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Jenseits


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Mit dem Begriff Jenseits bezeichnet die Sprache den anderen Bereich den Bereich des "Übernatürlichen". Dieser Bereich sich einerseits einem unmittelbaren Zugang sinnlicher Rezeption andererseits einem unmittelbaren Zugriff durch aktiver Einflussnahme begleitet gleichwohl die Geschichte der menschlichen Kultur als ihr Geheimnis.

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Der Bereich des Jenseits wird örtlich lokalisiert. Das kann für bestimmte schwer zugängliche (Berge Höhlen Wälder) oder andere Tabu Bezirke und Heiligtümer gelten. Er kann unter der Erde einer Unterwelt oder über der Erde im Himmel liegen. Schließlich gibt es sublime Lokalisierungen menschlichen Herzen oder im zwischenmenschlichen Bereich.

Ebenso wird dem Jenseitsbereich ein zeitlicher jenseits des irdischen Lebens zugeordnet (z.B. als Totenreich oder Himmelreich ) Am augenfälligsten dokumentieren sich die Jenseitsvorstellungen der menschlichen Bestattungskultur. Schon die Beigaben der Grabfunde (Waffen Speise Trank Schmuck etc.) belegen das irdische Leben als Teil eines größeren angesehen wurde. Dieses Ganze - das belegen Monumentalfunde - hatte i.d.R. seine wesentliche Bedeutung der jenseitigen Welt; die ihrerseits das Diesseits in den Schatten stellte.

Beschreibungen des Jenseits entstammen den Berichten Himmelsreisender (siehe Ekstase ) und werden zum anderen in den Mythen und heiligen Schriften der Völker und Religion tradiert.

Alter Orient

In Mesopotamien wird das Jenseits unterirdisch lokalisiert. Durch Opfer und Riten halten die Lebenden mit den Toten um mögliche Schadenseinwirkungen (Ursache von Missernten oder zu minimieren. Reisen in und aus dem unternehmen z.B.: Ischtar und Enkidu.

In Syrien und Kleinasien hegt man die Vorstellung die vergöttlichten des Könighauses könnten herbeigerufen und dem Fortbestand Dynastie Nutzen bringen.

Ägypten entwickelt die differenziertesten Jenseitsbilder. Das ägyptische schildert eingehend die Jenseitsreise die Stationen und ebenso das Totengericht durch Osiris .

Griechisch- Römische Kultur

Das Jenseits der hellenistischen Kultur bildet Hades ; fern im Westen der Welt als der Seelen . Hauptsächlich die Mysterienreligionen werden als Mittel Kontaktaufnahme mit den Wesen dieses Bereiches angesehen. treten die positiv bewerteten elysischen Gefilde sowie negative Tartaros hinzu.

Judentum

Altes Testament

Elementare Jenseitsvorstellungen stehen am Anfang. So die Patrirachen am Ende ihres Lebens zu Ahnen versammelt. Es entfaltet sich die Vorstellung Scheol als dem Totenreich. In späterer Zeit sich mit der Ewigkeitsvorstellung und einem Auferstehungsglauben die Erwartung des Jenseits als göttliche

nachbiblisches Judentum

Das Jenseits des Judentums ist apokalyptisch aufgeladen: Die Gerechten erwartet beim bevorstehenden Gericht das Reich der Freude die Frevler feurige Hölle der Verdammnis.

Hinduismus Buddhismus

Der Hinduismus entfaltet ein hochkomplexes Jenseitsbild. Die vedische hatte ein Paradies bereit das allen Opfernden bereit stand. setzte man neben die Götterwelt der Unsterblichen dem Kreislauf der Reinkarnationen unterworfene Väterwelt der Unsterblichen. Zahlreiche Höllen lösten einander ab die das wahre zum fernen Endziel ( Nirvana ) machten.

Christentum

Das Christentum stellt das Jenseits als endzeitlich hereinbrechendes an dessen Ende die volle Gemeinschaft mit Christus steht. (siehe Eschatologie ). Das Neue Testament beschreibt es jedoch zurückhaltend gleichnishaft und hält sich bei Details zurück. betont das Gericht dem eine Scheidung in und Hölle entspricht. Vermittler in Gestalt von Engeln und Dämonen können zum Jenseits Kontakt herstellen. Eine Bedeutung erlangte das Fegefeuer . (siehe: Dante Göttliche Komödie ).

Nach dem neuem Testament ist es nicht einfach in das zu kommen. Im Gleichnis spricht Jesus davon eher ein Kamel durch ein Nadelöhr schlüpfen als das ein "Reicher" in das Himmelreich ( Matthäus-Evangelium )

Die offizielle Lehre der römisch-katholischen Kirche Jenseits ist im Katechismus der katholischen Kirche

Nahtoderfahrung von verschiedenen Menschen an verschiedenen Orten häufig den gleichen Inhalt. Ein Tunnel und Ende ein Licht von welchem die Seele angezogen wird.

Darüber hinaus sind in der Volksfrömmigkeit bildhafte Vorstellung vom Jenseits entstanden. Das Jenseits darin den Ort welchen die Seele nach des körperlichen Todes erreicht. Das Diesseits in der menschliche Körper mit der Seele lebt demnach nur einer von drei Bereichen (Diesseits oder Himmelreich) in die der Mensch gelangen

Nach manchen Vorstellungen wird das Jenseits 10 Sphären eingeteilt in welche der Mensch nach Reifegrat der Seele (in 10 Stufen gut - schlechter bis am schlechtesten) von zugeteilt wird. Im Jenseits wartet demnach die darauf in einem auf sie zugeschnittenen Körper Baby wiedergeboren zu werden -- sofern sie so gut war bzw. soviel Reife zu erreicht hatte das sie in das Himmelreich durfte. Wer in das Himmelreich eingehen darf gerettet. Er war zu Lebzeiten so gläubig er es geschafft hat seine Seele mit zu reinigen. Diese Ansichten werden jedoch nicht allen Christen geteilt.

Islam

Nach dem Tod folgt für diem Muslime die Grabesstrafe nach einem Verhör durch wird das Grab erweitert resp. verengt. Erst dem Jüngsten Gericht erfolgt die Zuweisung in Paradies al-ganna bzw. die Gehenna . Freuden und Qualen werden in Sure detailliert beschrieben.

Philosophie

Die Philosophie bezeichnet das Jenseits mit Kategorie der Transzendenz .

Okultismus

Viele Okultisten versuchen mit Jenseitigen (Verstorbenen) aufzunehmen. Bekannte Praktiken sind "Gläserrücken" "leere Radiofrequenzen" Es konnte beobachtet werden dass Stimmen aus Jenseits zu empfangen waren. Aber Vorsicht! Auch können sich als Verstorbene tarnen und bei Kontakt Suchenden zu Besessenheit führen.

Atheismus

Von den Brights und dem Atheismus wird die Existenz Jenseits abgelehnt und bestritten.

siehe auch Diesseits

Literatur

  • Lang Bernhard/ McDannell Colleen
    • Der Himmel
    • suhrkamp tb 577 Seiten
    • Eine Geschichte der menschlichen Vorstellungen über Jenseits.



Bücher zum Thema Jenseits

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