Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Ivrith (עברית) (auch Neuhebräisch genannt) ist die bewusst geplante Weiterentwicklung Mittelhebräischen durch Sprachausbau und ist der bisher einzige gelungene eine kaum noch mündlich gebrauchte als Muttersprache ausgestorbene Sprache zu revitalisieren und zu einer universal modernen Standardsprache zu machen.
Die Hebräische Schrift ist eine Konsonantenschrift . Trotzdem werden so genannte Halbvokale oft Bezeichnung langer Vokale benutzt. Halbvokale sind in Zusammenhang W J H und ' wobei Apostroph den Stimmabsatz bezeichnet.
Im heutigen Ivrith dessen Aussprache auf Aussprache der spanischen Juden zurückgeht wird wie Spanischen kein Unterschied mehr zwischen langen und Vokalen gemacht so dass heute die Halbvokale kurze oder genauer "nicht-lange" Vokale bezeichnen können. jemenitischen Juden haben eine eigene der Originalaussprache nähere Aussprachetradition bewahrt als die sehr enthusiastischen an traditioneller jüdischer Bildung wenig interesierten Zionisten.
Ende des 19. Jahrhunderts begannen Versuche das fast nur noch der Liturgie verwendete Hebräische als Alltagsidiom wiederzubeleben und den Wortschatz zu erweitern um so eine Sprache den noch zu gründenden jüdischen Staat zu War man beim Wortschatz erfolgreich kam es der Grammatik immer mehr zu einer Umformung nach grammatischen Mustern europäischer Sprachen so das einige anmerkten Ivrith sei eine europäische Sprache in semitischer Verkleidung . Wegweisend für die Entwicklung des Ivrith das Wörterbuch des Zionisten Eliezer Ben Yehuda. Erst die aus semitischen Sprachraum hinzukommenden Arabisch sprechenden orientalischen Juden semitisierten den Sprachcharakter des Hebräischen wieder ein
Andere jüdisch geprägte Sprachen und Dialekte hingegen mangels Muttersprachlern auszusterben. Dies gilt weniger für das Deutschen verwandte Jiddisch das unter ultraorthodoxen Juden noch recht ist sondern eher für andere Sprachen wie Sephardische Sprache (auch Juden-Spanisch oder Ladino ) Dschidi oder Jüdisch-Persisch Jüdisch-Berberisch Jüdisch-Tatisch Jüdisch-Georgisch Dialekte Jevanisch oder Jüdisch-Griechisch Karaimisch und weitere. In den 1930er Jahren gab es in Palästina ernsthafte Jiddisch zur Staatssprache zu machen. Dies war mit dem Aufkommen der Nazi-Herrschaft immer zahlreicheren aus Mitteleuropa entweder ohnehin geläufig oder aber sie leichter erlernbar. Es war dann gerade Nähe des Jiddischen zum verhassten Deutschen die neben der viel länger zurückreichenden Tradition des – den Ausschlag für letzteres gab.