Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Gefängnis in Stuttgart-Stammheim ist weit über die der Stadt Stuttgart hinaus bekannt.
Eigens für die Prozesse gegen die der Roten Armee Fraktion (RAF) wurde 1975 auf dem Gelände der Haftanstalt eine erbaut. Zum Schutze vor Befreiungsversuchen mit Hubschraubern diese Halle ebenso wie der Hofgang großflächig Stahlnetzen überspannt.
Am 18. Oktober 1977 kamen im Hochsicherheitstrakt drei Mitglieder der Armee Fraktion durch Schusswaffen zu Tode: Andreas Baader Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe . Bis heute ist umstritten ob dies Selbsttötung oder Mord bzw. Totschlag war weil es bezweifelt wird dass einer Strafanstalt die Gefangenen über Schusswaffen verfügen Das vierte Mitglied der Gruppe Irmgard Möller überlebte die Stichverletzungen in der Brust denen sie in ihrer Zelle aufgefunden wurde.
Voran gegangen war diesen Ereignissen ein Freipressungsversuch: Durch die Entführung des Industriellen Hanns-Martin Schleyer durch ein RAF-Kommando und die Entführung Lufthansa-Maschine durch ein palästinensisches Kommando sollte die der Stammheimer Gefangenen erzwungen werden. Die Bundesregierung Kanzler Helmut Schmidt weigerte sich die Gefangenen gegen Schleyer die festgehaltenen Urlauber in ihrem Flugzeug auszutauschen. Maschine wurde in der somalischen Hauptstadt Mogadischu durch ein Kommando des Bundesgrenzschutzes gestürmt drei der vier palästinensischen Entführer getötet. Schleyer wurde wenige Tage später von Entführern erschossen.
Heute ( 2004 ) sitzen rund 830 Häftlinge in der Anstalt ein.