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Buch Jesus Sirach


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Das Buch Jesus Sirach (auch Ben Sirach Ben Sira Siracides Sophia Seirach oder Ecclesiasticus abgekürzt Sir ) ist ein Weisheitsbuch das ungefähr 180 vor Christus von dem in Jerusalem lebenden Juden Jesus ben Sirach auf Hebräisch verfasst und später von seinem Enkel Ägypten ins Griechische übersetzt wurde. Die griechische Übersetzung enthält Vorwort dieses Enkels.

Das Buch wurde in der lateinischen Kirche liber ecclesiasticus (Latein und latinisiertes Griechisch für Kirchenbuch ) genannt weil es häufig in kirchlichen gelesen wurde. Heute wird statt Ecclesiasticus häufiger der Titel Jesus Sirach oder einfach Sirach benutzt.

Obwohl das Buch nicht in den Kanon aufgenommen wurde wird es im Talmud zitiert wodurch es einen halbkanonischen Status Es ist Teil der Septuaginta und wird von Katholiken und Orthodoxen - nicht aber von Protestanten - als der Bibel angesehen.

Nur die griechische Übersetzung ist vollständig Vom hebräischen Original wurden bisher nur Fragmente die insgesamt etwas weniger als die Hälfte Buches enthalten.

Das Buch ist in seinem ersten eine thematisch geordnete Sammlung von weisheitlichen Sprichwörten denen der Autor seinen - als jungen vorgestellten - Leser zu einem gottesfürchtigen und Leben ermahnt (alle Zitate aus der Einheitsübersetzung):

1 14: Anfang der Weisheit ist die Gottesfurcht / Glaubenden ist sie angeboren. [1]

Diese Mahnung zu einem gottesfürchtigen Leben auf viele verschiedene Lebenslagen hin und in auf verschieden Gruppen von Mitmenschen entfaltet:

4 1: Mein Sohn entzieh dem Armen nicht den / und lass die Augen des Betrübten vergebens warten! [2]

Eingestreut finden sich Passagen in denen Weisheit gepriesen und ihr Ursprung erklärt wird Höhepunkt ein Loblied der Weisheit auf sich (Kap. 24 [3] hier nur 24 1-3):

1 Die Weisheit lobt sich selbst
sie rühmt sich bei ihrem Volk.
2 Sie öffnet ihren Mund in der Gottes
und rühmt sich vor seinen Scharen:
3 Ich ging aus dem Mund des hervor
und wie Nebel umhüllte ich die Erde.

Der zweite Teil beginnt mit einem des Schöpfers in der Natur an den das Lob der Väter Israels anschließt - Henoch bis zu einem Zeitgenossen des Autors Hohenpriester Simon:

42 15: Nun will ich der Werke Gottes gedenken; was ich gesehen habe will ich erzählen:
Durch Gottes Wort entstanden seine Werke; / Lehre ist ein Ausfluss seiner Liebe. [4]
44 1: Die ehrwürdigen Männer will ich preisen / Väter wie sie aufeinander folgten. [5]

Der zweite Teil bildet auf diese einen hymnischen Abriss der gesamten Heilsgeschichte endend mit der Zeit des Autors. einem ersten Schlusswort folgen zwei Nachträge und zweites Schlusswort.

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