Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Es wird von einer Inkontinenz gesprochen wenn es einem Menschen nicht möglich ist seinen Harn - und / oder Stuhlabgang zu kontrollieren - es kommt zum oder Einkoten.
Im Folgenden wird detailliert auf die Harninkontinenz eingegangen:
Der nicht unterdrückbare imperative Harndrang führt Urinverlust bevor die Toilette erreicht ist. Hier die Wahrnehmung der Blasenfüllung im Sinne eines Füllungsgefühls etwa durch eine Entzündung durch Blasensteine oder subvesikale Obstruktion gestört sein: Sensorische Dranginkontinenz . Sind die afferenten Nervenimpulse zum Musculus detrusor enthemmt führt dies einer vorzeitigen manchmal krampfartigen Detrusor-Kontraktion: Motorische Dranginkontinenz .
Die Drang-I. kann Folge von Entzündungen unteren Harnwege (Harnblase Harnröhre) von obstruktiven (einengenden) wie z.B. Harnröhrenstrikturen gut- bzw. bösartigen Prostata-Vergrößerungen auch von neurologischen Störungen wie z.B. Demenzerkrankungen
Der Therapie ansatz ist teils kausal (siehe oben) also Ursache beseitigend teils symptomatisch lediglich die Beschwerden
Der erhöhte Bauchinnendruck durch Pressen aus verschiedensten Gründen (Heben Tragen Treppensteigen Lachen Husten erzeugt löst den mehr oder weniger ausgeprägten aus.
Es werden 3 Schweregrade unterschieden:
1. Grad: Inkontinenz beim Husten Niesen
2. Grad: Inkontinenz bei abrupten Körperbewegungen beim Hinsetzen
3. Grad: Inkontinenz bei unangestrengten Bewegungen im
Die Stressinkontinenz ist bei Frauen oft mehrfacher Spontangeburten die zu einer Überdehnung und von Haltebändern und Beckenboden führen. Daraus resultiert Descensus (Senkung) der Organe des kleinen Beckens. So bei erhöhtem Bauchinnendruck dieser Druck nicht mehr Verschlussdruck die Harnröhre erreichen wohl aber noch voller Stärke die Harnblase: Stressinkontinenz
Beim Mann dagegen ist diese Form I. meist Folge einer traumatischen Schädigung des Blasenschließmuskels durch Operationen oder Unfälle.
Therapeutisch stehen bei der weiblichen Stress-I. in Fällen konservative in den schwereren Fällen eine von operativen Methoden zur Verfügung. Beim Mann der Versuch minimal-invasiver Eingriffe am Schließmuskel gemacht In therapieresistenten Fällen kann ein künstlicher Schließmuskel werden bei dem mittels Pumpensystem eine um Harnröhre gelegte aufblasbare Manschette gefüllt bzw. geleert
Eine subvesikale Obstruktion kann bei Chronifizierung zu einer ständig Harnblase führen deren Binnendruck schließlich den obstruktiven noch übertrifft: Es kommt zum ständigen Harnträufeln.
Ursache der Überlauf-I. ist meist die Prostatavergrößerung seltener hochgradige Verengungen (Strikturen) der Harnröhre. Aber auch neurologische mit einer Erschlaffung des M. detrusor wie im Rahmen einer Polyneuropathie bei chronisch schlecht eingestelltem Diabetes mellitus als Folge einer LMNL (siehe bei Reflex-I.) kann können zur Überlaufblase führen.
Sehr häufig kommt es im Gefolge Überlaufblase zu einem Rückstau des Urins in Harnleiter und die Nieren mit der Gefahr zunehmenden Niereninsuffizienz (Funktionsverlust der Nieren) bis hin Urämie(Harnvergiftung).
Therapie : Wenn möglich Ursachenbeseitigung (Prostata Harnröhre) oder irreversiblen Veränderungen Selbstkatheterismus oder Dauerkatheter -Behandlung.
Führt eine Störung oder Zerstörung der Hemmungsbahnen zu einem Überwiegen der Aktivitätsimpulse des Reflexbogens zwischen Harnblase und Blasenzentrum im oberen Sakralmark (S2 4) kommt es zu reflexartigen Detrusor-Kontraktionen mit Dies ist etwa nach einer Querschnittsläsion oberhalb des Blasenzentrums gegeben: UMNL (upper neuron lesion). Degenerative zentralnervöse Veränderungen etwa bei Demenz kranken können den gleichen Effekt zeitigen.Bei der (lower motor neuron lesion) dagegen resultiert die völlig denervierte Blase mit hohem RH Überlauf.
Hier liegt also keine Insuffizienz des Kontinenz-Apparats vor sondern z.B. eine angeborene subsphinktere eines Harnleiters oder eine verletzungsbedingte Fistel wie eine Blasen-Rektum- oder Blasen- Scheiden -Fistel als Operations- oder Bestrahlungsfolge.
Da die Sauberkeitserziehung einen hohen Stellenwert unserer Gesellschaft hat führt Inkontinenz häufig zur Isolation. Zumal viele I.-Kranke aus Scham sogar Konsultation eines Arztes (Urologe Gynäkologe) scheuen. Aus Grund muss von einer hohen Dunkelziffer der ausgegangen werden.