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J. R. R. Tolkien


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John Ronald Reuel Tolkien (* 3. Januar 1892 in Bloemfontein heute Südafrika; † 2. September 1973 in Bournemouth ) war ein englischer Schriftsteller und Philologe . Mit dem in der fantastischen Mythenwelt Mittelerde spielenden Roman Der Herr der Ringe ( The Lord of the Rings 1954 / 55 auf Deutsch erschienen 1969 / 70 ) wurde er zum Begründer der modernen Fantasy -Literatur.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

J. R. R. Tolkien wird im 1892 in Bloemfontein im Oranjefreistaat (heute in Südafrika ) als Sohn des Bankmanagers Arthur Tolkien seiner Frau Mabel Suffield geboren. Seine väterliche hat sächsische Wurzeln (Tolkien<< tollkühn ).

Kindheit

Seine frühe Kindheit verläuft bis auf Tarantelbiss der als möglicher Auslöser für das Auftreten von giftigen Riesenspinnen in seinen Werken kann weitgehend ereignislos.

1895 kommt er mit seiner Mutter und 1894 geborenen Bruder Hilary zu einem Urlaub Birmingham England ; dort erreicht seine Mutter im darauffolgenden die Nachricht vom Tode ihres Mannes aufgrund innerer Blutungen. Die Familie zieht daraufhin zur nach Sarehole Mill einen Vorort von Birmingham zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend von der Industrialisierung verschont geblieben ist. Die folgenden vier seiner Kindheit verbringt Tolkien in dieser ländlichen die später zur literarischen Vorlage für das Teil seiner selbsterschaffenen mythologischen Welt werden wird. wird er auch zuerst mit dem Dialektwort Gamgee fur Baumwolle vertraut das später zum Namen eines Hobbit -Protagonisten in seinem Hauptwerk Lord of the Rings werden wird.

Seine Mutter die im Jahre 1900 gegen den Willen ihrer Eltern und zum katholischen Glauben konvertiert erzieht ihn unterdessen in ihrem Glauben in einer Zeit in der noch die überwiegende Mehrheit der Engländer Anglikaner waren und dem Katholizismus immer noch wenig der Ruch des Landesverrats anhaftete. Diese Grundprägung sollte sich durch Tolkiens gesamtes Leben und auch weitreichende Auswirkungen auf sein Werk

Da er sich früh an Sprachen zeigt bringt ihm seine Mutter Grundzüge des Lateinischen Französischen und Deutschen bei. Durch sie wird er auch den Geschichten von Lewis Carrolls Alice im Wunderland der Artus - Sage und den Märchenbüchern von Andrew Lang gemacht in denen er zum ersten Mal den nordischen Sagen um Sigurd und den Fafnir hört. Zwischen 1900 und 1902 zieht mit seiner Mutter mehrfach innerhalb von Birmingham zunächst in den Stadtteil Moseley dann nach Heath wo er durch die ungewohnten Namen den hinter dem Haus vorbeifahrenden Kohlewaggons zum Mal auf das ihn ästhetisch berührende Walisisch stößt schließlich nach Edgbaston. Da all Orte städtisch geprägt sind sind seine vom geprägten Kindertage endgültig vorbei. Hinzu kommt eine durch verschiedene Schulen: Zunächst auf der King School angenommen wechselt er 1902 an die Philips Grammar School um dann 1903 mit Stipendium wieder an die King Edward's School Dort lernt er neben den klassischen Sprachen und Griechisch durch einen engagierten Lehrer auch das Mittelenglische kennen.

Am 14. November 1904 Tolkien ist Jahre alt stirbt seine Mutter für ihn überraschend nach einem sechstägigen diabetischen Koma. Dieser frühe Tod bewirkt für zweierlei: Zum einen eine starke emotionale Bindung die katholische Kirche und zum anderen eine Grundhaltung die Vorstellung dass diese Welt eine gefallene sei in der jeder Sieg nur das Dunkel erhellen kann.

