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Grippeimpfung


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Grippe-Impfung ist die effektivste Maßnahme zur Verhinderung Influenza -Erkrankung die nicht mit einem banalen " grippalen Infekt " (einer Erkältung ) verwechselt werden darf.

Da aber in weiten Teilen der die Bezeichnungen "Grippe" und "Erkältung" synonym gleichbedeutend werden und es klinisch kaum möglich ist mild verlaufende Influenza von einem fieberhaften Infekt Atemwege abzugrenzen raten Laien und manche Ärzte Unkenntnis oder Fehldeutung der Fakten oft von Influenza-Impfung ab.

Inhaltsverzeichnis
1 Nebenwirkungen
2 Wer geimpft werden sollte
3 Wer nicht geimpft werden sollte
4 Zusammensetzung des Impfstoffs für die Saison
5 Impfmodus
6 Ungeklärte Fragen
7 Weblinks

Fakten

Dabei sprechen die Tatsachen für sich:
Das Risiko für gesunde Säuglinge und während der Grippesaison aufgrund von Erkrankungen des Atemtrakts in ein Krankenhaus aufgenommen werden zu ist ähnlich hoch wie bei erwachsenen Hochrisikopatienten bei Älteren (Izurieta HS et al NEJM 2000 ; 342:232-9) was eine routinemäßige Impfung rechtfertigt.

Wirksamkeit der Impfung

Die Influenzaimpfung verhindert bei jungen immun-kompetenten in etwa 80 % eine Influenza-Erkrankung. Aber bei denjenigen die auf einen Schutz gegen besonders angewiesen wären - den geschwächten älteren mit entsprechend beeinträchtigtem Immunsystem - kann eben dieser im Alter nachlassenden Immunantwort die Effektivität Impfung auf bis zu 30 - 40% Allerdings wurde auch in dieser Bevölkerungsgruppe nachgewiesen die Impfung wenn schon nicht vor der selbst so doch vor den wichtigsten Komplikationen nämlich vor Krankenhauseinweisungen und dem Tod. Deshalb einerseits empfohlen diese Personen vorsichtshalber 2 mal impfen bzw. wurde andererseits ein spezieller sog. Impfstoff - Addigrip® - für ältere Menschen der zu einer deutlich höheren Antikörper -Bildung führt allerdings auch teurer ist.

Influenza-Impfstoffe die frei von Hühnereiweiß sind z.B. auf Zellkulturen gezüchtet) sind zwar mehrfach worden aber bisher nicht zugelassen. Ein Influenza-Impfstoff nicht injiziert sondern in die Nase gesprüht sollte wurde nach Markteinführung in der Schweiz von gehäuften Nebenwirkungen wieder zurückgezogen. Ein ähnlicher gegen Influenza ist seit Mitte 2003 in USA mit Einschränkungen zugelassen.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen treten bei einer Influenza-Impfung in 13% der Geimpften auf. Diese beschränken sich wie in randomisierten kontrollierten -also auch doppelblinden - Studien bewiesen wurde auf lokale Beschwerden Rötung Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle etwa 1-3 Tage anhalten und den betroffenen nicht weiter stören. Leichte Allgemeinbeschwerden wie Fieber Mattigkeit usw. kann bei Personen auftreten die nie mit einem Grippe-Virus in Kontakt gekommen also v.a. bei Kindern.

Der Impfstoff selbst kann weder eine noch andere Erkrankungen auslösen schützt jedoch und selbstverständlich vor anderen Erkrankungen auch nicht die somit bei ebenso häufig auftreten wie bei Ungeimpften.

Beim Guillain-Barre Syndrom (GBS) handelt es um eine Erkrankung des Nervensystems mit Lähmungserscheinungen sich in 85% der Fälle wieder vollständig in bis zu 6% der Fälle aber zum Tode führen. Die Ursache dieser Erkrankung in den USA mit einer Häufigkeit von 10 - 20 Fällen pro Million und Jahr auftritt - ist letztlich Einige Studien lassen vermuten dass pro Jahr 1 - 2 Fälle pro 1 Million auftreten. Dabei handelt es sich wohlgemerkt um da eine randomisierte kontrollierte Studie mit mehreren Teilnehmern durchgeführt werden müsste um diese Aussagen bestätigen. Dies ist allerdings ethisch nicht zu vertreten da der Nutzen Influenza-Impfung eindeutig belegt ist.

