J.B. Vorfahren haben dem Patriziat der angehört. B.s Großeltern hießen Aernout B. und sein Vater hieß Jan B. (1425/6 - 1487) der mit der 1487 verstorbenen Johanne Sint Pol verheiratet war Jacobs Mutter.
Kindheit und Jugend B.s liegen im Doch wird er eine gediegene universitäre und Ausbildung genossen haben da die frühesten Dokumente ihm als bildungsbeflissenen und einflussreichen Studenten berichten. der 2. Jahreshälfte 1481 war der berühmte und Musiker Rudolf Agricola nach Antwerpen gekommen. Anzahl von Kanonikern und viele vornehme Jugendliche“ ihn gebeten für jährlich 100 Kronen Vorlesungen halten. Agricola war gewillt auf dieses Angebot der Bedingung einzugehen daß er von der gezahlt werde. Kein anderer als B. wurde dies mit der Stadt auszuhandeln. In einem vom 27. 3. 1482 aus Groningen erinnerte B. an diese Übereinkunft. Kriegsbedingt verzögerten sich Unterhandlungen so daß Agricola erst am 25. 1482 den Brief B.s erhielt in welchem das Einverständnis der Stadtoberen mitteilte. Agricola hatte zwischenzeitlich jedoch entschlossen einem Ruf der Universität zu folgen worüber er B. in einem vom 1. 11. 1482 aus Köln informierte. B. sich nicht in der Lage sah Heidelberg unter Agricola zu studieren schrieb dieser B. den Traktat De formando studio (1484) Art Leitfaden für B.s weiteres Studium.
Schon Anfang der 1480er Jahre war als Musiker und Komponist bekannt. Früh vielleicht Kindheit an stand er in Verbindung mit Hauptkirche Notre Dame. Wenigstens seit 1482 war sein existentieller Mittelpunkt; hier wollte er begraben und es sollte den koralen den Chorknaben Kirche obliegen das Gedächtnis an ihn aufrechtzuerhalten. 1487 ist B. in den Rechnungsbücher von Dame als zangmeester oder magister choralum verzeichnet diese Position vermutlich aber bereits seit 1484/85 (in dieser Zeit zahlte er nun Magister Gebühr an die capellania Onze Lieve Vrouw het Nieuwwerk einer für den zangmeester bestimmten Der Chor dem B. vorstand umfaßte 8 und 12 Sänger. Verschiedene Gilden Antwerpens teilten die Verantwortung für die musikalische Ausgestaltung der Jeden Morgen um 7 Uhr mußte eine gesungen werden jeden Abend die Laudae. Die des zangmeesters bestanden u.a.darin die koralen zu sie in Musik und in den Gebräuchen Kirche zu unterrichten und sie Sitte und zu lehren; er mußte sie auf ihrem von koraalhuis zur Kirche begleiten wo sie mit dem zangmeester wohnten und auf dem zurück. Auch hatte er beim Gottesdienst die und Responsorien zu intonieren.
Neben seiner Funktion an der Antwerpener pflegte B. engeren Kontakt zum Hof Maximilians. Anfang 1486 unterrichtete er im Auftrag des Guillaume de Ternay. 1489 hielt sich B. s’-Hertogenbosch auf. Vielleicht stand dieser Besuch in mit B.s großer Reise die ihn bis Buda führte wo er mit einem Empfehlungsschreiben versehen Ende 1489 /Anfang 1490 eintraf und Königin Beatrix vorstellig wurde. 1490/91 kehrte B. Antwerpen zurück wo er am 7. 8. starb. In seinem Testament bedachte B. seine 1487 geheirateten Frau und eine Tochter Jacomyne (nach 1487 – nach 1525).
Überliefert sind folgende Werke:
1. MISSA VIRGO PARENS CHRISTI 5v.
Quellen: Wien Nationalbibliothek Ms 1783 (nr. f. 1v-17r (Jacobus Barbyrianus); Rom Bibl. Apostolica Ms Chigi CVIII 234 (nr. 20) f. (anonym ohne Agnus Dei III).
2. MISSA FAULX PERVERSE 4v.
Quellen: Wien Nationalbibliothek Ms. 11883 (nr. f. 174v-185 (Barberiaw); Wien Nationalbibliothek Ms 1783 2) f. 17v-33r (Barbiraw).
3. KYRIE PASCHALE 4v.
Quellen: Wien Nationalbibliothek Ms 1883 (nr. f. 167v-170r (Barbirianus); Wien Nationalbibliothek Ms 15497 1) f. 1v-5r (Barbireau); Jena Universitätsbibliothek Chorbuch (nr. 86) f. 113v-116r (Barbiraw).
4. OSCULEUM ME 4v.
Quelle: Brüssel Bibl. Royale Ms 9126 20) f. 174v-177r (Jac. B.).
5. SCOEN LIEF 4v.
Quelle: Rom Bibl. Casantense Ms. 2856 27) f. 30v-31r (Ja. barbirau).
6. GRACUUL ET BIAULX 4v.
Quelle: Rom Bibl. Casantense Ms. 2856 29) f. 32v-34r (B.).
7. EEN VROYLIC WESEN (Qu’en dictes Se une fois.) 3(4) v.
Quellen: Kopenhagen 1848-2° (Jacquies d’Anvers) Segovia 94) f. 166r (Jacobus B.); RISM 15389 Jenaer Exemplar J.B. zugeschrieben). St. Gallen 462 zusätzlichem Altus; Obrecht) 463 (mit zusätzlichem Altus; RISM 15389 (im Berliner Exemplar Obrecht zugeschrieben). 640-41 (nur S B; Isaac); Ulm Domarchiv Sammlung Ms. 237 a b c d Tournai Bibl. De la Ville Chansonnier de (nr. 20) f. 26v.27r (anonym).