Jugend

Die beiden Brüder kommen in die von Pater Francis Morgan eines mit ihrer befreundeten Priesters der sie zunächst bei ihrer Beatrice Bartlett später bei einer befreundeten Pensionswirtin Dort lernt Tolkien 1908 seine spätere Frau Bratt kennen in die er sich bald Die geheime Affäre fliegt jedoch bald auf Tolkien wird von seinem Vormund gezwungen auf Wiedersehen mit Edith bis zum Zeitpunkt seiner mit einundzwanzig Jahren (ein Zeitraum von mehr drei Jahren) zu verzichten. Vermutlich erst dadurch sich die jugendliche Romanze zwischen den beiden eine tragische Liebesgeschichte die Tolkien später verhüllt seiner Sage von Beren und Lúthien literarisch verarbeitet hat.

In der Schule wird Tolkien unterdessen seinen Schulrektor nicht nur auf die Philologie Wissenschaft von den Gesetzmäßigkeiten der Sprache aufmerksam wird durch einen befreundeten Lehrer auch mit Altenglischen in Berührung gebracht. Zu dieser Zeit er zum ersten Mal ein Herzstück der Literatur das Gedicht Beowulf und ist sofort begeistert. Im Mittelenglischen er sich selbst mit den Dichtungen Sir Gawain and the Green Knight und Pearl vertraut. Über alle drei Werke wird später bedeutsame akademische Arbeiten vorlegen. Schließlich wendet sich auch dem Altnordischen zu um die Geschichte um Sigurd den Drachen Fafnir die ihn als Kind fasziniert hatte im Original lesen zu können.

Von den neu erworbenen philologischen Kenntnissen beginnt Tolkien bald damit eigene Sprachen zu die aber auf seinem zu diesem Zeitpunkt gut ausgebildeten Wissen um philologische Entwicklungsprinzipien beruhen. Versuche basiert er auf dem Spanischen doch als er durch einen Schulfreund das Gotische aufmerksam wird beginnt er nicht nur die in dieser toten Sprache enthaltenen Lücken aufzufüllen sondern versucht auch das Gotische zu hypothetischen Ursprache zurückzuführen. Diese enge Beschäftigung mit zeigt sich bald auch in der Schule Tolkien seine Zuhörer bei (damals meist in gehaltenen) Debatten bald mit fließenden Vorträgen in Gotisch oder Altenglisch überrascht.

Im Sommer des Jahres 1911 bildet mit einigen Freunden darunter Christopher Wiseman Robert Gilson und Geoffrey Bache Smith den T.C.B.S. Club - Barrovian Society) eine informelle Gemeinschaft Freunden die sich zunächst in der Schulbibliothek dann in Barrow's Stores regelmäßig trifft um über Literatur zu diskutieren. Zu dieser Zeit möglicherweise durch den T.C.B.S. inspiriert beginnt Tolkien damit Gedichte zu schreiben in denen erstmals Waldland tanzende Feenwesen ( fairies ) auftreten. Ein möglicher Anstoß dazu könnte dem katholischen Dichter mystischer Gedichte Francis Thompson sein mit dessem dichterischen Werk Tolkien sich dieser Zeit nachweislich auseinandergesetzt hat.

Nach einem fehlgeschlagenen Versuch im Jahre gelingt es ihm im Dezember 1910 ein des Exeter College in Oxford zu ergattern. Mit dem Wissen dass unmittelbare Zukunft damit gesichert ist geht Tolkien den Rest seiner Schulzeit in der er durch das finnische Nationalepos Kalevala auf das Finnische aufmerksam wird auf dem er später Kunstsprache Quenya aufbaut. Trotz seiner späteren Abneigung gegen Theater nimmt Tolkien bereitwillig in der Rolle Hermes an einer Aufführung von Aristophanes ' Theaterstück Der Frieden teil und kehrt auch im Dezember 1911 noch einmal für eine Aufführung von R. B. Sheridans The Rivals durch Mitglieder des T.C.B.S. in der die Rolle der Mrs. Malaprop übernimmt an alte Schule zurück.

In der Zeit zwischen Schulende und in Oxford verbringt Tolkien zusammen mit seinem und weiteren Freunden einen Wanderurlaub in der Eine Postkarte mit dem Namen Der Berggeist auf der ein unter einer Kiefer einem Felsen sitzender alter Mann dargestellt ist nach seinen späteren Angaben zur Inspiration für Figur des Zauberers Gandalf in seiner selbst erschaffenen Welt Mittelerde .

