Die Raubfliegen oder Jagdfliegen (Asilidae) sind eine Familie der Zweiflügler (Diptera) und werden innerhalb der Fliegen (Brachycera) zu den Spaltschlüpfern (Orthorapha) gezählt. sind über 5500 Arten bekannt aufgeteilt in Gattungen . Damit stellen die Raubfliegen eine der Insektenfamilien überhaupt dar. Aufgrund ihrer räuberischen Lebensweise die Tiere einen nicht unbedeutenden Einfluss auf Regulierung in Ökosystemen vor allem da sie vornehmlich pflanzenfressende jagen. Es handelt sich um mittelgroße bis Fliegen die Mordfliegen ( Laphria ) werden z. B. bis 30 Millimeter
Aufgrund ihrer Größe sind einige Arten Gruppe sehr auffällig so etwa die Mordfliegen häufig auf Lichtungen und alten Kahlschlägen vorkommen die Hornissenraubfliege Asilus crabroniformis mit einem auffällig schwarzgelben Hinterleib und Brust. Die Leptogaster -Arten sind dagegen libellenartig schlank. Die meisten Raubfliegen sind außerdem behaart. Bei vielen Arten ist der Hinterleib dem Thorax auffällig schmal bei anderen entspricht in seiner Breite dem Brustbereich. Die Beine als Fangbeine aus diesem Grund besitzen sie an der Spitze kurze und verdickte Borsten sind hakenartig gekrümmt.
Auffällig sind bei allen Raubfliegen einige des Kopfes etwa die Stirnfurche zwischen den Facettenaugen und dem dazwischen liegenden Höcker mit drei Punktaugen. Die Facettenaugen selbst sind sehr wobei die Größe der Einzelfacetten zum Zentrum zunimmt. Die Mundwerkzeuge sind etwa kopflang und als Stech- Saugrüssel ausgebildet wobei sie allerdings anders als der Stechmücken oder Bremsen zugleich auch die Beute festhalten müssen. einigen Arten ist ein regelrechter Bart aus ausgebildet.
Raubfliegen besiedeln vor allem offene Lichtungen Flächen und jagen vornehmlich bei höheren Temperaturen. verschiedenen Untersuchungen sind die optimalen Temperaturen für meisten Arten höher als 20 Grad Celsius zunehmender Kälte werden sie inaktiver. Als Augenjäger sie gut beleuchtete und wenig strukturierte Jagdgebiete sie häufig Baumstämme oder andere höher gelegene wählen.
Raubfliegen ernähren sich vor allem von Insekten. Sie besitzen sehr harte Stechborsten gebildet dem Hypopharynx und den Galeae mit dem beispielsweise Mordfliegen sogar den Panzer verschiedener Käfer durchstechen können. Zu ihren Beutetieren gehören die Pracht- und die Rüsselkäfer. Es wird dass der Speichel der Fliegen ein Insekten Gift enthält außerdem sind in ihm Verdauungssekrete welche die Beute vorverdauen. Die Beute wird im Flug gejagt und in einem Stoßflug den Vorderbeinen gepackt. Dabei erfolgt der Abflug von leicht erhöhten Positionen etwa einem Baumstubben Beute wird wahrscheinlich optisch wahrgenommen und mit fixiert. Eine Beutespezialisierung der Fliegen ist weitgehend Die Wolfsfliegen oder Steifbärte der Gattung Dasypogon erbeuten nicht selten Honigbienen und erhielten den englischen Beinamen "bee-catcher". Einige Arten erbeuten Spinnen wobei die Beute nicht selten größer der Jäger ist.
Raubfliegen leben auf allen Kontinenten mit der Antarktis vor allem nördlich der Tropen . Viele der Arten oder Gattungen sind regional typisch. Interessanterweise sind von der Inselgruppe Hawaii weder eingeschleppte noch heimische Arten bekannt vielen anderen Inselgruppen gehören die Tiere jedoch lokalen Fauna . So findet man auf beinahe allen Süostasiens Raubfliegen außerdem immer einige Arten auf Fidschi-Inseln Samoa und Neuseeland . Selbst von den Weihnachtsinseln ist eine Art bekannt.
Die meisten Artengruppen lassen sich direkt zuteilen. So kommen etwa die Vertreter der nur in der Neotropis (tropische Region Amerikas) hier konzentrieren sich auch die Vertreter der und bestimmter Gattungen der Damalini ( Holcocephala -Gruppe) sowie die Gattungen Diogmites (Dasypogoninae) und Nerax (Asilinae). Die beiden letztgenannten Gattungen kommen aus Mexiko sind heute jedoch auch über weite der USA verbreitet. Vertreter der Gattungen Laphria Cyrtopogon Lasiopogon und Asilus finden sich vornehmlich in der nördlichen also in Eurasien und Nordamerika . Die Neolophonotus -Gruppe (Asilinae) und die Gattung Microstylum (Dasypogoninae) kommt vor allem in Südamerika In Südasien und der Süostasiatischen Inselwelt finden die metallisch glänzenden Maira -Arten.
