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Jagd


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Jagd bezeichnet das (erlaubte) Aufsuchen Nachstellen Fangen und Aneignen von Wild . Unter "Erlegen" versteht man das gezielte von Wildtieren.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Die Jagd erfolgt aus verschiedenen Gründen:

  1. Nahrungsgewinnung
  2. Gewinnung von Tierteilen aller Art (z. Felle Hörner Geweihe etc.)
  3. ökonomischen Gründe (z.B. um Wildschäden in der Forst- und Landwirtschaft zu verhindern).
  4. Hobbyzwecken ( Jagdsport )
  5. Bestandsregulierung

Ein wesentlicher Bestandteil der Jagd ist Hege . Immer mehr bekennt man sich nicht in Deutschland zum Prinzip der " Nachhaltigkeit ". Es ist ein alter Grundsatz des Jagd- und Forstwesens dessen Notwendigkeit nun auch anderen Gebieten (an)erkannt wird. Wer auch in jagen möchte muss dafür Sorge tragen das Tiere in einem funktionierenden Ökosystem leben. Daher übernehmen Jäger vielfältige Aufgaben Naturschutz z.B. durch die Anlage von Rückzugsmöglichkeiten Hecken um den Lebensraum nicht nur der zu verbessern. Diese Vorgehensweise bleibt allerdings nicht Kritik (s. Absatz: Probleme ).

Geschichte und Tradition

Ursprung

Schon in der Altsteinzeit wurde von Menschen gejagt - " Jäger und Sammler " ist die gängige Bezeichnung für Menschen Zeit. Die Jagd diente hauptsächlich zur Nahrungsversorgung lieferte neben Fleisch wertvolle tierische Nebenprodukte wie Knochen und Felle .

Mit der zunehmenden Sesshaftigkeit und damit Domestizierung von Tieren trat die Jagd als in weiten Teilen der Bevölkerung zunehmend in Hintergrund. Schon in den antiken Hochkulturen wurde Jagd als Freizeitvergnügen betrachtet. Sie wurde zunehmend noch von einem kleinen Teil der Gesamtbevölkerung

Bis im Mittelalter wurde die Jagd mehr zum Privileg des Adels sowie staatlicher und kirchlicher Würdenträger. Aus Mittelalter stammt auch die Unterscheidung in "hohe - die dem Adel vorbehaltene Jagd auf Hochwild - und "niedere Jagd" auf kleinere wie Hasen und Federwild ( Niederwild ).

Heute wird die Jagd in Deutschland von privaten Jägern ausgeübt. Dabei bekommen ökologische eine immer größere Bedeutung. Die moderne Industriegesellschaft vielfältige Schutzmaßnahmen erforderlich welche z.T. durch Jäger werden. Das neue Selbstverständnis der Jäger drückt Wahlspruch "Jagd ist angewandter Naturschutz " aus. Grundlage dieser Form der ökologischen ist das Prinzip der Nachhaltigkeit .

Brauchtum

Auch in Deutschland existiert eine jagdliches Brauchtum mit verschiedenen jagdlichen Bräuchen u. a. eine Jägersprache gepflegt. Die traditionelle grüne Bekleidung ist bekannt und kaum mehr wegzudenken. Die jagdlichen werden in der Jägerschaft aktiv gepflegt und sich auch häufig in der Praxis.

Jagdarten

Im Laufe der Zeit haben sich Jagdarten entwickelt welche jeweils in speziellen Situationen bei der Jagd auf bestimmte Tierarten am sind. Die wichtigsten sind:

  • Einzeljagd :
  • Suche : Mit Hilfe eines Hundes "durchsucht" man oder Waldabschnitte um flüchtendes Wild erlegen zu Diese Jagdart findet meist auf Hasen Kaninchen Federwild statt. Sie wird von einem einzelnen einer kleineren Gruppe von Jägern ausgeübt. Dafür man kurzjagende Hunde oder Vorstehhunde .
  • Ansitz : Beim Ansitz wartet ein Jäger still einer Lichtung o.ä. häufig auf einem Hochsitz. welches vorbeizieht kann so in Ruhe beobachtet bevor entschieden wird ob geschossen wird. Die ist minimal. Beim Ansitz wird hauptsächlich auf Raubwild und Hochwild gejagt.
  • Pirsch : Hierbei begeht der Jäger vorsichtig und das zu bejagende Gebiet er "pirscht". Dabei Spuren gefolgt werden um Wildtiere aufzuspüren. Besonders ist diese Jagd bei Neuschnee da hier frischen Spuren besonders gut zu sehen sind.

  • Gesellschaftsjagd :
  • Treibjagd : Eine Gesellschaftjagd bei der mehrere Treiber Hunde das Wild flüchtig machen. Treibjagden werden auf offenen Flächen auf Hasen und anderes außer Rehwild ausgeübt.
  • Drückjagd : Bei einer Drückjagd gehen mehrere Treiber meist in Begleitung von Hunden - durch zu bejagende Gebiet um die Wildtiere in zu bringen und aus den Einständen zu Die Jäger warten in der nähe dieser an zuvor festgelegten Ständen auf das Wild. wird zumeist Schwarzwild bejagt.
  • Bewegungsjagd : Bei dieser Jagdform ähnlich der Drückjagd weiträumiger abgestellt. Das Wild wird nur soweit daß es seine Einstände verlässt und möglichst und langsam daa den Schützen vorkommt. Das den Jägern die gezielte Selektion und das wird weniger beunruhigt. Diese Jagdart wird in Revieren oder revierübergreifend auf alle Hochwildarten Rehwild Raubwild genutzt.

  • Weitere Jagdarten :
  • Fangjagd : Die Jagd mit Fallen. Diese wird den Fang durch Lebendfallen und durch Totschlagfallen In Deutschland gibt es strenge Gesetze die Jagdform regeln. In den meisten Bundesländern muß Jäger eine zusätzliche Prüfung für einen Fallenschein
  • Hetzjagd : In Deutschland verboten. In England nach vor in Form der Fuchsjagd existent.
  • Beizjagd : Die Jagd mit Greifvögeln durch Falkner .

In verschiedenen Regionen haben sich darüber unterschiedliche Jagdtraditionen herausgebildet:

  • In England gibt es die traditionelle Fuchsjagd in Schottland wurde diese bereits abgeschafft. Auch in ist diese Art der Hetzjagd verboten.
  • In Afrika betreibt man seit Kolonialzeiten die ( Safari ).
  • In Stadtgebieten (z.B. auf Friedhöfen aber auch Privat- oder Firmengrundstücken oder Flughäfen) wird zudem Schädlingsbekämpfung Tauben oder Niederwild nachgestellt. Dies geschieht im Auftrag von Grundstückseigentümern oder der Stadtverwaltung. Jagdform ist u.a. wegen der erhöhten Gefährdung Personen oder Sachwerten (u.a. durch herabfallende Geschosse der Taubenjagd) umstritten.

Recht

Das Bundesjagdgesetz basiert auf dem Reichsjagdgesetz von 1934 unter der Federführung des Reichsjagdmeisters Hermann Göring entworfen wurde. 1952 wurde es nach formellen und redaktionellen Änderungen in bundesdeutsches Recht Inhaltlich blieb das nun Bundesjagdgesetz genannte Regelwerk alte und auch die Änderungen der Jahre und 2002 haben keine nennenswerten inhaltlichen Neuerungen Diese Tatsache dient Jagdgegner häufig als Angriffspunkt. wird von einigen Seiten eine umfassende Reformation Jagdrechts gefordert.

Jagdrecht

In Deutschland ist das Jagdrecht im Bundesjagdgesetz (BJG) und den Landesjagdgesetzen geregelt. Es unmittelbar mit dem Grundbesitz verknüpft. Die Ausübung Jagd ist jedoch nur in Jagdbezirken erlaubt auch dort mit Ausnahme der Jagd zur nur außerhalb von "befriedeten Bezirken" (z.B. Wohngegenden etc.).