Studienzeit

Im Oktober 1911 beginnt Tolkien sein in Oxford zunächst in Classics dem Studium der klassischen Sprachen Latein Griechisch und ihrer Literatur langweilt sich aber bald. Einzig die vergleichende Philologie kann sein Interesse auf sich ziehen; Professor in diesem Fach weist ihn auf Walisische hin dem sich Tolkien daraufhin begeistert

Nach seinem zweiwöchigen Sommerurlaub 1912 den bei King Edward's Horse einem Kavallerieregiment hauptsächlich Pferdesattel verbringt (was ein wenig Licht auf Auftreten der Reiterkultur von Rohan im Herrn der Ringe werfen könnte) kehrt er nach Oxford zurück. Hier beginnt er bald sich dem Finnischen auseinanderzusetzen. Dieser Einfluss zeigt sich darin dass er sein Projekt einer auf Gotischen aufgebauten Kunstsprache aufgibt und sich stattdessen seiner neuen Lieblingssprache orientiert. Das Ergebnis sollte später als Quenya Hochsprache der Elben Eingang in seine Welt Mittelerde finden.

Weihnachten 1912 verbringt Tolkien bei Verwandten er als Regisseur und Hauptdarsteller ein selbstgeschriebenes zur Aufführung bringt - eine in Betracht seine spätere Abneigung gegen das Drama bemerkenswerte

Am 3. Januar 1913 dem Tage Volljährigkeit schreibt er das erste Mal wieder seine Jugendliebe Edith muss aber erfahren dass sich in der Zwischenzeit mit dem Bruder Schulfreundin verlobt hat. Nicht geneigt seine große aufzugeben sucht Tolkien sie daraufhin persönlich an neuen Wohnort auf wo es ihm gelingt umzustimmen. Ein Jahr später nach der Aufnahme in die katholische Kirche findet die offizielle statt nach weiteren zwei Jahren am 22. Januar 1916 die Hochzeit.

Unterdessen verläuft auch sein akademischer Weg geradlinig. Durch seine Vernachlässigung des eigentlichen Lehrstoffs seiner zahlreichen Sprachinteressen schließt er eine Zwischenprüfung zwei Jahren Studium enttäuschend nur mit einem (vergleichbar der deutschen Note "Gut") ab. Auf seines Colleges wo sein Interesse an germanischen aufgefallen war wechselt er daraufhin an das für englische Sprache und Literatur. Dort liest im Rahmen des anspruchsvollen altenglischen Literaturkanons das Crist des angelsächsischen Dichters Cynewulf (frühes 8. Jahrhundert ) eine Sammlung religiöser Dichtung. Zwei Zeilen Gedichtes sollten ihn nachhaltig beeinflussen:

Eala Earendel engla beorhtast
ofer middangeard monnum sended

Heil dir Earendel strahlendster Engel
über Mittelerde den Menschen gesandt

Mit "middangeard" oder " Mittelerde " ist hier die Welt der Menschen Traditionell als "Lichtstrahl" übersetzt glaubte Tolkien dass Name Earendel auf den Morgenstern die Venus der mit seinem Aufgehen das Ende der und den Anbruch des Tages ankündigt. Er beschrieb später die Wirkung dieser Zeilen auf so:

I felt a curious thrill as if had stirred in me half wakened from There was something very remote and strange beautiful behind those words ... far beyond English.

Ich fühlte mich auf seltsame Weise beflügelt ob sich in mir etwas geregt hätte aus dem Schlaf erweckt. Da steckte etwas Fernes Wundersames und Schönes hinter diesen Worten weit jenseits des archaischen Englisch.

Dieser Zeitpunkt kann vorsichtig als Geburtsstunde Mythologie angesetzt werden denn schon ein Jahr schreibt er das Gedicht The Voyage of Earendel the Evening Star das mit den oben zitierten Zeilen und den Keim seiner Mittelerde-Mythologie bildet.

