . Sehr bekannte Stämme wie die Crow Cheyenne Lakota Dakota Kiowa und Comanche bevölkerten dieses Gebiet das in zwei aufgeteilt wird: der Prärie im Osten und den Plains im Westen.

Die Kulturen der Prärie waren stark die benachbarten Kulturen des Waldlandes beeinflusst. Ihre im Wesentlichen die Dakota und Pawnee waren sesshafte Bodenbauern die entweder in kuppelförmigen Erdhäusern oder in Gras- oder Holzhütten Sie waren in Klans organisiert die zum in Moieties unterteilt waren.

Die Plains waren zum Zeitpunkt der Amerikas durch Columbus beinahe unbewohnt. Sie wurden zu Jagdzwecken aufgesucht. Nach der Einführung des Pferdes durch die Spanier änderte sich dies. Die trockenen klimatischen ließen keinen Bodenbau zu so dass die von der nomadischen Jagd abhängig waren. Demzufolge lebten sie in festen Häusern sondern in Stangenzelten so Tipis die sehr schnell ab- und aufgebaut konnten. In den Plains gab es keine sondern nur Lokalgruppen. Bei den meisten Tribes Plains galt Kriegsruhm als Statussymbol. Eine kulturelle stellte der Sonnentanz dar.

Der Südwesten

Der Südwesten ist eine Trockensteppe die Wesentlichen die heutigen US-Bundesstaaten Arizona und New Mexico sowie den Nordwesten Mexikos umfasst. Hier war ein breites Spektrum Kulturen zu finden. Zum einen gab es Sammler und Jäger zum anderen hoch entwickelte Bodenbauern. Bedeutende Tribes waren die Navaho Hopi Zuni sowie die unter Apachen zusammengefassten Ethnien.

Der Bodenbau war nur dank einem Wassersystem möglich. Nebst den üblichen indianischen Produkten Mais Bohnen und Kürbissen pflanzten die Indianer Südwesten auch Baumwolle an. Ein spezielles Erzeugnis der unter Pueblo zusammengefassten sesshaften Kulturen wie die Hopi Zuni waren die Töpfereiwaren. Die Pueblo lebten festen aus Trockenziegeln (Adobe) gefertigten kastenförmigen Dörfern im Laufe der Zeit immer größer wurden.

Die Wildbeuter bewohnten zum Teil einfache Andere insbesondere die Navaho lebten in so Hogans die achteckig und kuppelförmig gebaut waren. Wildbeuter waren in Lokalgruppen organisiert sie kannten auch Klanverbände. Bei ihnen herrschte eine ausgeprägte Ritualarmut ganz im Gegensatz zu den Pueblo-Völkern einen komplexen Zeremonialismus betrieben.

Die Zeit vor dem Ende des 15. Jahrhunderts scheint eine Zeit wesentlicher Veränderungen gewesen sein. So verschwanden bedeutende Kulturen wie diejenige Anasazi aus noch immer nicht geklärten Gründen. hinterließen eindrucksvolle Siedlungen die sich heute als Attraktionen großer Beliebtheit erfreuen.

Auffällig sind die großen Wanderbewegungen einiger beheimateter Völker. Die Navaho zum Beispiel waren einem Gebiet im Nordwesten des heutigen Kanadas hinunter in diesen südwestlichen Teil der USA

Siehe auch:

Literatur

  • Siegfried Augustin: Die Geschichte der Indianer. Von Pocahontas bis 1600 - 1900 Knaur : München 1998 ISBN 3-426-77267-1
  • Alvin M. Josephy (Hrsg.): Amerika 1492. Die Indianervölker vor der Entdeckung S. Fischer : Frankfurt/a.M. 1992 ISBN 3-10-036712-X 594 S.
  • William C. Sturtevant: Handbook of North American Indians Smithsonian Institution (Hg.) Washington D.C.
  • Die Welt der Indianer. Geschichte Kunst Kultur den Anfängen bis zur Gegenwart.
    • von Claus Biegert (Mitarbeiter) Christa Lubberger (Mitarbeiter) Hurst Thomas (Herausgeber) Jay Miller (Herausgeber) Richard (Herausgeber) Werner Petermann (Übersetzer)
  • Brian M. Fagan: Ancient North America - The Archaeology of Continent (3rd ed 2000).
  • The Indians' Book. Authentic Native American Legends & Music . Recorded and Edited by Natalie Curtis . Drawings & Photographs. 574 Seiten. Gramercy distributed by Outlet Book Company a division Random House 40 Engelhard Avenue Avenel. New 07001
  • Larry J. Zimmermann: Indianer . Köln: Taschen 2002 ISBN 3-8228-1713-9
  • Kulturen der nordamerikanischen Indianer . Herausgegeben von Christian F. Feest. Köln Könemann 2000 480 S. ISBN 3-8290-0500-8

Weblinks




Bücher zum Thema Indianer

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