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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Informationsexplosion


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Als Informationsexplosion oder Wissensexplosion bezeichnet man die Beobachtung dass die an Informationen in der Informationsgesellschaft im Verhältnis zu anderen Bereichen der oder Wirtschaftsordnung überproportional zunimmt; diese Aussage bezieht allerdings primär auf die Quantität nicht notwendigerweise auf die Qualität der neu geschaffenen Informationen. Ausserdem scheinen Grenzen des Wachstum mittlerweile auch bei der erreicht zu sein; derzeit das exponentielle Wachstum wandelt sich derzeit in eine logistische Funktion .

Inhaltsverzeichnis

Quantifizierung des Wissenswachstums

Die ersten Versuche das Wachstum des zu quantifizieren stammen aus den 50er Jahren . In der UdSSR untersuchte Gennadi Michailovic Dobrov mit Hilfe Analysen die Wissensproduktion 1971 entsprechende Arbeiten legte Derek de Solla Price erstmals 1974 in den USA vor; als Meßgröße nutzte de Solla die Anzahl der Originalveröffentlichungen in Fachzeitschriften; nach Berechnungen wächst das Wissen seit Mitte des 17. Jahrhunderts mit einer Verdopplungszeit von ungefähr 15 exponentiell. Aktuellere Schätzungen gehen davon aus dass das Wissen der Welt sogar etwa alle Jahre verdoppelt.

Der Wissenschaftshistoriker Franz Graf-Stuhlhofer bezweifelt dass Wachstum wissenschaflicher Information mit der Auszählung der an Publikationen gemessen werden kann; er fordert eine Unterscheidung zwischen

  • Wachstum der wissenschaftlichen Information und
  • Wachstum des Wissens.
Für seine eigenen Berechnungen des Wissenswachstums er den Umfang von Lehrbüchern die Anzahl Naturforscher sowie bedeutende Entdeckungen zwischen 1500 und 1900 aus; anhand dieser Kalkulation verdoppelt sich wissenschaftliche Wissen nur ungefähr alle einhundert Jahre.

Veralterungszyklen

Messung des qualitativen Wachstums

Nimmt man die Häufigkeit mit der Veröffentlichung von anderen Autoren zitiert wurde als für die Beurteilung der Bedeutung und des einer Fachveröffentlichung ist festzustellen dass die meisten nur wenige Male und nur sehr wenige zitiert werden ( Pareto-Verteilung ).

In den Naturwissenschaften kann die Zitierungen von Publikationen mit Science Citation Index (SCI) des Institute for Information (ISI) festgestellt werden.

Wachstum der Zahl der Wissenschaftler

Anzahl der Menschen mit wissenschaftlich-technischer Ausbildung Marx und Gramm 1994/2002):

  • Mitte des 17. Jahrhunderts: < 1
  • 1850 bis 1950: Anstieg von 1 10 Millionen
  • 1950 bis 2000: Anstieg von 10 100 Millionen.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Dieter E. Zimmer: "Die Welt ist eine Scheibe" in: Die Zeit vom 10. Februar 2000
  • G. M. Dobrov: Das Potential der Wissenschaft. Berlin: Akademie-Verlag 1971
  • Derek J. De Solla Price: Little Science Big Science (Suhrkamp-Taschenbuch - Wissenschaft 48). Frankfurt am Suhrkamp Verlag 1974 -- der Klassiker der aus den USA; Auszüge: http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/price/price14.html
  • Franz Stuhlhofer: Strukturen der wissenschaftlichen Betätigung und das zeitlich Wachstum der neuzeitlichen Naturwissenschaft (Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 3) 115-126 (1980)
  • Franz Stuhlhofer: Unser Wissen verdoppelt sich alle 100 Jahre (Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 6) 169-193 (1983)




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