Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 22. September 2014 

Friedrich Ludwig Jahn


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Friedrich Ludwig Jahn (* 11. August 1778 in Lanz (heute Brandenburg ) † 15. Oktober 1852 in Freyburg / Unstrut (heute Sachsen-Anhalt )) war deutscher Turnvater.

Der Sohn eines Pfarrers wird zuerst Vater unterrichtet 1791 besucht er das Gymnasium Salzwedel 1794 das Gymnasium zum Grauen Kloster Berlin er ohne Abschluss verlässt.

Unter falschen Voraussetzungen immatrikuliert er sich den Universitäten Halle ( 1796 ) zum Theologiestudium und verbringt sieben Jahre an verschiedenen darunter Greifswald die er wie schon die Gymnasien schlechter Führung und nicht bestandenem Abitur verlassen

Jahn nimmt eine Stelle als Hauslehrer und befasst sich intensiv mit deutscher Sprache Geschichte. Er tritt in Halle für Reinheit deutschen Sprache ein verfasst die Schrift "Patriotismus Preußen" muss Halle verlassen und geht nach Breslau .

1800 wird ihm in Leipzig der Prozess gemacht und ein Verbot alle deutschen Universitäten ausgesprochen. 1802 begegnet er Ernst Moritz Arndt an der Universität in Greifswald ; die Idee des "Vereinigten Deutschland" erwächst.

1805 verlässt er Greifswald ohne Abschluss und Privatlehrer in Jena ; Hauslehrer in Neubrandenburg . 1807 trifft er Johann Christoph Friedrich Guts Muths in Schnepfenthal dem er Impulse für Turnen in Deutschland verdankt. Während des Krieges Schlacht bei Jena und Auerstedt ) fungiert er als Kurier im Regierungsauftrag. wird er an der Plamannschen Erziehungsanstalt in tätig und verfasst sein erstes Hauptwerk "Das Volkstum".

Er scheitert an einer Prüfung für Oberlehrerstelle in Königsberg wird Hilfslehrer in Berlin widmet sich der Turnerei. In seiner 1810 in Lübeck erschienenen Schrift "Deutsches Volkstum" unternimmt er Angriffe auf die "Ausländerei" und "Verwelschung" seiner u.a.:" Die Kleinstaaterei verhindert Deutschlands Größe auf dem Wer seinen Kindern die französische Sprache lehren ist ein Irrender wer darin beharrt sündigt den heiligen Geist. Wenn er aber seinen französisch lehren lässt ist das ebenso gut wenn er ihnen Hurerei lehren lässt. Polen Pfaffen Junker und Juden sind Deutschlands Unglück. "

Er unternimmt mit seinen Schülern ausgedehnte Daraus entwickelt sich schließlich regelmäßiges Turnen. Am 18. Juni 1811 wird der 1. deutsche Turnplatz auf Berliner Hasenheide eröffnet der mit Geräten nach Vorbild von Gutsmuths ausgestattet wurde. Ebenso entstammen Leibesübungen die Jahn Turnen nennt dem Vorbild allerdings meint Jahn mit Turnen die Gesamtheit Leibesübungen: Gerätübungen wurden weiterentwickelt und durch Spiele Fechten und Wandern ergänzt.

Jahn entwickelt das Turnen weiter zur patriotischen Erziehung zur Vorbereitung auf den Befreiungskrieg . Jahn sah die Entwicklung des Turnens engem Zusammenhang mit politischen Zielen: die Befreiung von Napoleonischer Herrschaft die Idee eines künftigen Reiches unter preußischer Führung und die Teilnahme einzelnen Staatsbürger am Wohl und Weh des Auch das Turnen ordnet er politischen Gesichtspunkten Jahn wollte die Jugend für den Kampf Frankreich trainieren.

Mit der Niederlage Napoleons 1812 wird die Voraussetzung für die Befreiung Deutschlands geschaffen. Mit dem Sieg der Völkerschlacht bei Leipzig wird Jahns Wunsch in gewissem Sinn Besondere Verdienste hierbei hatte das Lützower Freikorps Jahn mit seinen Turnern beigetreten war.

1814 in der Zeit der Völkerschlacht bei Leipzig fordert Jahn: "... freie Rede Verfassung des Vaterlandes...". Im selben Jahr nimmt Jahn Berlin den in der Zwischenzeit von Eiselen Turnbetrieb wieder in seine Hand. Jahn half der Ausbreitung des Turnens wo es ihm war: er schickte Vorturner und besuchte auf Turnfahrten selbst verschiedene Turnplätze.