Seine weitere Studienzeit verläuft unterdessen weitgehend - von wiederholten Treffen mit seinen Freunden T. C. B. S. abgesehen die ihn seinen dichterischen Bemühungen unterstützen. Eine Anekdote aus Zeit wirft ein bezeichnendes Licht auf die später noch für Tolkien charakteristische Arbeitsweise: Auf Frage seines Freundes G. B. Smith nach Hintergrund seines Earendel-Gedichtes antwortet Tolkien: "I don't I'll try to find out." - "Ich es nicht. Ich werde versuchen es herauszufinden." Sicht des Schreibens nicht als Neuschöpfung sondern Entdeckungsreise bleibt für ihn sein Leben lang Im Jahr nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges in der zweiten Juniwoche 1915 schließt sein Studium - diesmal mit Auszeichnung "First Honours" ab.

Krieg

Er wird als Battalionsoffizier für Signalwesen das 11. Battalion des Regiments der "Lancashire berufen und nimmt durch aktiven Frontdienst an der Schlacht um die Somme teil. Die unmittelbare Erfahrung der Grausamkeiten Stellungskrieges trifft ihn tief und lässt den des Bösen in eine friedvolle Welt zu Grundthema seines Lebens und seiner Literatur werden. Am 27. Oktober 1916 zeigt er jedoch die Symptome eines Läuse übertragenen und in den Schützengraben grassierenden und wird am 8. November zur Behandlung nach England verschifft. Während Genesungsurlaubes zunächst in Birmingham und dann in Great Haywood erfährt vom Tode seines T.-C.-B.-S.-Kameraden G. B. Smith er noch in Frankreich den Verlust seines Rob Gilson hatte hinnehmen müssen. Der letzte von Smith schließt mit den bewegenden Zeilen: God bless you my dear John Ronald may you say the things I have to say long after I am not to say them if such be my - "Möge Gott Dich segnen mein lieber Ronald und mögest Du die Dinge sagen ich zu sagen versucht habe lange nachdem selbst nicht mehr da sein werde um zu sagen sollte dies mein Schicksal sein." Tolkien werden sie zum Vermächtnis.

Er beginnt mit einem Projekt das der Literaturgeschichte ohne große Vorbilder dasteht der eines vollständigen und mit nichts weniger als Schöpfung der Welt beginnenden Sagenzyklus. Mit der von The Book of Lost Tales dass in dieser Form erst postum seinen Sohn Christopher veröffentlicht werden wird existieren erstmals größere seiner später im The Silmarillion ausgearbeiteten Mythologie. Hier benutzt er auch konsequent seine erfundenen Sprachen insbesondere Quenya das auf dem Finnischen basiert und Sindarin das auf das Walisische zurückgeht. Beide setzt er nun als der Elben in Mittelerde ein.

Unterdessen schwankt sein Gesundheitszustand und die an die Front zurückgeschickt zu werden schwebt über ihm. Vorübergehend nach Yorkshire versetzt erkrankt er bald wieder und in das Sanatorium Harrogate verlegt. Wieder genesen einer Signalschule im Nordosten geschickt erkrankt er Abschluss erneut und kommt diesmal in das nach Kingston upon Hull .

Während dieser Zeit am 16. November 1917 gebärt Edith ihren ersten gemeinsamen Sohn zu Ehren von Pater Francis auf den John Francis Reuel getauft wird. Ihm werden im Oktober 1920 Michael Hilary Reuel im November 1924 Christopher Reuel und schließlich 1929 die Tochter Priscilla Mary folgen. Die nach der Geburt des ersten Sohnes ist glückliche Momente geprägt: Bei Landausflügen in die der Umgebung singt und tanzt Edith für - daraus entsteht schließlich die Geschichte der Liebe zwischen dem sterblichen Helden Beren und der wunderschönen aber unsterblichen Elbin Lúthien die als ein Mittelpunkt des Silmarillions gelten kann.

