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Isaac Beeckman


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Isaac Beeckman (* 10. Dezember 1588 in Middleburg Holland † 19. Mai 1637 in Dordrecht ) holländischer Universalgelehrter insbesondere Physiker Arzt und Naturphilosoph

Inhaltsverzeichnis

Studienzeiten und Herausbildung als akademischer Lehrer

Er studierte in Leiden von 1607 bis 1610 Philosophie und Linguistik . Im Jahre 1612 studierte er in Saumur und 1618 Medizin in Caen . Isaac Beeckman lernte bei Stevin in Leiden und Saumur und bei Rudolf Snellius ( 1547 - 1613 ) der eine neue nicht aristotelische Logik

Der Sohn von Snellius Willebrod Snellius 1591 - 1626 ) gelangte um 1620 zu dem nach ihm benannten Brechungsgesetz . Isaac Beeckmann wurde als Physiker Arzt Naturphilosoph dem die Mathematisierung der Naturwissenschaft vorschwebte den gebildetsten Menschen seiner Zeit in Europa

Beeckman stand als Wissenschaftler den Handwerkern und Ingenieuren viel näher als den Universitätsgelehrten. Jahre 1620 gründete er in Rotterdam das Collegium mechanicum 1627 wurde er zum Rektor der neulateinischen in Dordrecht ernannt.

Erste philosophische Entwicklungen

Er war ein äußerst tüchtiger Forscher sein Zeitgenosse der Mathematiker und materialistische Philosoph Pierre Gassendi nannte ihn den besten Philosophen den jemals getroffen habe. Zudem war Beeckman ein Mensch was im [[17. Jahrhundert so viel "modern" bedeutete.

Mehr noch dieses Wort hatte nach mittelalterlichen Verurteilung der curiositas (Wissbegier Neugier) als einen geradezu gefährlichen Beigeschmack denn es bezeichnete Forscher der sich nachdem das wohlgeordnete aristotelisch-scholastische zertrümmert und die Fesseln des traditionellen Wissens waren vorbehaltlos auf die Suche nach neuen machte.

Beeckman zeichnete sich durch eine überragende aus - in seinem Lande war das seltener als in Frankreich von anderen europäischen ganz zu schweigen. Er hätte die Möglichkeit eine äußerst originelle Naturphilosophie zu verfassen. Leider er fast nur im Sinn sein Wissen vergrößern als es mitzuteilen.

Sein Tagebuch: ein Schaufenster der damaligen

So vertraute er sich ausführlich nur Jounal an das er mit großer Sorgfalt Darin schrieb er nieder was sich in Alltag zutrug aber auch was er selbst was "man" in der europäischen res publica so dachte. Glücklicherweise blieb dieses umfangreiche Tagebuch schier unerschöpfliche intellektuelle Biographie vollständig erhalten.

Es wurde nach seiner Entdeckung durch De Waard im Jahre 1905 in vier Bänden zwischen 1932 und 1953 editiert. Diese Aufzeichnungen bilden heute die Quelle für das Wissen über den jungen Rene Descartes und dessen Bildungsphase nach dem Rechtsstudium er im Jahre 1618 Beeckmans Schüler wurde.

Descartes erhielt später die Einsicht in immense Material - zumeist auf Latein nicht aber auch auf Niederländisch - zumindest bis den Aufzeichnungen von 1628 . Es zeichnet das Bild eines Forschers an der Nahtstelle zwischen den mutigsten Denkern Spätrenaissance arbeitete.

Die fruchtbaren Bekanntschaften mit den damaliger

So setzte er sich beispielsweise mit italienischen Arzt Naturforscher und Mathematiker Girolamo Cardano 1501 - 1576 ) ( Mannigfaltigkeit (Philosophie) auseinander der das nach ihm benannte Kardangelenk beschrieb oder mit dessen Landsmann dem und Komödienschreiber Giambattista Della Porta ( 1535 - 1615 ) der die Camera obscura beschrieb.

Vor allem aber beschäftigte sich Beeckman den kühnen novatores den "Neuerern" und Protagonisten wissenschaftlichen Revolution. Dazu gehören Vater und Sohn sowie Stevin ferner die Astronomen Tycho Brahe ( 1546 - 1601 ) und Johannes Kepler ( 1571 - 1630 ) außerdem der Staatsmann und Francis Bacon (Philosoph) ( 1561 - 1626 ) der englische Naturforscher und Leibarzt Elisabeths I. William Gilbert ( 1544 - 1603 ) und der Entdecker des Blutkreislaufs William Harvey ( 1578 - 1657 ).

