Schon in seinem ersten Profijahr 1953 gewann der 19jährige aus der Normandie stammende Anquetil das Zeitfahren GP des Nations vor dem legendären Fausto Coppi . In seiner Karriere konnte Anquetil das wichtigste Rennen gegen die Uhr insgesamt unglaubliche Mal gewinnen (1953-58 1961 1965/66). 1956 übertraf Anquetil mit über 46 Kilometern 14 Jahre alten Stundenweltrekord von Fausto Coppi.
1957 nahm Anquetil inzwischen 23jährig erstmals an Tour de France teil und gewann das wichtigste Etappenrennen der Welt auf Anhieb souverän mit 15 Minuten Vorsprung und gewann vier Etappen. seines Erfolgs waren auch hier seine Qualitäten Zeitfahren die ihm den Spitznamen "Monsieur Chrono" sollten. Gleichzeitig konnte Anquetil allerdings auf den mit den Spezialisten mithalten.
Nach drei mittelmäßigen Jahren ohne Tour-Etappenerfolg sich Anquetil 1961 mit seinem zweiten Gesamtsieg zurück und die Tour de France danach bis 1964 Erster viermal nacheinander und hatte somit ebenfalls Erster insgesamt fünf Erfolge erzielt. Bei seiner konnte Anquetil mit einer Ausnahme sämtliche Zeitfahren Tour gewinnen.
Sein letzter Toursieg 1964 war auch sein knappster und berühmtester. die französische Sportgeschichte eingegangen ist dabei vor sein legendäres Ellenbogenduell mit dem Publikumsliebling Raymond Poulidor am Puy de Dôme . Da er seine Erschöpfung am Berg vor seinem Konkurrenten verbarg griff dieser zu an. In Paris hatte Jacques Anquetil letztlich Sekunden Vorsprung vor dem "ewigen Zweiten" Poulidor.
Nicht so erfolgreich war Anquetil bei klassischen Eintagesrennen . Gegen Ende seiner Karriere gewann er einmal die Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich (1966) Bordeaux-Paris (1965) und Gent-Wevelgem (1964).
Trotz seiner großen Erfolge die ihn einem der größten Radrennfahrer Frankreichs aller Zeiten war der stets kühl-distanzierte "Mâitre Jacques" in französischen Öffentlichkeit nie so populär wie sein Poulidor.