Die Jagdbezirke sind entweder Eigenjagdbezirke oder Jagdbezirke. In letzteren sind mehrere Grundstücke zu genügend großen Jagdbezirk zusammengeschlossen. Die zugehörigen Grundbesitzer zwangsläufig Mitglieder in Jagd-Genossenschaften (einer Körperschaft öffentlichen Rechts ). Ein gemeinschaftlicher Jagdbezirk ist üblicherweise mind. ha gross. Die Jagd-Genossen d.h. die Mitglieder Genossenschaft können nun das Jagd-Recht selbst ausüben die Ausübung anderen per Verpachtung überlassen. Die immer für den gesamten Jagdbezirk. Verpachtet wird nicht etwa ein gesamtes Grundstück sondern ausschließlich Recht zur Jagdausübung.

Im Bundesjagdgesetz und den Landesjagdgesetzen sowie Gesetzen (Waffengesetz) und Verordnungen sind darüber hinaus Regeln und Beschränkungen zur Jagdausübung festgehalten. Dies u.a. Vorschriften zu Jagd- und Schonzeiten jagdbaren und erlaubten Jagdmethoden. So darf beispielsweise bis einige Ausnahmen (Ländergesetze) wie z.B. Schwarzwild nicht nachts gejagt werden.

Wilderei bezeichnet die illegale Jagd auf

Jägerprüfung

Die Jagd ausüben dürfen nur Personen zuvor einen Jagdschein erworben haben. Dieser setzt Prüfung voraus die sich aus den Fachbereichen Tier- und Naturschutz Jagd- und Waffenrecht sowie Schießen zusammensetzt. Die Prüfung unterteilt sich in mündlichen und einen schriftlichen Teil. Hinzu kommt Schießprüfung. In manchen Ländern ist gesetzlich ein Lehrgang vorgeschrieben. Oft wird diese Prüfung mit Abitur verglichen und daher auch als grünes bezeichnet.

Probleme

Von einigen Gegnern wird argumentiert durch Wildäcker und andere Hegemassnahmen werde massiv in Ökosystem eingegriffen und dadurch ein unnatürliches Wachstum Wildpopulationen begünstigt (Populationsdynamik). Dagegen wenden Jäger ein sei die Natur eben nicht unberührt da ständigen menschlichen Eingriffen unterliege. Daher müsse der regulierend eingreifen und das natürliche Gleichgewicht künstlich

Repräsentative Umfragen belegen hingegen Akzeptanz und bei der überwiegenden Zahl der Mitteleuropäer. Basis ist das durch die Jägerprüfung allseits anerkannte der Jäger.

Berühmte Jagdgebiete waren und sind z. bei Rominten oder in der Schorfheide . Der Jagd- Tourismus in die oft naturbelassenen Jagdgebiete in Slowakei in Polen im Baltikum in Rumänien oder in Russland aber auch in die entferntesten Regionen Welt hat viele Freunde so dass die der dortigen Jagd zwar einerseits Gelder beschafft aber in vielen Gebieten durch Übernutzung die stark reduziert wurden und so zunehmend die der Jagdtouristen nicht in vollem Umfang erfüllt

Anders sieht das jedoch auf so Jagdfarmen in Afrika aus. Diese meist ehemaligen dehnen sich auf für Europäer unvorstellbare Flächen sind regelmäßig eingezäunt und garantieren dem Jäger gewünschten Jagderfolg.

Mit Jagd nichts zu tun hat sogenannte canned hunting wo wilde Tiere für Stückpreis in Käfigen und Gattern erlegt werden.

  
Siehe auch: Halali - Wiederladen - Wild - Wildschaden

Weblinks

Pro:


Contra:



Bücher zum Thema Jagd

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