Am 12. Juni 1815 wird die Deutsche Burschenschaft in Jena gegründet. 1816 Das Buch "Die Deutsche Turnkunst" (mit Eiselen) erscheint.

Der Wiener Kongress enttäuscht Jahn da sich dort eine des europäischen Gleichgewichts durchgesetzt hat. Der deutsche unterdrückte die liberalen Verfassungsbewegungen in den Einzelstaaten. den eigentlichen Zielen Jahns war nur die von Frankreich erfüllt.

Er beginnt 1817 mit einer Vortragsreihe Deutschen Volkstum in dem er die Missstände preußischen Heer anprangert und die Beschränkung der Rechte im Staat bedauert. Damit schafft er nicht nur Freunde sondern auch Feinde z.B. Hardenberg der das Turnen unter staatliche Aufsicht den Schulen übernehmen will.

In engem Bezug zum Turnwesen steht die Bewegung der Burschenschaften . Sie und die Turner verfolgten im die gleichen politischen Ziele. Allerdings gab es kleine Gruppierungen die sich von diesen Zielsetzungen Hier zeigte sich die Spaltung in eine und eine nationalliberale Richtung des deutschen Liberalismus

Am 18./ 19. Oktober 1817 fand als Höhepunkt der Turnbewegung in (allein Preußen über 100 Turnplätze) das Wartburgfest mit einer Bücherverbrennung auf Jahns Initiative statt. So waren Turner dann auch maßgeblich am Wartburgfest 1817 das mit einem symbolischen Akt der Bücherverbrennung Argwohn Metternichs auf sich zog. Es kommt zur und Breslauer Turnfehde worin Kritik gegen das laut wird bzw. gegen seine religiös-patriotische Richtung.

1819 wurde im Zuge der "Demagogenverfolgung" Karlsbader Beschlüsse 31. August ) gegen Turner und Burschenschafter Jahn die des Turnens auf der Hasenheide untersagt da Turnübungen im Rahmen des Unterrichts stattfinden und Schulbehörde untergeordnet werden sollten. Die Ermordung des August von Kotzebue durch den Studenten und Turner Karl Ludwig Sand löste die Turnsperre letztendlich aus.

Die Auswirkung der Karlsbader Beschlüsse trafen Turnbewegung hart. Jahn wurde verhaftet die Burschenschaften Universitäten unter Staatsaufsicht gestellt und viele studentische und Burschenschafter unter polizeiliche Aufsicht gestellt.

Am 13. Juli 1819 erfolgte seine Verhaftung 5 Jahre in Spandau Küstrin Berlin und Kolberg. Ein in ganz Preußen und anderen deutschen Staaten wurde erlassen.

Somit war offiziell in Preußen 1820 Turnen eingestellt allerdings fanden vielerorts trotz dieser Leibesübungen weiterhin statt. Am 13. Januar 1824 wurde Jahn zu 2 Jahren Festungshaft verurteilt und am 15. März 1825 unter der Bedingung in keiner Universitäts- Gymnasialstadt zu wohnen freigesprochen. 1825 bis 1852 lebte er unter Polizeiaufsicht in Freyburg der Unstrut (heute in Sachsen-Anhalt ). Im September 1828 wurde er wegen Kontakt mit Schülern Lehrern vorübergehend nach Kölleda ausgewiesen. Im Laufe Jahre wurden die Bestimmungen gelockert und Ärzte Pädagogen unterstützten das Wiederaufleben der Leibesübungen. 1837 in den Gymnasien Leibesübungen gestattet.

1840 Amnestie und vollkommenene Rehabilitierung durch Friedrich Wilhelm IV. Eisernes Kreuz .

1842 hebt Friedrich Wilhelm IV. den Erlass Vaters auf und beendet damit offiziell die Turnen wird in Preußen zugelassen und Schulfach.

1848 wurde Jahn in die Nationalversammlung in Frankfurter Paulskirche gewählt. Er wendet sich vom patriotischen Turnen ab und engagiert sich für Ruhe Ordnung.

Weblinks



Bücher zum Thema Friedrich Ludwig Jahn

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Jahn.html">Friedrich Ludwig Jahn </a>