Nach weiteren Versetzungen im Frühjahr 1918 u. a. nach Penkridge in der Staffordshire und wieder zurück nach Hull erkrankt erneut und muss wiederum ins Offizierskrankenhaus eingewiesen Er nutzt die Zeit diesmal um sich der Arbeit an seiner Mythologie etwas Russisch beizubringen. Nach seiner Entlassung im Oktober schließlich fest dass das Ende des Krieges bevorsteht. Auf der Suche nach Arbeit wendet sich daraufhin an einen seiner ehemaligen Oxforder William Craigie der ihm eine Anstellung beim New English Dictionary verschafft so dass Tolkien endlich im 1918 mit Frau und Kind nach Oxford umziehen kann.

Frühe Berufsjahre

Auch wenn sich in seiner Satire Farmer Giles of Ham einige ironische Anspielungen auf seine Zeit New English Dictionary finden ist dies doch insgesamt eine Zeit. Zum ersten Mal dauerhaft mit Edith und im eigenen Haus lebend findet er Tätigkeit auch intellektuell anregend. Später wird er die zwei Jahre in denen er an Produktion des Wörterbuchs beteiligt ist sagen er zu keiner Zeit seines Lebens mehr gelernt. sind die ihm gestellten Aufgaben jedoch nicht dass er nebenbei noch Zeit findet als Studenten zu unterrichten eine Tätigkeit die sich lukrativ genug herausstellt um im Jahre 1920 Mitarbeit am New English Dictionary beenden zu können.

Doch wenn auch die finanzielle Situation ist hat Tolkien seinen Wunsch eine akademische anzutreten nicht aufgegeben. Da ergibt sich überraschend Sommer des Jahres 1920 eine Möglichkeit: In Leeds ist die Stelle eines "Reader" (eine Juniorprofessor) am Institut für englische Sprache freigeworden. anfänglich skeptisch über seine Chancen erhält er ersehnte Stelle. Dies bedeutet allerdings auch eine Trennung von Edith die mit den jetzt Söhnen in Oxford zurückbleibt bis sie 1921 kann.

Von seinem Vorgesetzten wird er zunächst der Organisation des Studienplans für Alt- und betraut. Daneben erarbeitet er zusammen mit seinem Eric V. Gordon eine Neuedition des mittelenglischen Sir Gawain and the Green Knight die nach ihrer Veröffentlichung 1925 bald herausragender Beitrag zur mittelenglischen Philologie gilt. Auch kommen sich die beiden Kollegen näher und zusammen mit Studenten den Viking-Club in dem reichlichem Biergenuss altnordische Trinklieder und teilweise recht Gesänge in altenglischer Sprache im Mittelpunkt stehen Umstand der vermutlich nicht unwesentlich zur Beliebtheit bei seinen Studenten beiträgt. Nach vier Jahren Leeds im Jahr 1924 wird Tolkien schließlich vollen Professor befördert.

In Gedichten aus dieser Zeit finden die ersten Hinweise auf Kreaturen die später seiner Mittelerde-Mythologie ihren Platz finden werden: Das Glib zum Beispiel beschreibt ein schleimiges Wesen schwach-leuchtenden Augen das tief in einer Höhle und erinnert damit an die Figur des Gollum . Seine "seriöse" Mythologie heute im Buch der verlorenen Geschichten vorliegend ist unterdessen fast fertiggestellt. Zwei Sagen die Geschichte von Turin Turambar und Erzählung von Lúthien und Beren wählt er um sie in eine ausführlichere Gedichtform zu

1925 wird plötzlich der Rawlinson und Lehrstuhl für Angelsächsisch in Oxford vakant. Tolkien sich und erhält wohl u. a. durch Reputation seiner Sir Gawain -Übersetzung den Posten zugesprochen.

The Hobbit und The Lord of the Rings

In den frühen 1920er und 1930er Jahren beginnt er seinen Kindern regelmäßig Geschichten zu erzählen die allerdings meist außerhalb Mythenwelt spielen an der er zu dieser bereits ernsthaft arbeitet. Aus dieser Zeit stammt anderem die Erzählung Roverandom die auf das Verschwinden eines Spielzeughundes zweiten Sohnes Michael zurückgeht. Anders als diese verweist die 1930 begonnene Geschichte The Hobbit teilweise auf Ereignisse aus seiner ernsthaften Mythologie so in den Verweisen auf die Gondolin und die Gestalt des Necromant (Sauron) die zu dieser Zeit bereits seiner später im ersten Zeitalter von Mittelerde angesiedelten Sagenwelt ist. Durch Vermittlung einer Studentin wird der Verlag Allen&Unwin auf seine Erzählung aufmerksam die nach begeisterter Rezension durch den Sohn des Verlegers Rayner im Jahre 1937 veröffentlicht wird. Auf dringenden Wunsch des beginnt Tolkien mit der Arbeit an einer die zunächst wie der The Hobbit als Kinderbuch angelegt ist.

