Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Unter Jahrhundert- Hochwasser (auch 100-jährlicher Abfluss (HQ100) genannt) versteht die Wasserstandhöhe oder Abflussmenge eines Gewässers die im Mittel alle 100 Jahre oder überschritten wird. Da es sich um Mittelwert handelt kann ein Jahrhunderthochwasser auch mehrmals hundert Jahren auftreten.
Dieser Wert ist relevant für Maßnahmen Hochwasservorsorge. Bedingt durch Klimawechsel und großflächige Versiegelung der Überflutungsgebiete müssen die Werte für derzeit an nahezu allen Flüssen erhöht werden.
Umgangssprachlich bezeichnet ein Jahrhunderthochwasser eine schwere
Besonders dramatisch war die Situation im und östlichen Erzgebirge wo am 13./14. August in Zinnwald Spitzenniederschläge von bis zu 350 Liter/Quatratmeter wurden. Aufgrund des schlechten Waldzustandes in diesen konnte der Boden solch gewaltige Niederschlagsmengen nicht wodurch das Wasser sofort in die Täler Die in dieser Gegend entspringenden und (direkt mit vorherigen Zusammenschluß) in Mulde oder Elbe Flüsse (Zschopau Flöha Zwickauer Mulde Freiberger Mulde Rote Weißeritz Wilde Weißeritz Müglitz) schwollen binnen Stunden auf das ihrer sonstigen Größe an und hinterließen auf Weg enorme Schäden. Viele Brücken wurden weggerissen unterspült Häuser überflutet und schwer beschädigt die und Telefonversorgung brach zusammen ganze Dörfer wurden oder waren von der Außenwelt abgeschnitten.
Besonders schlimm traf es das Müglitztal ein Rückhaltebecken in Glashütte brach und die anschließende Flutwelle eine der Verwüstung hinterließ ( Glashütte Schlottwitz Weesenstein Dohna) wobei hier Weesenstein die dauernde Medienpräsenz traurige Berühmtheit erlangte.
Die Schäden in Dresden waren weniger durch die Elbe als vielmehr durch die Weißeritz verursacht. Der künstlich veränderte Flusslauf folgte seinem alten Flussbett vorbei an der Floßhofstrasse der Papiermühlengasse in Richtung Weisseritzstrasse und der Mündung in die Elbe in Höhe der Marienbrücke. Die Verlegung erfolgte damals mit dem in Dresden. Durch diese Gleiskörper kam es Überflutung des Dresdner Hauptbahnhofes und einigen Teilen Innenstadt.
Der Schaden in Dresden beläuft sich allein an der Semperoper auf 27 Mio. Euro und an Staatlichen Kunstsammlungen mit Gemäldegalerie auf 20 Mio.
Die Ursache der langen und starken war die seltene so genannte 5B-Wetterlage. Dabei die Luftmassen von ihrer üblichen West-Ost-Richtung in Mittelmeer nach Süden ab. Hier erwärmen sich Luftmassen und nehmen viel Feuchtigkeit auf. Nach Überquerung der Alpen in Richtung Norden stossen auf die dortige Kaltluft kühlen sich stark und es kommt zu den extremen Niederschlägen relativ kurzer Zeit. Eine ebensolche Wetterlage war die Ursache für das Oderhochwasser 1997.
Ähnlich war die Situation im Norden Österreichs wo vor allem das Waldviertel und das Mühlviertel in Mitleidenschaft gezogen wurden. Im Waldviertel der Kamp aus seinen Ufern. Bei der Mündung die Donau verhinderten Dämme die Donauhochwasser verhindern sollten ein Abfließen Hochwassers in die Donau so dass die Gedersdorf Brunn im Felde besonders betroffen waren. auch die Orte südlich von Rosenburg im Kamptal wurden stark in Mitleidenschaft gezogen.
Diskussionen entstanden auch über den Zeitpunkt Schleusenöffnung des Stausees Ottenstein das von der EVN betrieben wird. konnte aber bisher kein schuldhaftes Verhalten festgestellt