Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 22. September 2014 

Indianerreservation


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Mit Reservation ( engl. Reservation ) werden Gebiete in den USA bezeichnet die für indianische Stämme oder Gruppen reserviert sind. In Kanada werden die Reservationen Reservate (engl. Reserve ) genannt.

Vor der Kolonisierung Nordamerikas bevölkerten die verschiedenen indianischen Ethnien den ganzen Kontinent. Durch die einströmenden Siedler kamen sie immer stärker unter Druck verloren einen Großteil ihres Landes. Heute besitzen nur noch kleine Gebiete die Reservationen. Die und größten Reservationen befinden sich im Mittleren der heutigen USA.

Die ersten Reservationen entstanden 1786 die meisten allerdings erst in der Hälfte des 19. Jahrhunderts .

Autoren beschreiben die Reservationen zu ihren als Gefangenenlager welche die Indianer nur mit verlassen durften. Das eingeschränkte Reservationsleben machte den ihre traditionelle Selbstversorgungswirtschaft unmöglich. Sie waren abhängig Lebensmittelrationen die von den Regierungsvertretern als Druckmittel wurden. Zeigten sich einzelne Indianer widerständig wurden die Lebensmittelration vorenthalten so dass den Indianern anderes übrig blieb als sich zu fügen.

Es existierten verschiedene Bilder von Reservationen. den Gefangenenlagern sprach man in den Anfangszeiten Reservationen als Schule zur Zivilisierung und Erziehung. Indianer genügend zivilisiert wären dürften sie die verlassen. Andere sahen die Reservationen als Schlüssel Überleben der indianischen Kultur .

Die meisten Reservationen waren durch Verträge Die Indianer hatten gewissermaßen Land für sich reserviert; die Regierung hatte keine Kompetenz Land die Indianer zu reservieren da dieses anerkannterweise Indianern gehörte. Einige Reservationen waren durch Landtausch der Umsiedlungszeit entstanden. Nachdem die Regierung 1871 dazu überging mit den Indianern keine mehr abzuschließen war den Indianern jegliches Mitspracherecht worden. Nun bestimmte die US-Regierung die Neuschaffung oder Vergrößerung von Reservationen. So entstandene Reservationen Erlass-Reservationen genannt. Dabei handelt es sich um der Regierung bereitgestelltes Land. Die Regierung kann Reservierung für die Indianer jederzeit rückgängig machen. vergrößerte die Reservationen selten wurden durch Kauf Reservationen errichtet. Ebenso verhält es sich mit die im Wesentlichen durch kirchliche Institutionen zustande

Die meisten Reservationen sind sehr klein. im Mittleren Westen zieren einige größere Reservationen Landkarte.

Aufgrund der weißen Besiedelung Nordamerikas und damit verbundenen Verdrängungs- und Umsiedlungspolitik liegen rund des heutigen Indianerlandes in Bundesstaaten des Mittleren der USA. Nur gerade 3% befinden sich des Mississippi .

Inhaltsverzeichnis

Zeitgenössisches Leben in Reservationen

Bodenschätze

Oft liegen die Reservationen in semiariden ariden Gegenden die für die weißen Siedler begehrlich waren. Später kamen dann gerade in Gebieten große Vorkommnisse an Bodenschätzen zum Vorschein. liegen beispielsweise rund 55% sämtlicher Uranvorkommen der USA im Boden der Indianer. Weiteren ist ihr Land reich an Öl 5% sämtlicher US-Vorkommnisse) und Kohle (ca. ein sämtlicher US-Vorkommnisse). Die Indianer haben wenig Möglichkeiten gegen den Abbau der Bodenschätze zu wehren. Recht des Abbaus wird vom Bureau of Indian Affairs (BIA) gewährt. Auch die Einnahmen daraus für die Indianer marginal.

Die gesundheitlichen Folgen gerade des Uranabbaus sind für die Indianer verheerend.

Arbeitssituation

Uranabbau und deren Folgen sind nur Problem von vielen mit denen sich die herumschlagen müssen. Generell ist die Armut sehr Seit 1980 hat sich die Arbeitslosenquote zwischen 40 und 80% je nach eingependelt. Gemäß einer Statistik vom BIA lag Arbeitslosenquote 1985 in den Reservationen bei 39%. Reservationen stehen jedoch mit deutlich höheren Quoten Teil über 80% zu Buche. Dabei ist öffentliche Hand bei weitem der größte Arbeitgeber. BIA IHS ( Indian Health Service ) sowie weitere Indianerbehörden beschäftigten 1980 beinahe der Erwerbstätigen in Reservationen. Demgegenüber stehen nur fünf Prozent im Dienstleistungssektor 16% im sekundären und zehn Prozent im primären Sektor tätige Etwa ein Drittel aller Reservationsindianer hat einen außerhalb der Reservationsgrenzen.

Industrie

Industriebetriebe sind in Reservationen nur selten Dies ist Ausdruck des Kollektivbewusstseins das den der Indianer noch immer bestimmt. Das Interesse durch hohe Einkommen mit Geldreserven und materiellen einzudecken wie dies in der europäischen Lebensvorstellung Fall ist ist sehr gering. Regelmäßige kontinuierliche wird im Allgemeinen von den Indianern nicht Vielmehr leisten sie sporadische Arbeitseinsätze die ihre wieder für eine Weile befriedigen. Sie kennen finanzielle Vorsorge wie die Weißen. Ihr soziokulturelles steht vor der Profitmaximierung. Darüber hinaus fehlt ein hartes Konkurrenzdenken. All diese Faktoren hemmen Aufbau einer Industrie in den Reservationen. Weitere Voraussetzungen sprechen gegen den Industriestandort Indianerreservation. So die isolierte Lage die einkommensschwachen und somit Bewohner der Mangel an Infrastruktur wie Reparatur- und Servicebetrieben Bankfilialen Kommunikationsmitteln Energieträgern Eisenbahnanschlüssen öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Qualität und des Strassennetzes die Industrie stark ein. Dazu ein Klima der politischen Instabilität und undurchsichtige Mit wem müssen Investoren verhandeln? Welche Kompetenzen der Verhandlungspartner? Ein wichtiges Hemmnis stellt auch Kapitalmangel dar. Von Seiten der Indianer können Industrieunternehmen finanziert werden. Zudem werden die Reservationen deren Bewohner meist als nicht kreditwürdig eingestuft.

