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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 18. September 2014 

Intervall (Musik)


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Unter einem Intervall versteht man in der Musik den Frequenz-Abstand zweier Töne. Diese Töne nicht unbedingt gleichzeitig erklingen (z. B. im Akkord ); auch bei aufeinanderfolgenden Tönen in der Melodie spricht man von einem Intervall. Es konsonante (wohlklingende) und dissonante (nicht wohlklingende) Intervalle Die Namen der Intervalle sind von den Ordnungszahlen abgeleitet: Prime Sekunde Terz Quarte Quinte Sexte Septime Oktave weiter None (Oktave + Sekunde) Dezime + Terz) Undezime (Oktave + Quarte) Duodezime + Quinte) Tredezime (Oktave + Sexte). Die der Intervalle werden immer von den Stammtönen (c d e f usw.) aus

Prime Quarte Quinte und Oktave sind reine Intervalle während Sekunde Terz Sexte und jeweils in kleiner oder großer Form (von einem Halbton Größenunterschied) existieren.

Durch Vergrößerung um einen Halbton werden reine und große Intervalle übermäßige durch Verkleinerung um einen Halbton werden und kleine Intervalle verminderte Intervalle. Intervalle (bis zur Septime) können umgekehrt werden d.h. der unterste Ton kann eine Oktave nach oben versetzt werden. Dabei reine Intervalle rein kleine werden große und verminderte übermäßige und umgekehrt.

Das Bezeichnung "rein" wird nicht nur oben beschrieben zur Bezeichnung der unveränderten Intervalle Gegensatz zu den verminderten oder übermäßigen Intervallen sondern hat noch eine zweite Bedeutung: Intervalle exakt die Frequenzverhältnisse wie in der Obertonreihe werden auch als reine Intervalle bezeichnet. In Sinne ist das Intervall mit dem Frequenzverhältnis eine reine große Terz.

Ein Intervall ist physikalisch definiert durch das Verhältnis (math.: Quotient ) der Frequenzen der beiden Töne. Es ist im dann wohlklingend wenn das Frequenzverhältnis einfach ist klingt 3:2 angenehmer als 17:13. In der natürlichen Stimmung haben die Intervalle folgende Frequenzverhältnisse:

Name Frequenzverhältnis
Prime 1:1
kleine Sekunde ( Halbton ) 16:15
große Sekunde 10:9 (kleiner Ganzton )
9:8 (großer Ganzton )
kleine Terz 6:5
große Terz 5:4
Quarte 4:3
Quinte 3:2
kleine Sexte 8:5
große Sexte 5:3
kleine Septime 16:9
große Septime 15:8
Oktave 2:1

Anstatt mathematischer Frequenz-Verhältnisse wird auch häufig logarithmische Cent -Einteilung verwendet.

Die oben genannten Intervalle können auch Zusammenklang von Obertönen eines gemeinsamen (nicht mitklingenden) Grundtons aufgefasst werden z. B. bilden der 4. und 3. Oberton eine Quarte.

Achtung: Alle diese Betrachtungen beziehen sich auf Verhältnisse der Frequenzen zueinander nicht auf absolute Größen. Das 880 Hertz und 440 Hertz klingen als genauso klingen 512 Hertz und 256 Hertz als Oktave (musikalisch das erste Mal ein und a’ das zweite mal ein c’’ ein c’)

Musikalische Betrachtungen

Neben den oben genannten Frequenzverhältnissen die aus den Obertönen herleiten gibt es auch andere Gesichtspunkte die Intervalle zu definieren. Man dann auf Frequenzverhältnisse die von den obigen Teil etwas abweichen jedoch stets sehr ähnlich (für das ungeübte Ohr meist nicht unterscheidbar). alternativen Intervalldefinitionen sind in der Musik als Stimmungen oder Temperaturen bekannt (z. B. pythagoräische Stimmung gleichstufige Stimmung wohltemperierte Stimmung etc.)

Dabei gibt es auch noch weitere die nicht durch Obertöne darstellbar sind z. B.

Tritonus : (Quadratwurzel 2 zu 1) liegt zwischen und Quinte.
arabische Terz: liegt zwischen kleiner und großer

Zum Teil recht kleine Intervalle die Rahmen der musikalischen Stimmungen eine Rolle spielen sind:

(Weblink für solche Intervalle: http://members.eunet.at/tolarger/MUSIK/stimmung.htm oder http://www.xs4all.nl/~huygensf/doc/intervalle.html )

Die Prime (zwei mal der gleiche ist kein eigentliches Intervall. Ebenso wird die als Intervall oft ignoriert da Töne im gleich benannt werden und in der Harmonik die gleiche Funktion einnehmen. Reiht man Töne die im Quintabstand liegen aneinander so der Quintenzirkel der für die Gliederung des Tonartensystems eine besondere Bedeutung hat indem er Verhältnisse der Tonarten untereinander universell beschreibt.

Die Empfindung welche Intervalle konsonant und welche dissonant und damit auflösungsbedürftig klingen schwankt individuell kulturell und vor allem historisch:

Im Mittelalter empfand man in Mitteleuropa nur die Quarte und die Quinte konsonant.
Ab der Renaissance kamen zur Quarte und Quinte noch große und kleine Terz und Sexte dazu.
Bereits ab der Spätromantik spätestens aber mit dem Jazz kommen viele weitere Intervalle dazu.

Siehe auch



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