Die Aussagen zum Atomismus und die auf Descartes

Ihre Erkenntnisse haben auf diesem Wege Descartes' Denken beeinflusst. Beeckmans Universum war kopernikanisch; Denken gründete sich auf dem Atomismus den er vor allem durch das "De rerum natura" des antiken Dichters und Lukrez aus dem ersten Jahrhundert vor der kennen gelernt hatte.

Demzufolge gab es zwischen den verschiedenen leeren Raum was schon für Demokrit wesentlich war um die Eigenschaften von verstehen zu können. Diese Auffassung vertrat der Forscher ganz explizit. Im Juli 1618 notierte er:

" Alle Dinge bestehen aus Atomen unterschiedliche Formen besitzen und sich zueinander in Entfernungen befinden; sie sind also getrennt durch und es gibt keinen Zweifel dass von jeder wesentliche Unterschied [in der Welt] abhängt."

Seine Auffassung zur physikalischen Bewegung

Der Begriff der Bewegung mit dem Beeckman in seinem Journal oft auseinander gesetzt dürfte Descartes mit Sicherheit Anregungen zu seiner gegeben haben. Doch dieses Konzept war nicht unproblematisch: Dem holländischen Forscher scheint nicht aufgefallen sein dass zwischen der gleichförmig geradlinigen und kreisförmigen Bewegung ein Unterschied besteht.

Er hielt Erstere für einen natürlichen für den man kein erklärendes inneres Prinzip brauchte und übertrug dieses Prinzip umstandslos auf kreisförmige:

"Was einmal damit begonnen hat sich Leeren zu bewegen verharrt in seiner Bewegung in einer geraden Linie oder in einer um sein Zentrum wie es etwa bei täglichen und jährlichen Bewegung der Erde der ist."

Descartes konnte sich weder ganz der seines Freundes anschließen durch die zugleich die des leeren Raumes postuliert wurde noch der ihm vertretenen Theorie des Lichts der zufolge Licht sich aus Materieteilchen zusammensetzte die sich einer bestimmten Zeit von der Lichtquelle zum Objekt bewegen.

Beeckmann als erklärter Gegner der Scholastik

Beeckman war sehr gewissenhaft und hielt stets auf dem Laufenden. Ausgehend von der Erfahrung der Handwerker und der Lehre von und Willebrord Snellius suchte er theoretisches Wissen technische Anwendung miteinander zu verknüpfen. Er distanzierte aufs Schärfste von der Scholastik kritisierte die Vermittlung bloßen Wortwissens ohne sowie die Erklärung von Naturphänomenen durch anthropomorphisierende nicht zufällig gelangte er zu einer Erklärung Funktion einer Pumpe indem er die Hypothese horror vacui des Abscheus der Natur vor der über Bord warf und sie durch die plausible Hypothese des Luftdrucks ersetzte.

Seine Höhepunkte als Universalgelehrter

Er interessierte sich für alle außergewöhnlichen seiner Zeit für das Teleskop etwa oder das erste Unterseeboot das Cornelis Jacobus Drebbel 1572 - 1634 ) ein Mathematiker am Hof Jacobs I. 1620 in der Themse erprobte und das ihm ungefähr drei unter Wasser zu bleiben erlaubte.

Die Danksagung von Renes Descartes an

Beeckman erschloss auf seine Weise Descartes ihm bislang unbekannte Forschungsgebiete. Er weckte bei nicht nur die Begeisterung für wissenschaftliche Studien konnte ihm auch ihren Stellenwert deutlich machen. überrascht deshalb nicht dass der junge Descartes er Beeckman verlassen hatte um seine Bildungsreise ihm einen Brief vom 23. April 1619 begeistert seine Bewunderung zollte:

"Sie allein waren es nämlich in der mich aus meiner Trägheit aufgerüttelt die mir schon fast in Vergessenheit geratene Bildung und meinen Geist der sich schon von ernsthaften Beschäftigungen abgewendet hatte auf den rechten zurückgeführt haben. Wenn ich also jemand irgend leisten sollte das nicht zu verachten ist können Sie dies zurecht für sich in nehmen und ich werde es Ihnen auch zur Verfügung stellen sei es dass Sie daran erfreuen sei es dass Sie es

Am 14. April 1619 schrieb Descartes an Beeckman: "Seien Sie gewiss dass ich lieber alle Kunst und vergessen möchte als Sie denn nur durch bin ich mit einem ewigen Band der mit Ihnen verknüpft".



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