Daneben gibt es auch wirtschaftsfördernde Faktoren das große Reservoir an Arbeitskräften. Die hohe bedeutet für die Unternehmer billige Arbeitskräfte. Die in den Reservationen sind sehr gering deren praktisch inexistent. Gezielte Steuervergünstigungen und staatliche Wirtschaftsförderungen Investoren anlocken. Im Vergleich zum ausländischen Industriestandort Billiglöhnen entfallen in Reservationen der Zoll und Währungsrisiko.

Schulwesen

Problematisch ist neben der Arbeitssituation auch Schulwesen. Lange Zeit boten sich indianischen Kindern nur Internatsschulen an. Diese hatten meist nicht die sondern vielmehr die Identitätsberaubung zum Ziel. Die wurden vom Staat oft als willkommenes Instrument Umsetzung ihrer Assimilierungspolitik eingesetzt. Fächer wie Geschichte Geografie und Englisch dienten dabei als geeignete die Wertvorstellungen der dominanten weißen Mehrheitsgesellschaft weiterzugeben die Indianer von ihrer kulturellen Unterlegenheit zu

Der Besuch von Internatsschulen führte bei Kindern die schon sehr früh aus ihrem sozio-kulturellen Milieu herausgerissen wurden und meist jahrelang Familie nicht sehen konnten oft zu negativen und sozialen Folgeerscheinungen.

Nach 1928 gab es immer weniger außerhalb der Reservationen gelegenen Internatsschulen stattdessen errichtete BIA Schulen in den Reservationen selbst. Die der Indianer blieb jedoch ziemlich schlecht. Einer von 1980 zufolge gingen 16% aller Indianer als acht Jahre zur Schule. Der landesweite lag diesbezüglich bei zehn Prozent also um tiefer. Berücksichtigt man nur die in Reservationen Indianer so ergibt dies ein Prozentsatz von Punkten. Verglichen mit dem nationalen Durchschnitt liegt sehr hoch verglichen mit der Erhebung von als der Prozentsatz noch bei 50 Punkten für Reservationsindianer lag erscheint er jedoch recht

Besitzrechte

Rund 80% des Reservationslandes sind trotz Parzellierungspolitik um 1900 im Besitz der Stammesregierung. jeweilige Stamm vergibt seinen Mitgliedern Nutzungsrechte. Diese repräsentiert das traditionelle Kollektivsystem der Indianer. Je Reservation gibt es jedoch recht hohen Individualbesitz zum Beispiel in der Pine Ridge Reservation der Lakota oder der Crow -Reservation wo der Individualbesitz zwischen 60 und liegt. In der Osage-Reservation liegt er sogar bei hundert Prozent. Das meiste Land wird vom BIA verwaltet. Aufgrund des Sonderstatus der zahlen individuelle Landbesitzer keine Grundsteuern.

Da die Parzellen zu klein für Selbstversorgung sind und oft wenig Interesse an der Landwirtschaft besteht die Verpachtung die einzige Ertragsmöglichkeit. 1984 waren 6% des Reservationslandes verpachtet. Heute ist ein Teil des Reservationslandes in weißen Händen. In Crow-Reservation beispielsweise ist ein Viertel des Landes weißem Besitz sowie 65% an weiße Agrarunternehmen

Regierungssystem

Die Reservationen genießen meist einen quasi-unabhängigen Offiziell sind sie zu einem großen Teil Jedoch machen die finanziellen Zuwendungen ohne die Indianer nicht leben können etwa 70% sämtlicher Einnahmen aus.

Die meisten Ethnien haben eine Konstitution auf der US-amerikanischen basiert. Die Rechtsprechung der ist jedoch stark eingeschränkt. Je nach Status der Art der in der Vergangenheit abgeschlossenen mit der US-Regierung sind die Kompetenzen etwas oder etwas größer. Noch immer stehen viele unter der Verwaltung oder unter der Aufsicht BIA. Dieses handelt oft gegen die Interessen Indianer anstatt diese zu wahren. Seit 1965 die Leitung des BIA in indianischer Hand. hat dies nicht viel. Traditionell gesinnte Indianer sich kaum für eine Stelle beim BIA. sind die zentralen Positionen beim BIA häufig progressive Halbblute besetzt die wenig Verständnis für indianische Kollektiv zeigen. In der Tat ist Konflikt zwischen so genannten progressiven und traditionellen Indianern groß.

Siehe auch:

Liste der Indianerreservationen Indianerpolitik der USA Indigene Völker Nordamerikas

Literatur

  • Frantz Klaus: Die Indianerreservationen in den USA - Aspekte Territorialen Entwicklung und des sozio-ökonomischen Wandels . Erdkundliches Wissen Heft 109. Stuttgart: 1993

 Rechtliche Situation der Reservationen aktuelle Zahlen 



Bücher zum Thema Indianerreservation

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Indianerreservation.html">Indianerreservation </a>