Gegen Ende der dreißiger Jahre und nach Inspiration durch Clive Staples Lewis einen engen Freund der mit ihm dem literarischen Zirkel der " Inklings " verbunden ist hält er den vielbeachteten On Fairy-Stories in dem er die Grundsätze des entstehenden Fantasy-Genres beschreibt und energisch gegen Vorwürfe Eskapismus verteidigt. Während des zweiten Weltkrieges zieht sich die Arbeit an seinem für den The Hobbit hin das jetzt den Namen The Lord of the Rings trägt wird aber immer wieder durch Aufgaben unterbrochen.

1945 wechselt er immer noch in Oxford auf die Professur für Anglistik . Erst im Jahre 1954 aber wird The Lord of the Rings endlich veröffentlicht. Die Verzögerung hatte zum mit Tolkiens Perfektionismus zum anderen aber auch Tolkiens Wunsch nach einem Verlagswechsel zu tun durch die vermeintliche Ablehnung seines ernsthaften Mythenwerkes The Silmarillion motiviert war. Als sein alter Verleger ein Ultimatum zur Veröffentlichung seiner Gesamtmythologie ( The Lord of the Rings und The Silmarillion ) ohne Möglichkeit zur Ansicht des Manuskripts ablehnt trägt Tolkien sein Werk dem Collins an. Nach anfänglichem Enthusiasmus besteht man jedoch auf weitreichenden Kürzungen zu denen Tolkien bereit ist so dass er sich reumütig an seinen alten Verlag wendet. Rayner Unwin der als Kind The Hobbit begutachtet hatte ist mittlerweile zum Juniorverleger und nimmt das Buch ohne weitere Korrekturen Aufgrund der im Gefolge des Krieges exorbitanten Papierpreise in England wird das Werk in drei Bänden The Fellowship of the Ring The Two Towers The Return of the King ) veröffentlicht so dass jeder Einzelband zu Preisen angeboten werden kann. Daher stammt der heute fälschlicherweise gebrauchte Name Trilogie für das Gesamtwerk eine Bezeichnung die Zeit seines Lebens ablehnte da er das in sechs Bücher unterteilt hatte.

Anfang der 1960er erscheint in den USA eine unautorisierte Kopie von The Lord of the Rings und löst eine Kultbewegung unter den aus was Tolkien schnell zu einer Berühmtheit Durch enge Anbindung an seine immer zahlreicher Fans die zu seinen Gunsten erheblichen Druck den Verleger der Piratenausgabe ausüben gelingt es jedoch entgegen der für ihn ungünstigen Rechtslage die Piratenedition eingestellt wird so dass bald noch die durch ihn autorisierte Fassung auf US-amerikanischen Markt erhältlich ist.

Letzte Jahre

Sein weiteres Leben verbringt er mit Ausarbeiten des Silmarillion dass er jedoch bis zu seinem nicht mehr fertigstellt und das erst nach Tode von seinem Sohn Christopher Tolkien herausgegeben wird.

Für ein paar Jahre ziehen er seine Frau Edith in das englische Seebad Dort stirbt Edith im Jahre 1971 woraufhin Tolkien zurück nach Oxford zieht. Zwei Jahre später stirbt auch Tolkien im Alter von 81 Jahren nach Krankheit in einem privaten Hospital in Bournemouth er für einen kurzen Urlaub zurückgekehrt war. Grabmal der beiden befindet sich auf dem Teil des "Jordan Hill Cemetery" in Oxford ; auf den Grabsteinen stehen neben ihren auch die Namen Beren und Lúthien - Zeichen für eine den Tod Liebe. Bereits vor dem Tod seines Vaters Christopher Tolkien die Schriftstücke seines Vaters und veröffentlichte 1977 under anderem das Silmarillion und 1983 auch das Book of Lost Tales .

