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Irokesen


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Die Irokesen (Eigenbezeichnung Haudenosaunee - Menschen des Langen Hauses) sind Gruppe sprachverwandter Indianervölker (siehe auch Irokesische Sprachen ). Woher die Bezeichnung Irokesen kommt ist endgültig geklärt. Ihr Siedlungsgebiet erstreckte sich vom des Sankt-Lorenz-Strom bis zum Hudson und westlich über den Eriesee hinaus.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Überlieferungen zufolge sind die Irokesen aus unteren Mississippi entlang des Ohio eingewandert.

Erstmals sind die Irokesen um das 1000 nachweisbar.

Der Irokesenbund (auch: Irokesenliga ) war und ist noch heute ein aus den sechs Nationen der Mohawk Onondaga Oneida Cayuga Seneca und Tuscarora . In der englischen Literatur werden sie Iroquois proper ("eigentliche Irokesen") bezeichnet.

Zwischen 1350 und 1600 waren die der Irokesen untereinander verfeindet wurden aber im 16. Jahrhundert vermutlich um 1570 durch den Propheten Deganawidah und Häuptling Hiawatha vereint. Die Onondaga sträubten sich lange den Beitritt zur Irokesenliga und rangen ihr bedeutende Privilegien ab. Der Rat der Liga aus 50 Häuptlingen war das Vorbild des amerikanischen und schweizerischen Regierungssystemes.

1623 wurde der niederländische Handelsposten Fort Orange auf dem Territorium Mohawk gegründet.

Im 17. Jahrhundert vernichtete der Bund im Zuge der die Huronen Tionontati und Erie .

Die Tuscarora stießen erst 1722 zu den five nations (danach six nations ) hinzu nachdem sie von europäischen Siedlern North Carolina vertrieben worden waren.

1756 - 1763 standen die Irokesen auf Seiten der gegen die Franzosen.

Im amerikanischen Unabhängigkeitskriege spalteten sich die in Oneida und Tuscarora (die sich auf Seite der Amerikaner stellten) und den restlichen (der für die Engländer kämpfte). Eine amerikanische zerstörte 1779 eine wichtige Siedlung der Irokesen und ihren Widerstand.

Im zweiten Vertrag von Fort Stanwix löste sich die Liga 1784 auf. Die Onondaga Seneca und Tuscarora in New York während die Mohawk und nach Kanada gingen. Die Oneida ließen sich Wisconsin nieder.

Kultur und Bedeutung der Irokesen

Ihre freiheitliche Verfassung soll der der USA Pate gestanden haben. Auch auf das Denken der Aufklärung hatte sie Einfluss ( Johann Gottfried Herder "Die große Friedensfrau der Irokesen") und bei Friedrich Engels nimmt sie in dessen Schrift vom der Familie eine wichtige Stellung ein (beeinflusst von Bachofens "Mutterrecht") .

Traditionell besteht jede Nation aus mehreren Klans denen jeweils eine gewählte Klanmutter vorsteht. Klan konnte bis zu drei Abgeordnete in Ratsversammlung der Irokesen schicken. Die Gesellschaft war demokratisch organisiert das Individuum genoss erstaunliche Freiheiten. Verwandtschaftssystem ist matrilinear die Lebensweise ist matrilokal.

Die Irokesen haben eine starke für kaum durchbrechbare geschlechtliche Arbeitsteilung. So sind die für die Häuser und die Landwirtschaft zuständig die Männer der Jagd und anderen Aufgaben die ein Verlassen des Clanlandes erforderlich machen.

Die Irokesen lebten hauptsächlich von Mais . Sie kannten Dutzende verschiedener Maisarten. Dies sie unabhängig vom Jagdglück und erlaubte eine relativ sesshafte Lebensweise. war aber auch eine ständige Gefahr denn es den Feinden die Maisfelder zu zerstören das Wirtschaftssystem der Irokesen zusammen. Nebst dem verpflegten sie sich mit Kürbis Bohnen und Wildfrüchten . Die Jäger vervollständigten die Speisekarte mit

Die Irokesen lebten in mit Palisadenzäunen Dörfern die aus bis zu hundert Langhäusern bestanden. Nach etwa zehn bis fünfzehn wenn der Boden und der Wald nicht die gewünschten Ernte- und Jagderträge brachten zogen Bewohner zu einem neuen Gelände.

Ein besonderes kulturelles Merkmal der Irokesen die Medizinbünde .

Irokesen heute

Von den heute etwa 60.000 Irokesen noch etwa 20 % eine der Irokesischen Sprachen .

Siehe auch

Liste indianischer Stämme

Literatur

  • In der DDR war ein Kinderbuch "Blauvogel der Irokesen" sehr beliebt.
  • Lippuner Heinz: Demokratie aus indianischer Hand ? Unsere Bundesverfassung das Great Law of Peace der Irokesen-Konföderation in: Kleine Schriften des Museumsvereins Schaffhausen
  • Lips Eva: Nicht nur in der Prärie Leipzig: Edition Leipzig 1974
  • Schumacher Irene: Gesellschaftsstruktur und Rolle der Frau. Das Beispiel Irokesen . (Soziologische Schriften ; 10). Berlin: Duncker Humblot 1972.

Weblinks



Bücher zum Thema Irokesen

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