Wer geimpft werden sollte

In der aktuellen Empfehlung der STIKO Aug. 2003) die seit dem Infektionsschutzgesetz in amtlich-verbindlichen Charakter hat wird die Influenza-Impfung unverändert für Personen über 60 Jahre als Standard-Impfung empfohlen. Für andere Personen in Deutschland ist Influenza-Impfung durch die STIKO ausdrücklich nur bei einer "Indikation" empfohlen z.B. bei Grundleiden oder (I) oder bei "erhöhter Gefährdung" durch vermehrte (B/I). Empfehlungen zur Influenza-Impfung an "alle die krank werden wollen" sind daher in Deutschland und haftungsrechtlich unbegründet. Dies gilt insbesondere bezüglich Influenza-Impfung von Kindern ohne Grundleiden außerhalb von Bisher fehlen Langzeituntersuchungen zu Nebenwirkungen einer bereits Kindesalter begonnenen jedes Jahr erneuten Impfung.

Wer nicht geimpft werden sollte

Kontraindiziert ist die Impfung bei Menschen einer nachgewiesenen schweren Allergie gegen Hühnereiweiß da im Impfstoff Spuren von Hühnereiweiß enthalten sein Ebenso soll bei bekannten Überempfindlichkeitsreaktionen gegen andere nicht geimpft werden.
Für diese Personen steht die neuen der Neuraminidase-Hemmer zur allfälligen Verfügung.

Zusammensetzung des Impfstoffs für die Saison 2003/2004

Für 2003/04 sind von der WHO folgende Stämme empfohlen:
  • A/Moscow/10/99 (H3N2) ähnlich (A/Panama/2007/99 RESVIR-17)
  • A/New Caledonia/20/99 (H1N1) ähnlich (A/New Caledonia 20/99
  • B/Hong Kong/330/2001 ähnlich (B/Shangdong/7/97)

Impfmodus

Impfungen gegen Influenza müssen jedes Jahr erfolgen. Selbst gegen diejenigen Virus-Varianten für die Impfstoff aktuell gerade optimal zusammen gesetzt ist die Schutzwirkung nach weniger als 1 Jahr wieder ab. Außerdem führen Drift und Shift Virus-Immunoberflächen im Laufe der Saison und erst bis zur nächsten Saison zur Abnahme der des Impfstoffes. Diese große Veränderlichkeit des Grippevirus seiner Oberflächenproteine - siehe Influenza und Immunsystem -) stellt an die Entwicklung und der Influenza Impfstoffe große Anforderungen.

Ungeklärte Fragen

Impfungen gegen Influenza müssen jedes Jahr verabreicht werden. Damit nimmt die Influenza-Impfung eine Sonderstellung ein denn jährlich immer wieder neu verabreichende Impfungen gibt es gegen keine andere Obwohl also Influenza-Impfungen seit Jahrzehnten weltweit jedes Millionen von Menschen verabreicht werden gibt es keine überzeugenden Längsschnitt-Untersuchungen bei solchen jedes Jahr Geimpften. Die bisherige "Spontanerfassung" der Nebenwirkungen durch Anbieter reicht nicht. Selbst schwerwiegende Nebenwirkungen können Jahrzehnte hinweg unerkannt bleiben wenn man nicht untersucht (aktuelles Beispiel: Ergebnisse der WHI zur bei Klimakterium ). Eine japanische Untersuchung die schon nach Influenza-Impfung bei einer "beträchtlichen Anzahl" der Geimpften Zunahme an potentiell gefährlichen Antikörpern gegen Impf-Bestandteile nachwies (Yamane und Uemura Epidemiology and Infection (2) 291-9 /1988) mahnt zur Vorsicht blieb aber ohne Replikation.

Siehe auch: Grippeimpfung (Studien) - Impfmüdigkeit - Impfkritik

Weblinks



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