Werkverzeichnis

Im folgenden sind sowohl Tolkiens akademische als auch seine literarischen Werke aufgeführt.

Akademisches

  • A Middle English Vocabulary 1922
  • Some Contributions to Middle-English Lexicography 1925
  • The Devil's Coach Horses 1925
  • Edition von Sir Gwain and the Green Knight 1925
  • Ancrene Wisse and Hali Meiohad 1929
  • Sigelwara Land Teile I/II 1932 / 1935
  • Chaucer as a Philologist: The Reeve's Tale 1935
  • Songs for the Philologists zusammen mit E.V. Gordon u.a. 1936
  • Beowulf: The Monsters and the Critics 1936
  • Sir Orfeo 1944
  • Ipplen 1947
  • On Fairy-Stories 1947
  • The Homecoming of Beorhtnoth Beorhthelm's Son 1953
  • Middle English "Losenger" 1953
  • Ancrene Wisse: The English Text of the Riwle 1962
  • English and Welsh 1963
  • Übersetzungen von Pearl und Sir Orfeo postum 1975
  • The Old English Exodus Text Übersetzung Kommentar des altengl. Gedichts Exodus postum 1981
  • Finn and Hengest: The Fragment and the postum 1982 Übersetzung und Kommentar

Prosawerke

Lyrik

  • Gedicht The Battle of the Eastern Field 1911
  • Gedicht From the many-willow'd margin of the immemorial 1913
  • Gedicht Goblin Feet 1915
  • Gedicht The Happy Mariners 1920
  • Gedicht The Clerke's Compleinte 1922
  • Gedicht Iumonna Gold Galdre Bewunden 1923
  • Gedicht The City of the Gods 1923
  • Gedicht The Eadigan Saelidan 1923
  • Gedicht Why the Man in the Moon Came Too Soon 1923
  • Gedicht Enigmala Saxonic - a Nuper Inventa Duo 1923
  • Gedicht The Cat and the Fiddle: A Nursery-Rhyme and its Scandalous secret Unlocked 1923
  • Gedicht An Evening in Tavrobel 1924
  • Gedicht The Lonely Isle 1924
  • Gedicht The Princess Ni 1924
  • Gedicht Light as Leaf on Lindentree 1925
  • Gedicht The Nameless Land 1926
  • Gedicht Adventures in Unnatural History and Medieval Metres the Freaks of Fisiologus 1927
  • Gedicht Progress in Bimble Town 1931
  • Gedicht Errantry 1933
  • Gedicht Firiel 1934
  • Gedicht The Adventures of Tom Bombadil 1934
  • Gedicht The Dragon's Visit 1937
  • Gedicht Knocking at the Door: Lines induced by when waiting for an answer a the of an Exalted Academic Person 1937
  • Gedicht The Lay of Aotrou and Itroun 1945
  • Gedicht Imram 1955
  • Gedichtsammlung The Adventures of Tom Bombadil and other from The Red Book 1962
  • Gedicht Once upon a time 1965
  • Gedicht For W. H. A. 1967
  • Gedichtzyklus The Road Goes Ever On: A Song 1967 vertont durch Donald Swann
  • Gedicht Bilbo's Last Song postum 1974

Sonstiges

  • Autobiographischer Bericht Tolkien on Tolkien 1966
  • LP Poems and Songs of Middle-Earth 1968 (Tolkien liest u.a. einige seiner Gedichte)
  • LPs The Hobbit und The Lord of the Rings postum 1975 (Tolkien liest Auszüge aus seinen Werken)
  • Bildband Pictures by J. R. R. Tolkien postum 1979 (Sammlung von Tolkiens Zeichnungen)
  • Briefe Letters of J. R. R. Tolkien postum 1981

Weitere Informationen zu Tolkiens Mythenwelt Mittelerde


Siehe auch: Skurrile_wissenschaftliche_Namen#Aus_den_Romanen_von_J.R.R._Tolkien

Weblinks

  



Bücher zum Thema J. R. R. Tolkien

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