Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. ISDN ( I ntegrated S ervices D igital N etwork) bezeichnet einen Standard für ein leitungsvermitteltes digitales Telekommunikationsnetz das hauptsächlich zur Übertragung von Telefongesprächen genutzt wird. In Europa ist ISDN Basis aller leitungsvermittelten Telefonnetze . Auch das GSM -Mobilfunknetz basiert auf ISDN.
Die englische Bezeichnung läßt sich sinngemäß diensteverbundendes digitales Netz übersetzen. Das bedeutet dass nur ein Netz nicht nur der Sprachtelefoniedienst auch Video- und Datendienste ( Teletex Datex Telefax Temex ...) abgewickelt werden
Im Zuge des Internet-Booms wurde ISDN zunehmend für die Datenübertragung genutzt da es verglichen mit der Datenübertragung per Modem schneller und somit auch kostengünstiger ist. wird dafür aufgrund höherer Bandbreite und geringerer zunehmend DSL eingesetzt.
ISDN ist in der Bundesrepublik Deutschland flächendeckend verfügbar dort befinden sich auch ein Fünftel der weltweiten ISDN-Anschlüsse. In den ist ISDN nahezu unbekannt weil die dortigen andere digitale Vermittlungstechniken einsetzen.
Im Unterschied zu einem analogen Telefonanschluss bei einem ISDN- Basisanschluss zwei Leitungen zur Verfügung die beliebig Telefongespräche Fax und Datenübertragungen genutzt werden können. Außerdem können für Anschluss bis zu 10 Telefonnummern (genannt MSN) vergeben werden die beliebig die ISDN-Endgeräte verteilt werden können. Durch Dienstkennungen kann eine Nummer jedoch auch für Anwendungen genutzt werden z.B. Telefonie und ISDN-Datenübertragung.
Um analoge Endgeräte (Telefon Fax Anrufbeantworter Modem) an einen ISDN-Anschluss anzuschließen benötigt man a/b-Wandler oder eine ISDN- Telefonanlage .
Der Primärmultiplexanschluss hat 30 Nutzkanäle. Er ist nur Anlagenanschluss verfügbar und wird hauptsächlich von größeren zum Anschluss von Telefonanlagen genutzt.
In Deutschland wurde ursprünglich ISDN nach Standard 1TR6 angeboten seit 1991 existiert jedoch ein europaweit einheitlicher ISDN-Standard E-DSS-1 ). In USA und Japan existiert eine Implementierung die sich im wesentlichen durch die Datenrate (56 kbit/s) unterscheidet.
Die Telekom bietet den ISDN-Mehrgeräteanschluss in Varianten an die sich im Bezug auf angebotenen Leistungsmerkmale unterscheiden: Als Standardanschluss oder als
Umstecken am Bus (TP): Ein Gespräch in der Vermittlungsstelle geparkt werden und das an eine andere ISDN-Dose innerhalb des Anschlusses werden.
bei Anlagenanschluss: Durchwahl (DDI): Es kann Nummernblock definiert werden der direkt angewählt werden
bei Mehrgeräteanschluss: bis zu 10 Mehrfachrufnummern MSN . Ein ISDN-Anschluss kann also unter bis 10 Telefonnummern erreichbar sein. Diese Nummern können auf die Endgeräte aufgeteilt werden.
Sprachdaten werden für die Übertragung per mit einer Abtastrate von 8 kHz digitalisiert ( P ulse C ode M odulation PCM ) und mit einer logarithmischen Kennlinie ( ITU -T-Standard G.711 A-law) von 12 auf 8 pro Abtastwert komprimiert um die Besonderheiten der Wahrnehmung zu berücksichtigen. Übertragen wird der Frequenzbereich 300 bis 3400 Hz.
Die Signalisierung funktioniert bei ISDN Out-of-Band - sie wird also auf einem Kanal übertragen und nicht wie beim Mehrfrequenzwahlverfahren im Sprachkanal. Dadurch funktioniert der Verbindungsaufbau und schneller.
Technisch wird für die Signalisierung der D-Kanal genutzt der bei Basisanschlüssen eine Bandbreite 16 kbit/s und bei Primärmultiplexanschlüssen von 64 hat.
Ein ISDN-Anschluss besteht aus zwei Teilen: Teilnehmeranschlussleitung (beim Basisanschluss die U K0 -Schnittstelle; beim Primärmultiplexanschluss die U K2 -Schnittstelle) und der In-House-Verkabelung (beim Basisanschluss der S 0 -Bus ; beim Primärmultiplexanschluss die S 2M -Schnittstelle). Die Teilnehmeranschlussleitung wird durch einen Netzabschluss (beim Basisanschluss NTBA ; beim Primärmultiplexanschluss NTPM ).
Die Schnittstelle zu Computersoftware wird meistens die CAPI hergestellt.
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