Die weitaus größte Anzahl der Raubfliegen in sandigen und weitgehend trockenen Gebieten; vor in Wüsten und Halbwüsten finden sich eine von Arten obwohl sie sich auch hier in der Nähe von kleinen Wasserläufen oder aufhalten da sich dort für die Fliegen meiste Vegetation und auch die höchste Anzahl Beuteorganismen findet. In den gemäßigten Klimabereichen finden die Tiere häufig in Waldgebieten einige Arten auch in Sümpfen oder feuchten Wäldern leben. der Wälder halten sich die Fliegen dabei vornehmlich in den Bereichen von Lichtungen auf im tropischen Regenwald findet man sie meist Übergangsbereich zum Grasland. Entsprechend gibt es auch Arten in den Steppen und Savannen die vermutlich nach den Halbwüsten die Arten beherbergen. Allein in Kalifornien sind aufgrund sehr unterschiedlichen Lebensräume und der langgezogenen Form Landes etwa 500 Arten bekannt. In die der Tundra dringen offensichtlich nur die Lasiopogon -Arten vor die dort entlang der Flussläufe während Cyrtopogon in den Gebirgen bis in Höhen 4500 Meter NN vorkommt.
Die Begattung der Raubfliegen erfolgt artspezifisch der Luft oder am Boden. Bei einigen wird sie durch Verfolgungsjagden der Partner eingeleitet Heteropogon lautus und Pycnopogon fasciculatus ist eine Flugbalz des Männchens vor sitzenden Weibchen bekannt. Auch die Paarung selbst sich bei den Arten. Einige Arten sitzen aufeinander andere bilden einen Winkel oder schauen in entgegengesetzte Richtungen.
Die Eiablage kann sehr unterschiedlich sein lassen die Leptogaster - und die Habichtsfliegen ( Dioctria ) ihre Eier im Flug fallen ("Random Laphria -Arten legen die Eier in Holz- und Philonicus -Arten graben sie mit einer speziellen Legeröhre den Sand ein. An Moosen oder an Grasähren legen die Dysmachus -Arten ihre Eier ab und Eutolmus -Arten legen sie hinter die Blattscheiden von Gräsern .
Die Eier sind langoval und bis dreimal so lang wie breit manchmal jedoch nur 1 5mal so lang. Die Hülle weich und bei den meisten Arten nicht Die Farbe variiert von weiß über gelblich hellbraun.
Die Larven sind teilweise schlank teilweise gedrungen und besitzen charakteristische Borsten am letzten den drei ersten Segmenten sowie Kriechwarzen an Unterseite. Die Kopfkapsel ist in der Regel als der Brustbereich und nach unten gerichtet. ist durch eine leichte Sklerotisierung meist hellbraun besitzt sehr kräftige Mandibeln an der Unterseite. Die Larven besitzen Hinterleibssegmente wobei die beiden letzten teilweise verschmolzen das größte Hinterleibssegment ist das siebente.
Die Larven leben im Boden unter und auch in Larvengängen anderer Insekten und sich von anderen Insektenlarven vor allem pflanzenfressenden Möglicherweise fressen einige Arten auch zerfallendes Pflanzenmaterial. Larven von Nerax femoratus ernähren sich vermutlich von Heuschreckeneiern. Die der Larven kann mehrere Jahre dauern im kommt es zu einer Diapause.
Die Puppen sind beweglich und können mit Hilfe von Haken und Dornenkränzen aus Substrat arbeiten.
Die Evolution der meisten Fliegenfamilien ist sehr vage bekannt und stützt sich mehr Vermutungen als auf fossile Belege. Häufig wird diesem Zweck (wie bei anderen Tiergruppen auch) sehr umstrittene Molekulare Uhr angewendet die auf Errechnung von Artspaltungsprozessen aufgrund von genetischen Unterschieden Allgemein geht man heute offensichtlich von einer der meisten Familien der Zweiflügler im Mesozoikum aus nach Papavero (1973) sollen auch Raubfliegen dort entstanden sein.
Der Fossilbefund reicht bis in das Eozän (bis vor 65 Millionen Jahren) wobei für die folgenden Zeitalter Fossilien bekannt sind. handelt es sich beinahe ausschließlich um Einschlüsse Bernstein . Hull (1962) nimmt auf der Basis Fossilbefundes eine Spaltung innerhalb der Raubfliegen bereits Beginn des Eozäns an da die drei seiner Zeit bekannten Fossilien unterschiedlichen Gattungen angehörten zwei heute ausgestorben).
Die Raubfliegen werden gemeinsam mit einigen Fliegentaxa der Überfamilie der Raubfliegenartigen (Asiloidea) zuordnet genauen systematischen Verhältnisse innerhalb dieser Gruppe sind nicht vollständig geklärt die Raubfliegen bilden hier die Schwestergruppe eines gemeinsamen Taxons aus Fensterfliegen (Scenopinidae) und Luchsfliegen (Therevidae) oder einem Taxon bestehend aus Mydidae und Apioceridae alle fünf Familien gemeinsam stehen den (Bombyliidae) gegenüber (Quelle: [1] ).
Die phylogenenetische Systematik innerhalb der Raubfliegen ist wie vielen anderen Insekten weitgehend unbekannt. Unstrittig ist Monophylie der Raubfliegen als solche innerhalb des Taxon wurden jedoch auf unterschiedlichen Wegen verschiedene erreicht.
Klassischerweise werden die Raubfliegen in vier aufgeteilt: die Asilinae die Dasypogoninae die Laphriinae die Leptogastrinae. Diese Unterteilung basiert auf verschiedenen Merkmalen vor allem auf der Beborstung am der Flügeläderung und der Ausstattung der Mundwerkzeuge. Untersuchungen unter anderem auf molekularer Basis unterscheiden gegenüber bis zu elf Taxa ( Details zur Systematik ).
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